Paris kann warten

Debüt mit 81 Jahren: 9 Fragen an Regisseurin Eleanor Coppola

Viele Jahre stärkte Eleanor Coppola ihrem Ehemann den Rücken, dem fünfachen Oscarpreisträger Francis Ford Coppola. Mit 81 Jahren rückt sie nun aber selbst ins Licht der Aufmerksamkeit, mit ihrem Spielfilm-Regiedebüt PARIS KANN WARTEN.

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Kein Wunder, dass sich im Augenblick sämtliche Zeitungen, Fernsehsender und Magazine um ein Interview mit der Frau reißen, deren Alter sich anscheinend überhaupt nicht bemerkbar machen will. Mit fast schon jugendlicher Forschheit stand Eleanor Coppola zahlreichen Medien Rede und Antwort, was zum Teil unvergleichliche Zitate hervorbrachte. Die besten hiervon haben wir uns herausgepickt, um sie dir vorzustellen.

Eleanor Coppola über ihre Ehe mit Francis Ford Coppola

55 Jahre Ehe in Hollywood sind keine Selbstverständlichkeit. Da wollte die BILD AM SONNTAG natürlich wissen, wieso es zwischen ihr und ihrem Mann so hervorragend läuft. Eleanors Antwort ist so einfach wie genial:

„Das Geheimnis einer langen Ehe ist ganz simpel: sich nicht scheiden lassen!“

Das Ganze führte sie dann noch etwas weiter aus:

„Nur, weil dein Ehemann Fehler hat, musst du nicht sofort mit einem anderen in den Sonnenuntergang reiten. Ein anderer Mann ist nicht immer die richtige Antwort!“

...über eine mögliche Zusammenarbeit mit ihrem Ehemann

Liegt es da nicht auch nahe, dass die beiden als Regie-Duo mal zusammen einen Film drehen? Das wollte WELT.DE von der gebürtigen Kalifornierin wissen. Doch diese reagiert darauf eher skeptisch:

„Ich stelle mir nie vor, wie es wäre, einen Film mit Francis zusammen zu machen. Seine Perspektive ist eine ganz andere als meine.“

...über die Bedeutung des Regieführens

Im gleichen Interview machte sie jedoch mit einem markanten Vergleich klar, was ihr das Inszenieren von Filmen bedeute:

„Das Filmemachen ist für mich wie Heroin.“

...über die Entscheidung, PARIS KANN WARTEN zu drehen

Dass Eleanor Coppola anfangs aber gar nicht in Erwägung zog, bei dem Film selbst Regie zu führen, erzählte sie DEUTSCHLANDFUNK KULTUR in einem Gespräch, das du dir hier anhören kannst:

„Ich habe keine Regisseurin gefunden, die mich überzeugen konnte. [...] Und mein Ehemann, Francis, der saß eines Morgens beim Frühstück und sah mich so aufgeschmissen und meinte nur, wieso machst du es nicht einfach selber. Das traf mich wie ein Blitz. Ich war geschockt! Ich habe mich nie in der Rolle der Regisseurin gesehen. Aber dann dachte ich mir, warum nicht. Also habe ich mich vorbereitet, habe sogar Unterricht im Regieführen und Schauspielen genommen."

...über die Inspiration zu PARIS KANN WARTEN

Im Interview mit KURIER.AT sprach sie darüber, dass die Idee zu der Geschichte ihres Films auf wahren Begebenheiten beruht:

„Ich habe mit einem Franzosen einen spontanen Roadtrip unternommen – und dieses Erlebnis hat mir die Augen geöffnet. Mein Leben war immer angefüllt mit Terminen und Pflichten, die mich getrieben haben. Auf diesem Trip hatte ich plötzlich Zeit, und außerdem sind einige sehr witzige Dinge passiert. Als ich die zu Hause einer Freundin erzählt habe, meinte sie: Das wäre ein Film, den ich gerne sehen würde."

...über die Darstellung des Essens in ihrem Film

Neben Diane Lane, Arnaud Viard und Alec Baldwin nimmt vor allem die französische Küche eine besondere Rolle in PARIS KANN WARTEN ein. DEUTSCHLANDFUNK KULTUR brachte in Erfahrung, warum das genau so von der Regisseurin gewollt war:

„Essen kann ja auch sehr sexy sein. Auch allein der Akt des Essens kann ja schon viel über einen sagen. Aber ich wollte auch, dass die Speisen im Film zu einer ganz eigenen Filmfigur werden. Aber ich mag Essen auch, so einfach ist das. Und ja, auch ich fotografiere sehr gerne schön aussehendes Essen."

...über ihre Zukunft als Filmemacherin

Erfolgsdruck verspürt Eleanor Coppola laut ihrer Aussage gegenüber der BILD AM SONNTAG keineswegs:

„Wenn er [PARIS KANN WARTEN] kein Erfolg wird, wird das meine Karriere nicht beenden. Wenn er ein Erfolg wird, wird er mich nicht in neue Höhen hieven."

Ob es zu einem weiteren Spielfilm von ihr kommen wird, ließ die 81-jährige dennoch offen, wie sie DIEPRESSE.COM mitteilte:

„Ich habe gerade zwei Kurzfilme gemacht, das macht mir sehr großen Spaß – vielleicht drehe ich noch ein paar, und stelle sie zu einem Episodenfilm zusammen, sehen wir mal. Aber ich mag nicht noch einmal sechs Jahre für die Finanzierung eines Langfilms aufwenden. In meinem Alter ist das vielleicht nicht die beste Idee."

...über ihre Tochter Sofia Coppola als Vorbild

So wenig sie auch mit der Art der Filme ihres Mannes anfangen kann, über das Werk ihrer Tochter Sofia (SOMEWHERETHE BLING RING) hat Eleanor eine ganz andere Meinung, wie sie KURIER.AT verriet. Speziell einer von Sofias Filmen diente ihr als Inspiration:

„Leute haben mich oft gefragt, ob ich eifersüchtig auf Francis’ Filme bin und ob ich auch gerne Filme machen würde wie er. Aber es gibt keinen Film von ihm, den ich hätte machen wollen. Das hätte mir nicht entsprochen. Doch bei „Lost in Translation" war das anders, weil Sofia ihre persönlichen Erfahrungen in die Fiktion einfließen ließ. Das hat mich sehr inspiriert."

Wie das Töchterchen selbst auf das Regiedebüt ihrer Mutter reagierte, wollte DIEPRESSE.COM von Eleanor wissen:

„Sofia ist so beschäftigt mit ihrem eigenen Leben und ihren eigenen Filmen, sie hat nicht viel mehr gesagt als: „Ja, toll, Mama.“ Aber als sie dann den fertigen Film gesehen hat, hat sie es gar nicht fassen können. „Mama, du hast es geschafft, du hast tatsächlich einen Film gedreht!” Unsere Kinder sehen uns ja meist nur als Eltern. Sie ahnen gar nicht, dass sich dahinter richtige Menschen verbergen, die Dinge schaffen und Träume haben."

...über die Besetzung von Diane Lane und Arnaud Viard in PARIS KANN WARTEN

Mit Diane Lane und Arnaud Viard hat Eleanor Coppola die perfekten Darsteller für die Charaktere Anne und Jacques gefunden, die in PARIS KANN WARTEN auf einem kulinarischen Roadtrip zueinander finden. FILMBIZNEWS.DE war neugierig, warum sie sich für die beiden entschieden hat:

„Diane ist mit sieben Jahren Schauspielerin geworden und ein absoluter Profi. Ich kenne sie von den Filmen, die sie mit Francis gemacht hat. Ich konnte mich also persönlich davon überzeugen, was für eine tolle Schauspielerin sie ist. Für PARIS KANN WARTEN war ich auf der Suche nach einer Schauspielerin, die jeden Frauentyp verkörpern kann. Über ihre Zusage habe ich mich unheimlich gefreut. Sie war immer bestens vorbereitet und verbreitete gute Stimmung. Und Arnaud verfügt über diesen speziellen Charme, der den Franzosen eigen ist. Es war tatsächlich seine erste Rolle, die er auf Englisch absolviert hat. Das merkt man ihm überhaupt nicht an. Er ist sehr experimentierfreudig und immer sorgfältig vorbereitet und mit ganzem Herzen bei der Sache."

Wie das Zusammenspiel der beiden Hauptdarsteller funktioniert und warum Alec Baldwin als Michael hier so skeptisch dreinschaut, erfährst du aktuell im Kino.

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Bildrechte: Paramount Pictures, American Zoetrope, Highlight Film

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