Alles Geld der Welt

Die 7 besten Filme von Kultregisseur Ridley Scott

Sein Name steht für Qualität: Ridley Scott gehört zu den bekanntesten und erfolgreichsten Regisseuren Hollywoods. Seit mehr als 50 Jahren steht der Brite nun schon hinter der Kamera und bewies von Anfang an ein Gespür für ästhetisch und erzählerisch anspruchsvolle Werke in fast allen Genres.

Auch mit mittlerweile 80 Jahren hat Scott nichts von diesem Gespür verloren, wie sein neuer Film ALLES GELD DER WELT beweist, der jetzt in den Kinos läuft. Bei den diesjährigen Golden Globe Awards wurde der Filmemacher für seinen spannungsgeladenen Entführungsthriller mit einer Nominierung als Bester Regisseur geehrt. Einer von vielen Höhepunkten seiner erfolgreichen Filmkarriere. Robert vom TOBIS Filmclub hat die besten Filme des Kultregisseurs im folgenden Video nach ihrer Wertung auf der weltbekannten Online-Filmdatenbank IMDb geordnet. Direkt darunter findest du die gesamte Top 7 mit allen Highlights auch zum Nachlesen.

 

Platz #7: „Die Duellisten“ (1977)

In seinem Kinodebüt „Die Duellisten“ nahm Ridley Scott den Titel wörtlich und schickte zwei Männer in einen 15 Jahre andauernden Kampf auf Leben und Tod. Die Adaption der Joseph Conrad-Erzählung „Das Duell“ dreht sich um die Husarenoffiziere D'Hubert und Feraud, die beide zur Armee von Napoleon Bonaparte gehören. Aufgrund einer Bagatelle werden die zwei Männer schließlich zu erbitterten Feinden, die sich im Laufe der Jahre gleich mehrmals duellieren. Für die Hauptrollen besetzte Scott die Schauspieler Keith Carradine („Dexter“) und Harvey Keitel (MOONRISE KINGDOM).

© Paramount

Schon damals zauberte Ridley Scott geradezu malerische Bilder auf die große Leinwand, die den perfekten Rahmen für die mitreißende Geschichte um Stolz, Rivalität und Verbitterung bildeten. Das Historiendrama legte den Grundstein für seine beeindruckende Karriere und ließ erkennen, dass in ihm ein ganz großer Filmemacher schlummerte. Zudem wusste er schon bei seinem Debüt, wie er seine namhaften Stars in Szenen anleiten musste.

© Paramount

IMDb-Wertung: 7,5

Wenn dir der junge Mann links im Bild bekannt vorkommen sollte... Oscarpreisträger Keith Carradine sah mit 28 „The Killing"-Darsteller Joel Kinnaman in der Tat verblüffend ähnlich. Vermutlich kann sich der Schwede gut ausmalen wie er in 30 Jahren aussehen wird. Aber das nur nebenbei bemerkt ;-) 

Gleichen sich wie ein Ei dem anderen: Keith Carradine und Joel Kinnaman
Links: Keith Carradine in „Die Duellisten" © Paramount, rechts Joel Kinnaman („The Killing", „House of Cards")
„Fargo" mit Darsteller Keith Carradine
Keith Carradine in der TV-Serie „Fargo" © 20th Century Fox
Im TV Kult: „The Big Bang Theory" mit Keith Carradine
Keith Carradine in „The Big Bang Theory" © Warner

Platz #6: „Black Hawk Down“ (2001)

Fast 25 Jahre nach „Die Duellisten“ beleuchtete Ridley Scott einen ganz anderen Krieg. In „Black Hawk Down“ bildet er die „Schlacht von Mogadischu“ nach, die im Oktober 1993 während des Bürgerkriegs in Somalia stattfand und als einer der größten, fehlgeschlagenen Einsätze des US-Militärs gilt. Dessen Soldaten wurden nämlich über dem Einsatzgebiet abgeschossen und mussten sich daraufhin gegen die somalische Miliz zur Wehr setzen. 18 US-Soldaten und etwa 1.000 Somali starben bei diesem Vorfall. „Black Hawk Down“ zeichnet sich vor allem durch eine äußerst intensive Darstellung der Ereignisse aus, die den Zuschauer mitten in das Geschehen zieht.

 

Das actionreiche Kriegsdrama gewann nicht nur 2 Oscars (Ton und Schnitt), sondern erlangte auch die Anerkennung der Kritiker. Neben der technischen Virtuosität dieses Werks überzeugt aber vor allem die tolle Besetzung. Ob Ewan McGregor, Tom Hardy, Eric Bana oder Josh Hartnett - wenn Ridley ruft, lassen sich die Stars nicht zweimal bitten.

© Universum Film

IMDb-Wertung: 7,7

Platz #5: „American Gangster“ (2007)

„Entweder man ist nicht erfolgreich und hat Freunde oder man ist erfolgreich und hat Feinde.“

Nach dieser Devise lebt der Gangsterboss Frank Lucas in Scotts Film aus dem Jahr 2007. „American Gangster“ rückt den skrupellosen Mann ins Zentrum der Handlung, der ein ganzes Drogenimperium aufbaut und dafür auch über Leichen geht.

© Universal Pictures

Hier stützte sich Ridley Scott wieder auf eine wahre Geschichte, denn Frank Lucas gibt es wirklich. Der heute 87-jährige Amerikaner beriet den Regisseur und seine Crew sogar bei den Dreharbeiten. Kein Wunder, dass der Film deshalb sehr authentisch wirkt und so einige Gänsehaut-Momente bereithält. Seinen Teil dazu trägt aber auch Hauptdarsteller Denzel Washington (THE BOOK OF ELI) bei, der als „American Gangster“ eine der besten Leistungen seiner Karriere ablieferte. Als kongenialer Drehpartner stand ihm Russell Crowe (LEBENSZEICHEN) zur Seite, mit dem Ridley Scott insgesamt 5 Filme drehte.

© Universal Pictures

IMDb-Wertung: 7,8

Platz #4: „Der Marsianer - Rettet Mark Watney“ (2015)

Es gibt wohl kaum eine beängstigendere Vorstellung, als mutterseelenallein auf einem anderen Planeten aufzuwachen. Was für die meisten von uns sicherlich nicht besonders wahrscheinlich ist, erlebt Matt Damon („Good Will Hunting“) als Astronaut einer Marsmission genauso in Ridley Scotts Film „Der Marsianer - Rettet Mark Watney“. Nachdem dieser von seinen Kollegen für tot gehalten wird, müssen sie den roten Planeten verlassen und erfahren erst auf dem Rückweg, dass Mark noch am Leben ist. Der Biologe erweist sich jedoch als wahrer Überlebenskämpfer und tut alles, damit seine Rettung gelingen kann.

© 20th Century Fox

„Der Marsianer“ besticht durch atemberaubende Spezialeffekte, eine spannende Geschichte, überraschend viel Humor und seinen exzellenten Hauptdarsteller Matt Damon. 7 Oscarnominierungen waren der Lohn für Scotts wunderbar inszenierten Film. Mit 630 Millionen US-Dollar Umsatz ist dieser zugleich sein bislang erfolgreichster.

 

IMDb-Wertung: 8,0

Platz #3: „Blade Runner“ (1982)

Scotts dritter Spielfilm als Regisseur ist wohl bis heute der einflussreichste seiner ganzen Karriere. Der Science-Fiction-Thriller bot bahnbrechende Spezialeffekte und etablierte eine faszinierend düstere Optik, die seitdem zahlreiche Nachahmer fand.

© Warner Bros.

Das futuristische Los Angeles im Film wurde zudem mit meisterhaftem Produktionsdesign zum Leben erweckt und lässt auch heute noch bei Zuschauern die Kinnladen herunterklappen.

© Warner Bros.

„Blade Runner“ spielt im Jahr 2019 und handelt von einer Welt, in der es künstliche Menschen - sogenannte Replikanten - gibt. Da einige von ihnen sich gegen die Herrschaft der Menschen auflehnen und diese sogar töten, wird der titelgebende „Blade Runner“ Rick Deckard rekrutiert, um die Androiden zur Strecke zu bringen. Gespielt wird Deckard von Harrison Ford, der damals durch seine Verkörperungen von Han Solo in „Krieg der Sterne“ und „Indiana Jones" zur A-Liga Hollywoods gehörte. Durch seine Mitwirkung in Ridley Scotts dystopischem Kultfilm machte er sich unsterblich.

© Warner Bros.

IMDb-Wertung: 8,2

Platz #2: „Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt“ (1979)

Für schlaflose Nächte sorgte Scott Ende der 1970er-Jahre mit seinem Weltraum-Horror „Alien“. Ein blutrünstiges Monster von einem fremden Planeten dezimiert darin die Besatzung eines Raumschiffes und kennt dabei kein Erbarmen. Die klaustrophobische Stimmung verstärkt darüber hinaus die unheimliche Atmosphäre des Films. Ridley Scott schuf so verstörende wie legendäre Szenen, die sich unweigerlich ins Gedächtnis brennen, ob man will oder nicht.

© 20th Century Fox

Nebenbei führte er mit Ellen Ripley eine der stärksten Frauenfiguren des Actiongenres ein und setzte sich damit gegen die Produzenten durch, die eigentlich einen männlichen Helden im Film sehen wollten. Mit Hauptdarstellerin Sigourney Weaver („Avatar“) wurde aber die passende Schauspielerin für die Rolle gefunden. Als mutige, clevere und taffe Offizierin Ripley leistet sie dem schleimigen Biest Widerstand und wurde damit zu einer Ikone der Filmgeschichte. Das „Alien“-Franchise besteht mittlerweile aus insgesamt 8 Filmen. Weitere sollen folgen.

© 20th Century Fox

IMDb-Wertung: 8,5

Platz #1: „Gladiator“ (2000)

„Gefällt es euch nicht? Unterhalte ich euch nicht?“ ruft Hauptdarsteller Russell Crowe in seiner Rolle als Gladiator Maximus in einer bekannten Szene des Films. „DOCH“ müsste unsere Antwort da lauten, denn Ridley Scotts Monumentalfilm ist pure Unterhaltung und lässt keine Wünsche offen. Das fängt schon beim eben erwähnten Helden Maximus an, der von Crowe verletzlich und robust zugleich dargestellt wird, wofür er verdientermaßen den Oscar gewann.

© Universal Pictures

Aber auch Joaquin Phoenix, der seinen Gegenspieler verkörpert, liefert als römischer Kaiser Commodus eine grandiose Vorstellung ab. Selten gab es einen derart fiesen Bösewicht im Kino zu bestaunen.

© Universal Pictures

Und als wäre das nicht schon genug, strotzt der Film nur so vor mitreißenden Momenten, denen man sich nur schwer entziehen kann. Besonders die Gladiatorenkämpfe inszenierte Ridley Scott mit einer packenden Dynamik.

 

Dafür erhielt Scott abermals eine Oscar-Nominierung als Regisseur. Insgesamt wurde „Gladiator“ unglaubliche 12 Mal nominiert und konnte davon 5 Trophäen abstauben, u.a. auch als Bester Film. Ein absolut verdienter Platz 1!

IMDb-Wertung: 8,5

Ridley Scotts neuer Film ALLES GELD DER WELT hat die Top 7 mit einer IMDb-Wertung von 7,1 nur knapp verpasst. Der Thriller nach wahren Begebenheiten dreht sich um die Entführung des 16-jährigen John Paul Getty III (Charlie Plummer) und die Auswirkungen auf dessen Familie. Während seine Mutter Gail (Michelle Williams) verzweifelt um die Befreiung ihres Sohnes kämpft, weigert sich ihr milliardenschwerer Schwiegervater J. Paul Getty (Christopher Plummer), das Lösegeld für seinen Enkel zu bezahlen. Der Fall erregt schnell die Aufmerksamkeit der Medien, als die Kidnapper nach Ablauf des Ultimatums der Presse ein Ohr des Opfers schicken und damit drohen, ihn stückchenweise wieder freizulassen. Ein Stück vom Film siehst du in der folgenden Vorschau.

 

 

Folge uns auch auf Facebook, Instagram und YouTube.

DIESEN ARTIKEL WEITERLEITEN