PLÖTZLICH PAPA

Top 9 der tollsten Filmväter

Unser ziemlich bester Freund Omar Sy wird in seinem neuen Film buchstäblich PLÖTZLICH PAPA und wächst vom sorglosen Single und Womanizer in die Rolle des vielleicht besten Papas der (Kino-)Welt. Doch diesen Titel machen ihm noch andere Filmväter streitig...

Wir lieben dieses Rollenvorbild des natürlich viel zu perfekten Filmvaters auf der großen Leinwand. Oft ist er zunächst Vater wider Willen und völlig überfordert mit der neuen Situation, um dann schließlich daran zu reifen. Warum eigentlich? Warum sehen wir Männern so gern im Kino dabei zu, wie sie Windel wechseln lernen???

Egal, ob wir uns dabei an unseren eigenen Vater erinnern oder selbst am liebsten einen solchen Vater gehabt hätten, schwingt natürlich immer dieses wohlige Gefühl der Nostalgie mit. Was die Geschichte aber zum Laufen bringt, ist die Metapher des fish-out-of-water.

Bitte was für ein Fisch?

Fish-out-of-water ist der Held eines Films, den es in eine fremde, ihm ungewohnte Umwelt verschlagen hat. Und genau hier muss er sich neu bewähren. Solche Geschichten lieben wir, weil wir vielleicht selbst gern so wären oder uns immer wieder vornehmen, so heldenhaft an den Problemen des Alltags zu wachsen. Für diese Top 9 der tollsten Filmväter haben wir uns also gefragt, wer als Vorbild was taugt. Omar Sy läuft als Super-Papa mit PLÖTZLICH PAPA gerade erst im Kino und damit außer Konkurrenz!

Finde hier Spielzeiten in Deiner Nähe!

Aber diese 9 Filmväter erweichen unsere Herzen schon seit Jahren. Ist dein Favorit dabei? Am Ende kannst du über deine Nummer 1 abstimmen. 

Platz #9: Adam Sandler als Sonny Koufax in „Big Daddy"

Wie soll dieser Mann auf ein Kind aufpassen? Der Mittdreißiger Sonny (Adam Sandler) ist selbst noch ein alberner Kindskopf, soll aber plötzlich die Verantwortung für den Sohn seines Mitbewohners übernehmen. Sonny bringt dem kleinen Jungen anfangs nur Unsinn und Schabernack bei, wächst jedoch allmählich in die Rolle des Ersatzvaters hinein und lernt so sogar, sein eigenes Leben besser in den Griff zu bekommen. Wer hätte nicht gerne einen Vater gehabt, der mit einem bei McDonalds frühstücken geht und sich als Actionfigur verkleidet?

Platz #8: Til Schweiger als Henry in „Kokowääh“

Von den einen wird er geliebt, von den anderen gehasst. Wahrscheinlich polarisiert kein anderer deutscher Schauspieler so sehr wie Til Schweiger. Doch wer das ausblenden kann, entdeckt in "Kokowääh" eine sehr liebenswerte Vaterfigur. Die Ausgangssituation der deutschen Komödie ist der in PLÖTZLICH PAPA gar nicht so unähnlich. Auch hier wird ein alleinstehender Mann, in diesem Fall der Drehbuchautor Henry (Til Schweiger), plötzlich mit seiner leiblichen Tochter konfrontiert, von der er bisher überhaupt nichts wusste. Nur ist die kleine Magdalena (Emma Schweiger) bereits 8 Jahre alt, hat ihren eigenen Kopf und ist durchaus vorlaut. Henry weiß zunächst nicht, wie er mit Magdalena umgehen soll, da er mit seinem eigenen Leben schon genug Probleme hat. Doch beide lernen, sich gegenseitig zu schätzen, und so werden sie schnell zu einem untrennbaren Vater-Tochter-Gespann.

Platz #7: Mel Gibson als Graham Hess in „Signs"

Als Vater von zwei Kindern hat es der ehemalige Pfarrer Graham Hess (Mel Gibson) in M. Night Shyamalans Mystery-Drama aus dem Jahr 2002 nicht immer einfach. Besonders nicht, nachdem seine Frau bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist und Graham fortan an seinem einst so starken Glauben und an sich selbst zweifelt. Als sich auf seiner abgeschiedenen Farm die Anzeichen einer Alien-Invasion vermehren, holt das den traurigen Familienmenschen jedoch aus seiner Lethargie und weckt seinen Beschützerinstinkt.

 

Obwohl er eigentlich keine Chance zu haben scheint, stellt er sich mit Hilfe seines Bruders Merrill (Joaquin Phoenix) mit aller Macht gegen die unheimlichen Wesen aus dem All, um seine Kinder zu retten. Das zeugt nicht nur von Tapferkeit, sondern auch von wahrer Vaterliebe. Uns beeindruckt aber nicht nur Mel Gibson als Papa, sondern auch die süße Abigail Breslin als seine Filmtochter in ihrer allerersten Rolle.

Noch mehr niedliche Kinderstars gibt's übrigens hier.

Platz #6: Cary Grant als Tom Winters in „Hausboot"

Der Jurist Tom Winters, den Cary Grant in diesem Komödienklassiker von 1958 verkörpert, scheint anfangs ebenfalls eher ungeeignet zu sein, seine drei Kinder großzuziehen. Schließlich ging seine berufliche Karriere immer vor. Als seine Ex-Frau allerdings bei einem Unfall stirbt, hat er gar keine andere Wahl und muss die Kinder bei sich aufnehmen. Dabei ist es wunderbar zu beobachten, wie sich der Witwer entgegen seines Naturells verbiegt, um seinen Kindern ein halbwegs normales Leben zu ermöglichen. Der Umzug auf das titelgebende Hausboot und die spontan engagierte Haushälterin Cinzia (Sophia Loren) machen das Chaos perfekt. Dennoch versprüht der Dreifachvater eine Warmherzigkeit, die ihresgleichen sucht.

Platz #5: Robin Williams als Armand Goldman in „The Birdcage"

Einen überaus verständnisvollen und toleranten Vater gibt Robin Williams in dieser schrillen Komödie ab. In seiner Rolle als homosexueller Nachtclubbesitzer Armand Goldman täuscht er dem konservativen Politiker Keeley (Gene Hackman) eine normale Durchschnittsfamilie vor, damit dieser der Ehe zwischen Armands Sohn und Keeleys eigener Tochter zustimmt. Dass Armand in Wahrheit aber mit dem theatralisch veranlagten Travestiekünstler Albert (Nathan Lane) eine Beziehung führt, soll dabei geheim bleiben.

  

Das vorprogrammierte Chaos kann jedoch nicht davon ablenken, dass Armands witzige Scharade im Kern ein wundervoller Liebesbeweis an seinen Sohn ist, für den er wohl wirklich alles tun würde. 

"The Birdcage" schafft es bei uns nicht nur in die Top 9 der besten Filmväter, sondern auch in die ewige Liste der wichtigsten LGTB-Filme aller Zeiten.

Platz #4: Gru in „Ich - Einfach Unverbesserlich"

Zugegeben, einen gemeinen Superschurken auf dieser Liste zu finden, wirkt zunächst etwas merkwürdig. Doch wer diesen Animationshit gesehen hat, weiß um Grus Wandlung vom Berufsbösewicht zum Supervater. Dafür sorgen drei kleine Waisenmädchen, die beim Rumschurken zunächst eigentlich nur lästig sind.

Mit der Zeit wachsen sie ihm jedoch immer mehr ans Herz. So treten seine finsteren Pläne langsam aber sicher in den Hintergrund und die vier werden zu einer richtigen Familie.

Platz #3: Will Smith als Christopher Gardner in „Das Streben nach Glück"

Dass eine funktionierende Vater-Kind-Beziehung nicht mit Wohlstand und finanzieller Sicherheit zusammenhängen muss, zeigt wohl kein Film so gut, wie "Das Streben nach Glück", in dem Will Smith den ehrgeizigen Vertreter Chris Gardner spielt. Dieser wird aufgrund seiner anhaltenden Erfolglosigkeit von seiner Frau Linda (Thandie Newton) verlassen, weshalb er sich ganz allein um seinen 5-jährigen Sohn (Jaden Smith) kümmern muss. Es ist beeindruckend und bewegend, mit welchem Willen Chris allen sozialen Widerständen trotzt, um beruflich voranzukommen und dadurch besser für den kleinen Jungen sorgen zu können.

 

Dass das Ganze auf einer wahren Geschichte beruht, erweicht das Herz nur noch mehr.

Platz #2: Marlin in „Findet Nemo"

Jung und Alt fieberten 2003 mit, als der Clownfisch-Papa Marlin sich in den Weiten des Pazifischen Ozeans auf die Suche nach seinem verschwundenen Sohn Nemo macht. Kein Wunder, denn Marlins Odyssee zeigt, dass ihm nichts mehr bedeutet als sein Kind. Dafür setzt er sogar sein eigenes Leben aufs Spiel und pfeift darauf, dass er eigentlich am Ende der Meeres-Nahrungskette steht. Zudem beweist er in dem Pixar-Animationsfilm jede Menge Humor, Mut und Geduld (vor allem mit seiner vergesslichen Begleiterin Dorie). Für ihn hat dieses Abenteuer jedoch nur ein Ziel: seinen Sohn Nemo wieder in seine Flossen schließen zu können. Dafür muss man Marlin einfach lieben, auch wenn er nur ein Fisch ist ;-)

Platz #1: Charlie Chaplin in „The Kid"

Die Krone der tollsten Filmväter überreichen wir dem im wahren Leben 11fachen(!) Vater Charlie Chaplin.

In seinem Stummfilmklassiker "The Kid" aus dem Jahr 1921 gewinnt er bereits zu Beginn unsere Herzen, wenn er ein zurückgelassenes, neugeborenes Baby findet und einfach bei sich aufnimmt. Obwohl er selbst sehr arm ist, sorgt er sich liebe- und aufopferungsvoll um das Kind, das unter seiner Obhut zu einem aufgeweckten, kleinen Jungen (Jackie Coogan) heranwächst. Der Film setzte nicht nur Maßstäbe im Bereich der sozialdramatischen Komödie, sondern zeigte auch eine ganz besondere und zu Herzen gehende Vater-Sohn-Beziehung, die auf starken Emotionen statt biologischer Abstammung beruht.

 

Gefällt Dir unsere Liste? Wie würdest Du entscheiden?

Ähnlich wie Marlin, der Clownfish, und so viele andere Väter auf dieser Liste muss auch Omar Sy erstmal ins kalte Wasser springen, um sich vom sorglosen Single zum vielleicht besten Vater der Kinowelt zu wandeln. Mit dieser Paraderolle ist der "Ziemlich beste Freunde"-Star endlich wieder auf der großen Leinwand zu sehen.

Alle Spielzeiten hier klicken!

 

Bildrechte: Sony Pictures, Warner Bros. Germany, Disney, Universal Pictures Germany, Fox

IST DER ARTIKEL INTERESSANT? DANN JETZT TEILEN!