Bad Moms 2

Die besten Erziehungstipps der BAD MOMS

Mila Kunis, Kristen Bell und Kathryn Hahn sind auch im wahren Leben Mütter und verrieten im Interview ihre besten Erziehungstipps.

Die drei Schauspielerinnen stellten sich für eine kleine Fragerunde mit dem US-Magazin People zur Verfügung und sorgten dabei für spannende Einsichten und einige Geständnisse aus ihrem Alltag als Mütter. Das Interview kannst du dir hier ansehen und direkt darunter in Deutsch mit allen Highlights nachlesen.

 

Noch bevor das Gespräch richtig losgeht, gesteht Kristen Bell schon die erste Kuriosität:

„Es ist mir nicht peinlich, dass ich die Kinder zweimal die Woche im Spülbecken wasche, weil ich keine Zeit für ein richtiges Bad habe."

MILA KUNIS: Das muss dir wirklich nicht peinlich sein.

MILA KUNIS: Mein Name ist Mila Kunis. Ich habe zwei Kinder. Sie sind 3 Jahre und fast 11 Monate.

KRISTEN BELL: Ich bin Kristen Bell und Mutter von einer Viereinhalbjährigen und einer Zweieinhalbjährigen.

KATHRYN HAHN: Und ich bin Susan Sarandon. Ich habe einen wunderschönen Welpen. Ihr Name ist Penny und sie ist großartig. (Alle lachen.)

KATHRYN HAHN: Mein Name ist Kathryn Hahn. Ich bin die Mutter eines fast 11jährigen Jungen, der morgen Geburtstag hat, und einer Tochter, die 8 Jahre alt ist.

Was überrascht dich an dir selbst am meisten im Umgang mit deinen Kindern?

KRISTEN BELL: Ich hätte niemals gedacht, dass ich einmal „Weil ich deine Mutter bin" sagen würde, weil es keine angemessene Antwort ist. Aber manchmal überraschen mich die Fragen meiner Tochter so sehr, dass ich es trotzdem tue. Neuerdings sage ich „Weil ich der Boss bin", um nicht wie meine eigene Mutter zu klingen und weil ich nun mal die Verantwortung trage. Das ist für die Kinder irgendwie besser nachvollziehbar.

KRISTEN BELL: Und manchmal sitze ich in der Küche und rufe nur: „Hey, wer ist hier der Boss?" Und sie antworten: „Das bist du!" Das funktioniert super und ist schon ein bisschen wie Gehirnwäsche.

KATHRYN HAHN: Das macht sie mit uns auch immer.

KRISTEN BELL:

Wer ist der Boss?

Gibt es Momente, in denen du dich als Mutter schuldig fühlst?

MILA KUNIS: Die einzige Sache, bei der ich mich schuldig fühle und sogar entschuldige, ist, wenn ich überreagiere. Selbst, wenn meine Tochter manchmal nicht versteht, warum ich um Verzeihung bitte, sage ich ihr, dass Mami die Situation nicht gut bewältigt hat.

KRISTEN BELL: Das finde ich super!

KATHRYN HAHN: Meine Kinder spielen manchmal viel länger mit ihren iPads, als ich es ihnen erlaubt habe.

MILA KUNIS: Und du hast keine Schuldgefühle.

KATHRYN HAHN: Nein. Aber es war überraschend für mich, dass ich mich nicht schuldig fühle, weil ich eigentlich immer gegen Bildschirme aller Art war.

MILA KUNIS: Ich bin immer solange gegen Bildschirme, bis ich merke: Bildschirme sind großartig!

Habt ihr einen Ratschlag zur gemeinsamen Erziehung mit dem Partner?

MILA KUNIS: Es ist vielleicht nicht die gängigste Antwort, aber unsere Ehemänner sind phänomenal.

KRISTEN BELL: Sie haben eigentlich keine Wahl, weil wir sie sonst richtig bloßstellen, wenn sie ihren Job nicht machen. Ich weiß allerdings nicht, ob das der beste Ratschlag ist, den ich geben kann. Aber...

KATHRYN HAHN:

Wer ist der Boss?

KRISTEN BELL: Wenn dein Partner deine Erwartungen nicht erfüllt, sage ihm das nicht so direkt. Sage ihm, dass du dich überfordert fühlst, du das nicht alleine machen kannst und Hilfe brauchst.

Beginne deine Argumentation immer mit dir selbst, immer mit einem „Ich"-Statement.

KRISTEN BELL: Außerdem ist der Moment, in dem du mit ihm redest, entscheidend. Sprich ihn beispielsweise nicht an, wenn er gerade Fernsehen guckt.

KATHRYN HAHN: Klar. Mich kann man auch nicht ansprechen, wenn ich gerade fernsehe.

MILA KUNIS: Mich sollte man besser nicht ansprechen, wenn gerade Hunger habe.

KRISTEN BELL: Man sollte nicht annehmen, dass er reden will, nur weil du gerade reden willst.

MILA KUNIS: Und sprich nicht sofort mit ihm, wenn er gerade von der Arbeit nach Hause kommt. Gib ihm eine Minute.

Rede mit ihm nach dem Sex. Das ist die beste Zeit!

In einem weiteren Ausschnitt des Interviews mit People verrieten die drei Stars außerdem die besten Ratschläge ihrer eigenen Mütter:

 

MILA KUNIS: Als meine Tochter Wyatt vielleicht zwei Tage alt war, hielt ich sie im Arm und meine Mutter sah sie an und meinte plötzlich: „Guck mal. Sie pullert."

MILA KUNIS: Und ich dachte mir nur, woher will sie das wissen? Die Kleine hatte ja gerade ihre Windeln an. Sie sah es an ihrem Gesicht, weil sich ihre Nasenflügel weiteten und eine kleine Stelle über der Lippe weiß wurde. Sowas weiß nur eine Mutter! Ich hätte das sonst nie im Leben gewusst.

KATHRYN HAHN: Meine Mutter gab mir zwei besondere Ratschläge. Der eine lautete:

„Die Tage sind lang, aber die Jahre sind kurz."

KATHRYN HAHN: Und der andere war: „Wenn du zweifelst, hör auf damit!" Das ist eine wirklich gute Lebensweisheit, denn wenn du unsicher bist, gibt es einen Grund dafür.

KRISTEN BELL: Meine Mutter gab mir das weiter, was auch schon meine Großmutter immer sagte:

„Du kannst alles mögliche sein, aber du kannst nicht alles sein."

KATHRYN HAHN: Das ist ein guter Ratschlag!

In einem Gespräch mit dem Internet-Versandhaus Net-A-Porter kam Hauptdarstellerin Mila Kunis auch nochmal ganz alleine zu Wort, um ihre Erfahrungen als Mutter mit der Welt zu teilen:

Die 34-jährige fasst darin ihren normalen Alltag als Mutter und Hollywood-Star wie folgt zusammen:

„Wenn du Filme machst, drehst du für 16 bis 17 Stunden am Tag. Dann schläfst du maximal 6 Stunden und gehst am nächsten Tag wieder zurück zur Arbeit. So ist es auch, wenn man ein Baby hat."

Mila will keine Arschlöcher großziehen:

„Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendein Elternteil dafür verantwortlich sein möchte, dass sein Kind zu einem Arschloch heranwächst. [...] Ich möchte ein Kind großziehen, mit dem ich befreundet sein würde."

„Noch ist meine Tochter nicht meine Freundin, sondern meine Tochter. Aber später im Leben, so wie ich mich an die Beziehung mit meiner Mutter erinnere... Als ich in meinen Zwanzigern war, wurde meine Mutter auch zu meiner Freundin."

Die kleine Wyatt Isabelle, die 2014 als erstes Kind von Mila und Ihrem Ehemann Ashton Kutcher das Licht der Welt erblickte, scheint jedoch noch sehr beratungsresistent zu sein:

„Ich sage ihr, dass sie sich weder Plastik, Glas noch rohe Eier in den Mund stecken soll. Das ist einfach gesunder Menschenverstand, allerdings nicht für ein dreijähriges Mädchen."

So ganz nach Lehrbuch verhält sich aber auch eine verantwortungsbewusste Mutter wie Mila Kunis nicht immer:

„Meine Tochter benutzte neulich das Wort 'Fuck'. Ashton und ich schauten uns nur an, gingen außer Hörweite und mussten heimlich darüber lachen. Ich bin nicht stolz darauf."

Eine Sache funktioniert in der Erziehung ihrer Kinder dafür ganz besonders gut:

„Morgens haben wir unsere Kinder glücklicherweise komplett unter Kontrolle. Wir haben da alles komplett durchgeplant. Schon am Abend vorher werden die Klamotten für unsere Tochter rausgesucht und ich mache ihr Lunchpaket fertig. Morgens kommt das dann einfach aus dem Kühlschrank. Wir wachen auf und einer von uns kümmert sich um das Baby. Meistens ich, weil ich es dann gleich stille. Ashton kümmert sich dann um Wyatt, zieht sie an, putzt mit ihr Zähne und geht mit ihr aufs Töpfchen. Dann essen wir Frühstück, plaudern ein bisschen, spielen etwas Musik und sie geht zum Hort. Fertig!"


„Mein Erziehungstipp: Hör auf niemanden! Du findest es schon alleine raus."

Auch interessant: So sind die BAD MOMS im wahren Leben

Es zeigt sich also: Auch eine „Bad Mom" kann eine gute Mutter sein. Daran lassen die drei Freundinnen Amy (Mila Kunis), Kiki (Kristen Bell) und Carla (Kathryn Hahn) in BAD MOMS 2 absolut keinen Zweifel. Beide Filme bieten ebenfalls so einige lernenswerte Lektionen und das ganz ohne erhobenen Zeigefinger. 5 Erziehungstipps aus den BAD MOMS-Filmen haben wir im Folgenden für dich zusammen gestellt. 

1. Unterstützung statt Überwachung

Als Eltern will man seine Kinder selbstverständlich vor Problemen und jeglichem Schaden schützen, so gut es geht. Dass das praktisch unmöglich ist, sollte jedoch unbedingt in Fleisch und Blut übergehen. Es bringt nichts, seine Kinder auf Schritt und Tritt zu begleiten wie ein Schatten. Das engt ein und bewirkt oft das Gegenteil von einer gesunden Beziehung zum eigenen Kind, so wie bei Kiki und ihrer anhänglichen Mutter Sandy (Cheryl Hines).

 

Wichtig hingegen ist, ein Gefühl von Unterstützung zu vermitteln. Zeig deinen Kindern, dass du ihr sicherer Rückhalt bist, wenn sie Hilfe brauchen. Aber gib ihnen auch den Freiraum, ihre eigenen Erfahrungen machen zu können. So werden sie lernen, viele Hindernisse selbst zu meistern und entwickeln sich zu eigenständigen Persönlichkeiten.

2. Spaß muss sein!

Jeder Alltag besteht aus Pflichten und Stress. Davon können viele Elternteile ein Liedchen singen.

Auch unsere Kinder lernen das im Leben früh genug. Umso wichtiger ist es, einen Ausgleich zu bieten, gemeinsam Spaß zu haben und lustige Dinge zu unternehmen. Das schweißt zusammen. Eltern sollten nicht einfach nur Eltern sein, sondern auch Freunde, mit denen man gemeinsam lachen kann. Wenn deine Kinder sehen, dass du gelegentlich für albernen Spaß zu haben bist, betrachten sie dich gleich mit anderen Augen.

3. Mit den Augen eines Kindes

Natürlich hast du im Vergleich zu deinen Kindern den Vorteil der größeren Lebenserfahrung. Diese solltest du auch nutzen, um ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Vergiss jedoch nicht, dass auch du mal jung und unerfahren warst. Wenn du bei Erziehungsfragen an deine Grenzen kommst, versuche, die Perspektive zu wechseln und dich auch mal in ihre Lage zu versetzen.

Dieser Trick lässt dich in besonders stressigen Situationen womöglich einen kühlen Kopf bewahren. Vielleicht liegt die Lösung des Problems viel näher als du zunächst dachtest. Wenn du also kurz vorm Verzweifeln bist, atme tief durch und erinnere dich daran, wie du dich selbst als Kind gefühlt hättest. Deine Liebsten werden es dir danken.

4. Achte auf deine Wortwahl

Bei aller Offenheit solltest du in Anwesenheit deiner Kinder aufpassen, was du sagst oder tust, wie diese Szene aus dem Trailer zu BAD MOMS 2 eindrucksvoll zeigt ;-)

 

5. Auch Eltern machen Fehler

Niemand ist perfekt! Schon gar nicht die BAD MOMS. Lass auf gar keinen Fall das allwissende Superelternteil raushängen, sondern gib auch mal zu, wenn etwas schief gelaufen ist.

Wenn deine Kinder lernen, dass Fehler einfach nur menschlich sind, werden sie sich später viel weniger unter Druck gesetzt fühlen. In BAD MOMS 2 leidet Mila Kunis als Amy unter dem Perfektionsdrang ihrer Mutter Ruth (Christine Baranski). Wohin das führt, lässt sich in diesem Clip erahnen.

 

Auch nur einige dieser Ratschläge zu beherzigen, kann bei der Kindererziehung wahre Wunder bewirken. Mehr Tipps von den BAD MOMS gibt es nur im Kino. Wo und wann der Film gezeigt wird, verrät dir ein Klick auf diesen Button:

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