JACKIE

Top oder Flop? Das sagt die Presse zu JACKIE: DIE FIRST LADY...

Bei den Nominierungen für die diesjährige Oscar-Verleihung wurde JACKIE: DIE FIRST LADY in gleich drei Kategorien bedacht. Natalie Portman erhielt eine Nominierung als Beste Hauptdarstellerin. Vielleicht bekommt ihr Goldjunge für „Black Swan" also schon bald Gesellschaft. Aber was sagt die kritische deutsche Presse zum ersten US-Film des chilenischen Regisseurs Pablo Larraín?

„Wie der Mythos Kennedy bis heute funktioniert, das zeigt JACKIE, ein großartiger Spielfilm, einer der Favoriten für die Oscars. Für Natalie Portman ist die Rolle der bisherige Höhepunkt ihrer Karriere, ein ebenso verstörender wie sensationeller Auftritt!“ DER SPIEGEL

Wohin man auch schaut, die Kritiker sind begeistert. Vor allem von der Leistung Natalie Portmans...

„Natalie Portman spielt die Rolle der wahrscheinlich berühmtesten Witwe der Welt brillant!“ ZDF HEUTE JOURNAL

NDR.DE schwärmt: „Natalie Portman spielt die Präsidentenwitwe vibrierend, intensiv, schwankend zwischen Nervosität und Selbstbeherrschung. [Sie] schafft es, der Stil-Ikone Jacqueline Kennedy Leben einzuhauchen, der Tragödie ein menschliches Gesicht zu geben - ein schillernder und faszinierender Film.“ Und die BILD stimmt ein: „Portman spielt Jackie Kennedy nicht nur, sie wird zu dieser tragischen Frau. Eine grandiose, oscarreife Leistung in einem emotionalen, dabei sehr atmosphärischen Drama.“

 

Die vielleicht ungewöhnlichsten Worte findet der MUSIKEXPRESS: „Natalie Portman dringt in ihre Figur ein, als würde sie Jackie mit Säure übergießen. Die Nervenenden liegen frei. Aufregend von der ersten bis zur letzten Sekunde!“

„Und dann setzt sie eins drauf, wenn sie in ‚privaten‘ Szenen des Films die ‚Eiskönigin‘ Jackie aufblitzen lässt, eine machtbewusste Frau, die mit der Zigarette in der Hand ihr Gegenüber abfertigt.“ EPD FILM

Im Fokus der Berichterstattung stand aber nicht nur die Hauptdarstellerin des Films, sondern auch dessen kritische Betrachtung der Geschichtsschreibung sowie der Instrumentalisierung der Medien durch die Politik, also brandaktuelle Themen. So schreibt SPIEGEL ONLINE:

„Unsere Gegenwart, in der Politik, Medien und celebrity culture untrennbar voneinander geworden sind, ist maßgeblich von Jacqueline Kennedy geprägt worden. Das sensationelle Filmporträt „Jackie" mit Natalie Portman zeigt, wie sehr sie sein Erbe, aber auch die heutige Politik mit ihren Inszenierungen geprägt hat."

Den ganzen, sehr lesenswerten Artikel „Die bildermächtigste Frau der Welt" findest du hier.

Die FAZ sah „eine Meditation über Geschichte und Vergänglichkeit. Sie ist eine Majestät auf Abruf. Bis heute. Genau das macht der Film JACKIE in allen Facetten beeindruckend klar.“ und die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG analysiert: „JACKIE ist nicht nur ein Film über die Konstruktion von Geschichte. Es ist ein Film, in dem erzählt wird, wie die Geschichte, die er erzählt, konstruiert wurde – und die Konstruktion zugleich fortsetzt. Und...

... es ist ein Film über das, was jede Geschichte, also warum nicht gerade im Kino, in ihren besten Momenten sein kann: das Aufbegehren des Menschen gegen den Tod durch die Macht der Erzählung.“

Hörenswert dazu ist auch dieser Beitrag von Deutschlandradio Kultur:

„Ein echtes Meisterwerk voller großer emotionaler Momente und klugen Beobachtungen. In gewisser Hinsicht gleicht der Film dem Gegenstand, den er beschreibt und interpretiert: Wie Jackie Kennedy ist auch Pablo Larraín ein Teilnehmender und ein Manipulator von hohen Gnaden, ein Meister des doppelbödigen Spiels und ein Mensch, der uns tief in sein Herz und seine Seele hineinschauen lässt. Neben 'Toni Erdmann' ist JACKIE einer der besten Filme der Festival-Saison 2016. Und es sollte schon mit dem Teufel zugehen, wenn nicht einer der beiden (oder besser beide noch) am 26. Februar 2017 im Dolby Theatre in Hollywood einen Academy Award in Empfang nehmen können. Im Kino darf sich die Zuschauerschaft jedenfalls so oder so auf ein Fest freuen.“ KINO-ZEIT.DE 

Wenn uns die (Oscar-)Geschichte eines lehrt, dann dass man immer mit dem Teufel rechnen sollte ^^ Denn am Ende seiner treffenden Analyse irrt der Verfasser dieser Zeilen leider. JACKIE wurde zwar für drei Oscars nominiert, aber nicht in der Kategorie Bester Film. Dafür darf sich Natalie Portman berechtigte Hoffnung machen. Wie ihre Chancen stehen, liest du hier.

Den einzigen Ausreißer unter den ansonsten grandiosen Kritiken haben wir auf GALA.DE gefunden, wo man zu dem harschen Urteil kommt: „Sehenswert ist der Film nicht.“ Vielleicht hatte man auch einfach nur einen schlechten Tag in der Redaktion.

Generell uneins scheint man sich dagegen darüber zu sein, welchem Genre JACKIE: DIE FIRST LADY denn nun zuzuordnen ist. BRIGITTE sah beispielsweise „kein klassisches Biopic, sondern die überwältigende Studie einer Frau, die, immer beobachtet von der Öffentlichkeit, zu begreifen versucht, dass von einem Tag auf den anderen nichts mehr so ist wie zuvor.“

Dagegen urteilt CRITIC.DE: „So geht Biopic: Pablo Larraíns JACKIE würfelt die Zeiten durcheinander, reißt Lücken in die Erzählung und verschiebt gekonnt die Aufmerksamkeiten, um darüber zu spekulieren, wie es sich anfühlt, First Lady ohne President zu sein. Larraín kann wie wenig andere im zeitgenössischen Kino das Innere aus dem Äußeren herleiten. Er denkt seine Bilder vom Off her, von dem, was nicht gezeigt wird.“

Und FILMSTARTS.DE sah sogar „Ein absolut ungewöhnliches und gerade deshalb unbedingt sehenswertes Politdrama mit einer alles überstrahlenden Natalie Portman.“

Egal ob Politdrama, Biopic oder nicht, ein Begriff, auf den sich fast alle Kritiker einigen können, ist:

„Ein Meisterwerk!" BAYERN 2

Hast du Lust bekommen, JACKIE: DIE FIRST LADY mit Natalie Portman, Peter Sarsgaard, Greta Gerwig, Billy Crudup und dem gerade verstorbenen Sir John Hurt im Kino zu sehen? Wo und wann der Film auch in deiner Nähe läuft, siehst du hier:

Alle Spielzeiten hier klicken!

„Das ist großes Kino, wie auch Jackie es liebte.“ DIE ZEIT

 

 

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