ALLE FARBEN DES LEBENS

Warum nicht nur Affen Naomi Watts lieben in dieser Top 7

Naomi Watts ist kein Superstar wie ihre Freundin Nicole Kidman. Aber in Sachen Talent kann sie ihr locker das Wasser reichen. Ein Blick von ihr sagt mehr als tausend Worte. Die New York Times schrieb über sie:

"Weil sich Miss Watts in jedem Film neu erfindet, vergisst man leicht, wie brillant sie ist. Ihre Stärke liegt darin, dass sie nie übertreibt."

Das sagt aber nicht, dass sie das nicht auch könnte... ;-)

Unglaublich facettenreich zeigt sich Naomi Watts in charmanten Komödien ("St. Vincent"), intelligenten Horrorfilmen ("Ring") oder Blockbustern wie "King Kong" - und aktuell in der Independentperle ALLE FARBEN DES LEBENS. Gar nicht so einfach, sich bei dieser Vielfalt auf die besten Filme zu einigen. Wir haben es trotzdem versucht. Das sind 7 Filme mit Naomi Watts, die man gesehen haben sollte...

#7: King Kong

Die hoffnungsvolle Schauspielerin Ann Darrow (Naomi Watts) landet mit dem schmierigen Filmemacher Carl Denham (Jack Black) und dem Autor Jack Driscoll (Adrien Brody) auf einer mysteriösen Insel. Bald machen sie Bekanntschaft mit dem gefürchteten Riesenaffen King Kong...

Warum muss man den Film gesehen haben? Obwohl Peter Jacksons "King Kong" bereits die zweite Neuverfilmung des Originals von 1933 ist, gewinnt der Star-Regisseur dem Stoff neue Aspekte ab. Wer sich auf das gelungene Effekt-Spektakel einlässt, entdeckt eine tragische Liebesgeschichte und eine groß aufspielende Naomi Watts, der am Set alle Männer erlegen waren, auch "Billy Elliot"-Star Jamie Bell :)

 

"King Kong" ist der größte kommerzielle Erfolg von Naomi Watts und weit mehr als Effekt überladenes Popcorn-Kino, was auch den Darstellern zu verdanken ist. Adrien Brody muss nach seinem Oscargewinn für DER PIANIST nichts mehr beweisen. Auch Jack Black zeigt, dass er ein ernst zu nehmender Schauspieler ist und Naomi Watts verlieh ihrer Rolle des dummen Blondchens, das von einem Monsteraffen gekidnappt wird, eine ganz neue Tiefe. Auf dem Filmportal IMDb verpasst "King Kong" knapp den Einzug in die Top 7 der besten Filme mit Naomi Watts. Für uns gehört er unbedingt dazu, denn dieser Film zeigt, dass Unterhaltung und Anspruch sich nicht ausschließen müssen. IMDb-Wertung: 7,2

#6: Der bunte Schleier

In dieser Rolle beneiden wir Naomi vielleicht am meisten um ihren Ko-Star Edward Norton und um die exotische Kulisse.

"Der bunte Schleier" entführt uns nach Shanghai ins Jahr 1925. Edward Norton spielt einen verschlossenen, nüchternen Arzt und Wissenschaftler, der kurz nach der Ankunft in China erfahren muss, dass seine Frau Kitty (Naomi Watts) eine Affäre mit dem britischen Vizekonsul hat. Er zwingt Kitty, ihn in ein abgelegenes Dorf zu begleiten, in dem eine Cholera-Epidemie ausgebrochen ist. Eine selbstmörderische Reise, die für beide tödlich enden könnte.

Interessantes Detail: Naomi Watts bestand darauf, dass ihr damaliger Partner Liev Schreiber die Rolle ihrer Affäre übernahm.

"Sie wollte an unserer Beziehung festhalten und der einzige Weg für sie war, mich mit auf diese Reise zu nehmen." (Liev Schreiber)

Warum muss man den Film gesehen haben? Dieser Liebesfilm schaffte es nie in die deutschen Kinos und ist deshalb sowas wie der Geheimtipp in dieser Liste. Ein großes Filmepos um Schuld und Leidenschaft, Liebe und Vergebung nach einem Roman von W. Somerset Maugham, einem der meist verfilmten Autoren der Welt. Die Musik zum Film von Alexandre Desplat gewann viele Preise, darunter auch den Golden Globe. IMDb-Wertung: 7,5

#5: The Impossible

Das Drama erzählt die wahre Geschichte der Spanierin María Belón, die mit ihrer Familie 2004 den Schrecken der Tsunami-Katastrophe in Thailand durchlebte. Neben Watts kämpfen auch Ewan McGregor als Vater und Tom Holland, der neue Spider-Man, als ihr Sohn Lucas ums nackte Überleben.

Warum muss man den Film gesehen haben? Die Ereignisse des Tsunamis haben die ganze Welt schockiert und betroffen gemacht. Aber dieser Film schafft es, sie emotional auch wirklich begreiflich zu machen. "The Impossible" ist ein intensives Filmerlebnis, das Seltenheitswert hat. Naomi Watts kämpft sich mit ihrem kleinen Sohn (Tom Holland) durch die Verwüstung, die der Tsunami angerichtet hat und jede Schramme, jede Verletzung, die sie erleidet, spürt der Zuschauer am eigenen Leib.

Für ihre Darstellung wurde Watts als Beste Hauptdarstellerin für einen Golden Globe, den Screen Actors Guild Award und zum zweiten Mal für einen Oscar nominiert. IMDb-Wertung: 7,6

#4: 21 Gramm

In "21 Gramm" sehen wir Naomi Watts als Frau, die ihre gesamte Familie bei einem Autounfall verlor und ihr Leben nur im Drogenrausch erträgt. Gemeinsam mit Sean Penn, dem das Herz ihres verstorbenen Mannes das Leben rettete, schmiedet sie einen fatalen Racheplan.

 

Warum muss man den Film gesehen haben? Dieses Drama stellt die ganz großen Fragen: Was ist ein Leben wert? Wie schwer wiegt Schuld? Und gibt es überhaupt so etwas wie Gerechtigkeit? "21 Gramm" findet keine einfachen Antworten darauf. Stattdessen schickt Regisseur Alejandro González Iñárritu den Zuschauer auf eine Achterbahnfahrt, wobei er drei Einzelschicksale zu einer emotional packenden Geschichte verwebt (dieses Kunststück verfeinerte Iñárritu noch einmal in seinem darauf folgenden Werk BABEL). Für diese Rolle erhielt Watts ihre erste Oscar-Nominierung als Beste Hauptdarstellerin. IMDb-Wertung: 7,7

#3: Tödliche Versprechen

In David Cronenbergs Thriller TÖDLICHE VERSPRECHEN findet die Hebamme Anna (Naomi Watts) das Tagebuch eines verstorbenen Mädchens, das gerade ein Kind zur Welt gebracht hat. Ihre Neugier führt die mutige Anna geradewegs in die düsteren Fänge der russischen Mafia.

 

Warum muss man den Film gesehen haben? Viggo Mortensen. Kämpft. Nackt. In einem Dampfbad. Aber da ist natürlich noch viel mehr, was den Film auszeichnet. Die authentische Darstellung des mafiösen Milieus, Armin Mueller-Stahl als Mafiaoberhaupt. Und nicht zuletzt eben Naomi Watts, die einem unheimlichen Verbrechen auf die Spur kommt und ihren Weg mutig weiter geht - auch, als sie damit ihr Leben in Gefahr bringt. IMDb-Wertung: 7,7

 

#2 Birdman oder (Die unverhoffe Macht der Ahnungslosigkeit)

"Birdman" wirft einen zynischen Blick hinter die Kulissen des Broadways. Da prallen riesige Egos und Minderwertigkeitskomplexe aufeinander, dass es nur so knallt. Und mittendrin Naomi Watts, Eward Norton, Emma Stone und natürlich Michael Keaton.

Warum muss man den Film gesehen haben? "Birdman" schlug bei sämtlichen Preisverleihungen ein wie eine Bombe. Er räumte u.a. Oscars in allen wichtigen Kategorien ab, ganze drei gingen an Alejandro G. Iñárritu (Bester Film, Beste Regie, Bestes Originaldrehbuch). Sehenswert macht ihn auch die außergewöhnliche Schnitttechnik, die den Zuschauer glauben lässt, der größte Teil des Films wäre in einer einzigen Kamerafahrt gedreht worden. Aber der beste Grund ist wohl Michael Keaton, der im Film als in Vergessenheit geratener Star ein Comeback versucht - und damit an sein eigenes Schicksal erinnert. Mit "Birdman" ist sein Comeback allerdings fulminant gelungen. IMDb-Wertung: 7,8

#1: Mullholland Drive

In David Lynchs Thriller begegnet die ahnungslose Betty (Naomi Watts) einer mysteriösen Frau (Laura Harring), die in der Wohnung ihrer Tante Zuflucht sucht. Sie hatte einen Unfall auf dem "Mulholland Drive" und ist vollkommen verwirrt. Betty ist von der geheimnisvollen Frau fasziniert und bietet ihr ihre Hilfe an.

Warum muss man den Film gesehen haben? Die BBC befragte kürzlich 177 Film- und Kulturkritiker aus 36 Ländern nach dem besten Film des 21. Jahrhunderts. "Mulholland Drive" ging aus dieser Umfrage überraschend als Sieger hervor. Allein Naomi Watts' Darstellung macht den Film schon absolut sehenswert. IMDb-Wertung: 8,0

Der Filmkritiker Peter Bradshaw (The Guardian) sah Watts bereits als Oscar-Gewinnerin:

"Dieser Film hat vor allem eines: die erstklassige, alles überragende, schillernde Star-Performance von Naomi Watts. Ihr Gesichtsausdruck verwandelt sich auf wundersame Weise von strahlend-schön zu einem wahnsinnigen, tränenerfüllten, hässlichen Starren."

 

In ALLE FARBEN DES LEBENS beweist Naomi Watts noch einmal Mut für eine Rolle abseits des Hollywood-Glamours. Dem Drama gelingt es, das sensible Thema Geschlechtsidentität mit genug Fingerspitzengefühl und einem erfrischenden Humor (dank Susan Sarandon als temperamentvoller Oma) zu verbinden. Als alleinerziehende Mutter unterstützt Naomi Watts ihre Tochter Ray (Elle Fannings) dabei, ihr wahres Ich zu finden - inklusive einer kompletten Geschlechtsumwandlung.

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Bildrechte: Universum Film, Universal Pictures, Ascot Elite Home Entertainment, Concorde, Paramount Home Entertainment, 20th Century Fox

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