DER PIANIST

JETZT AUF BLU-RAY, DVD & DIGITAL

Inhalt

DER PIANIST

DER PIANIST von Roman Polanski war sicherlich der große Gewinner der diesjährigen Internationalen Filmfestspiele von Cannes: Begleitet von großem Beifall ehrte die Jury unter Vorsitz von David Lynch den bislang wohl persönlichsten Film des polnischen Starregisseurs mit der Goldenen Palme. Wenn er die Überlebensgeschichte des jüdischen Chopin-Interpreten Wladyslaw Szpilman im Warschau des Zweiten Weltkrieges erzählt, kommt sich Polanski selbst so nah wie noch nie. Denn das beschriebene Elend, die Qual unerträglicher Demütigungen durch die Deutschen, Fluchterfahrungen und Todesängste sind auch eigene Erlebnisse des Regisseurs. Er selbst entging als Kind nur knapp dem Konzentrationslager, seine Mutter starb in Auschwitz.

„So weit ich zurückdenken kann, ist in meinem Leben die Grenze zwischen Phantasie und Wirklichkeit hoffnungslos verwischt gewesen“, schreibt Polanski in seiner Autobiografie („Roman Polanski von Roman Polanski“). Schon deshalb stand für ihn eigentlich fest, in seinen Filmen nie aus der eigenen Geschichte zu erzählen. Gleichzeitig hatte ihn aber die schmerzhafte Phase polnischer Geschichte schon lange als Filmstoff fasziniert. Als er dann auf das Buch „Das wunderbare Überleben“ (1998, Econ Verlag) von Wladyslaw Szpilman stieß, das die unglaubliche aber dennoch wahre Geschichte vom Überleben des polnisch-jüdischen Pianisten erzählt, wusste Polanski, dass er einen neuen Filmstoff gefunden hatte. „Szpilmans Buch fügt der bekannten Leidensgeschichte polnischer Juden nicht einfach ein weiteres Kapitel hinzu“, betonte Polanski auf einer Pressekonferenz, die er im März 2001 in Warschau gab. „Es ist aus der Perspektive eines Mannes geschrieben, der die Greuel der Nazizeit erlebt und aller Wahrscheinlichkeit zum Trotz überlebt hat“. Szpilman beschreibt in seinen Memoiren packend und doch nicht ohne selbstironische Distanz seine wunderbare Rettung durch einen deutschen Offizier, der nicht erst am Ende des Krieges und mit der Niederlage der Deutschen die Menschlichkeit entdeckte. Als Hauptmann Wilm Hosenfeld Szpilman nicht verriet, sondern sogar mit Nahrung versorgte, riskierte er die eigene Sicherheit – ein ergreifendes Beispiel von Zivilcourage, die vielen im Krieg abhanden gekommen war.

Warschau 1939: Mit dem Einmarsch der Deutschen in Polen beginnt auch für den gefeierten polnisch-jüdischen Pianisten Wladyslaw Szpilman (Adrien Brody) die Zeit des Leids. Nachdem er der Todesfalle des Warschauer Ghettos nur mit viel Glück und dank der Hilfe des polnischen Untergrunds entkommen konnte, geistert er allein und voller Angst durch die entvölkerte Metropole. Ein Offizier der deutschen Wehrmacht erwischt Szpilman und... erschießt ihn nicht. Im Gegenteil - er rettet ihm das Leben.

Bilder

DER PIANIST - Bild 1 DER PIANIST - Bild 2 DER PIANIST - Bild 3 DER PIANIST - Bild 4

Filminfo

Details

Kinostart 24.10.2002
Genre Drama
Länge 143 Minuten
FSK ab 12 jahren

Stab

Regisseur/Produzent Roman Polanski
Produzenten Robert Benmussa & Alain Sarde
Co-Produzent Gene Gutowski
Herstellungsleitung Lew Rywin, Timothy Burrill
Produktionsleitung Rainer Schaper
Drehbuch Ronald Harwood
Ausstattung Allan Starski
Kamera Pawel Edelman
Kostüme Anna Sheppard

Besetzung

Wladyslaw Szpilman Adrien Brody
Der deutsche Offizier Thomas Kretschmann
Der Vater Frank Finlay
Die Mutter Maureen Lipman
Henryk Ed Stoppard
Regina Julia Rayner
Halina Jessica Kate Meyer
Dorota Emilia Fox
Janina Ruth Platt

Magazin

Mit unserem kostenlosen Online-Magazin bleiben Sie immer informiert.
Jetzt einfach hier eintragen und abonnieren!