DEN STERNEN SO NAH

Das Chamäleon – Die vielen Gesichter des Gary Oldman

Gary Oldman ist einer der Charakterdarsteller, bei denen man sich fragt, warum er eigentlich noch keinen Oscar hat. Als Agent Smiley in Dame, König, As, Spion war er das erste und bis jetzt einzige Mal nominiert. Dabei ist dieser Mann nicht nur optisch, sondern auch schauspielerisch ein Chamäleon!

Aktuell ist Gary Oldman als großer Visionär im Kino zu sehen. In DEN STERNEN SO NAH ermöglicht er die erste menschliche Kolonie auf dem Mars. Elon Musk könnte für diese Rolle Pate gestanden haben, mit der Oldman seinem ohnehin breiten Repertoire eine weitere überzeugende Leistung hinzu fügt. Das sind die vielen Gesichter des Gary Oldman...

Wie Tag und Nacht

Das schafft nur er: In nur einem Film zeigt er uns alle möglichen Gesichter auf einmal. In Bram Stoker’s Dracula (1992) von Francis Ford Coppola sehen wir den bösen Gary Oldman als alten Graf Dracula, ...

... den guten Gary Oldman als jungen Grafen, der seine große Liebe wieder haben will ...

... und den kaum wiederzuerkennenden Gary Oldman als ... äh ... als Fledermaus-artiges Monster.

Und obwohl er den Menschen das Blut aussaugt, können wir nicht anders. Wir sind auf seiner Seite!

Gary Oldmans Spezialität: Widerlinge

Zu Hochform läuft er auf, wenn er so richtig schön fies sein darf. Manchmal hat man Gary Oldmans Bösewichte sogar gern, aber nur manchmal.

Ein bisschen Sympathie haben wir für ihn in „True Romance“ (1993). Einfach, weil er so total kaputt aussieht. Von den Dreadlocks ganz zu schweigen ... 

Als gewalttätiger Zuhälter bekommt er von Christian Slater, was er verdient. Zwei Jahre nach True Romance traf Oldman dann wieder auf Christian Slater:

In „Murder in the First“ macht er Kevin Bacon als widerlicher, sadistischer Gefängniswärter das Leben zur Hölle.

Grandios: Seinen Bösewicht in „Léon – Der Profi“ muss man irgendwie lieb haben.

Oldmans Gangster Norman Stansfield ist so exzentrisch und cholerisch, dass er einem schon fast leid tun kann. Aber nur fast.

Zu unseren absoluten Lieblingsgesichtern gehört Zorg in DAS FÜNFTE ELEMENT von 1997. 

Erst dieser irgendwie auch sympathische Psychopath macht Luc Bessons Science Fiction-Kulthit zum Kultklassiker.

2010 spielte Oldman in THE BOOK OF ELI erneut einen machtbesessenen Fiesling allererster Güte. BAD MOMS-Star Mila Kunis und Denzel Washington überleben in THE BOOK OF ELI die Apokalypse nur, um sich dann mit Gary Oldman anlegen zu müssen, der (mal wieder) die Weltherrschaft an sich reißen will.

Gary Oldmans zweites Gesicht: der Gutherzige

Oldman wäre aber kein Chamäleon, wenn er nicht auch ganz anders könnte. Bevor Gary Oldman Kevin Bacon tyrannisierte, spielte der mit ihm ein teuflisches Spiel. 1988 trafen die beiden in „Der Frauenmörder“ aufeinander.

Darin spielt Oldman den Anwalt Ben Chase, der für Gerechtigkeit sorgen will und von Kevin Bacon bedroht wird.

Aber ein so richtig herzensguter Kerl ist Gary Oldman in der Harry Potter-Reihe. Als Sirius Black wirkt er zunächst zwielichtig.

Aber schnell wird klar, dass Sirius zu den Guten gehört.

***VORSICHT, SPOILER!*** Am Ende wird er noch zu einer der beliebtesten Figuren im Harry Potter-Universum und rührt uns mit seinem Abgang zu Tränen.

Christopher Nolans Batman-Reihe ist das zweite Mega-Franchise, in dem Gary Oldman die Herzen eroberte.

Genau genommen ist sein Filmcharakter Jim Gordon sogar der einzige in Gotham City, der immer alles richtig macht.

Historisch bekannte Gesichter

Gary Oldman lieh sein Gesicht auch einigen Berühmtheiten. 1986 spielte er in „Sid und Nancy“ den Frontmann der Sex Pistols Sid Vicious.

In Oliver Stones „JFK – Tatort Dallas“ übernahm er die Rolle des Attentäters Lee Harvey Oswald.

Und wieder ganz anders sah man ihn 1994 als Musikgenie Beethoven in „Ludwig van B. – Meine unsterbliche Geliebte“.

Kaum wiederzuerkennen

... war Gary Oldman 1998 im Sci-Fi-Streifen „Lost in Space“, in dem er zum Spinnenmenschen mutierte.

Ein ebenfalls schreckliches Schicksal ereilte ihn in „Hannibal“ als Hannibal Lecters Opfer, dem völlig entstellten Mason Verger.

Der hätte zugegebenermaßen auch in die Kategorie der Widerlinge gepasst.

Auch kaum wiederzuerkennen, aber dagegen zum Knutschen süß ist Gary Oldman in „Nobody’s Baby“ (2001).

Obwohl die Komödie hervorragende Kritiken bekam, schaffte sie es nie in die Kinos. Ein Jammer, wenn man Geoffrey Gilmore, den Direktor des Sundance Film Festivals fragt:

„Wenn sie von Gary Oldmans bisherigen Rollen beeindruckt sind, warten sie, bis sie ihn in einer Komödie tanzen sehen!“

Recht hat er! So wie hier haben wir Gary Oldman noch nie gesehen: 

Außergewöhnliche Pfade

Außergewöhnlich wurde es auch 2002. Für eine BMW Kurzfilmreihe drehte Tony Scott den Film „The Hire: Beat the Devil“. An Bord war nicht nur Gary Oldman mit Lippenstift und farblich passender Frise, sondern auch James Brown und Marilyn Manson.

Computerspiele wie "Call of Duty World of War" und dem Nachfolger "Black Ops"

Wenn du Gary Oldman mal wieder auf der großen Leinwand bewundern möchtest... Aktuell ist er als sympathischer Wissenschaftler Nathaniel Shepherd zu sehen, dem in DEN STERNEN SO NAH unglaubliches gelingt: Er ermöglicht Leben auf dem Mars! Alle Spielzeiten in Deiner Nähe findest du hier auf einen Blick mit einem Klick:

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Bildrechte: Universal, Fox, Sony

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