ZU GUTER LETZT

Endlich wieder im Kino: Anne Heche im Ensemble von ZU GUTER LETZT

Schauspiel-Ikone Shirley MacLaine, Hollywood-Schönheit Amanda Seyfried und die kleine Ann Jewel Lee Dixon sind das Trio Infernale der neuen Komödie ZU GUTER LETZT. Aber auch in zweiter Reihe stoßen wir auf viele bekannte Gesichter...

Seit 1937 gibt es bei den Oscars® nun schon die Kategorie für die Besten Nebendarsteller. Dennoch stehen sie oft im Schatten der Hauptrollen. In ZU GUTER LETZT, jetzt neu im Kino, tummeln sich so viele bekannte Gesichter, dass wir sie hier gern verdienter Maßen ins Scheinwerferlicht holen und kurz vorstellen wollen. Los geht es mit dem vielleicht bekanntesten Gesicht:

Anne Heche spielt Elizabeth Lauler

In ZU GUTER LETZT spielt die amerikanische Schauspielerin Shirley MacLaines Filmtochter. Und der Apfel fällt hier wirklich nicht weit vom Stamm.

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Ihr Gesicht und ihr Talent lieben wir seit Jahren, aber woher kennen wir Anne Heche eigentlich genau? Viele werden sich noch an ihren größten Kinoerfolg erinnern können. „Sechs Tage, sieben Nächte“ (1998) lockte hierzulande fast 1,5 Millionen Besucher in die Kinos. In dem launigen Mix aus Komödie und Abenteuerfilm strandet sie zusammen mit Harrison Ford auf einer einsamen Insel.

Fast wurde ihr die Rolle in „Sechs Tage sieben Nächte" allerdings verwehrt, da ihr Privatleben zu jener Zeit für zu viel Wirbel gesorgt hatte. Doch Megastar Harrison Ford wollte sie unbedingt in der weiblichen Hauptrolle sehen und setzte sich für sie ein. Mit Erfolg. Die Chemie zwischen den beiden stimmte und sorgte für viel Lob bei den Kritikern.

Anne Heche, die 1969 in Ohio geboren wurde, bewies bereits im Schultheater ihr Talent, bevor sie nach New York ging, um eine professionelle Schauspielkarriere zu beginnen. Doch erst im Jahr 1987 ergatterte sie ihre erste Rolle vor der Kamera in der Seifenoper „Another World“ und wurde dafür sogleich für den Daytime Emmy nominiert. Zwei Jahre später erhielt sie den Preis sogar und blieb der Serie insgesamt 40 Episoden lang bis 1992 treu.

Nach ihrem Einstieg beim Fernsehen und einigen kleinen Rollen in Filmen wie „Die Abenteuer von Huck Finn“ (1993), „Taschengeld“ (1994) oder „Haus der stummen Schreie“ (1996), wurde 1997 zu ihrem großen Jahr. Zunächst bekam sie die Rolle von Johnny Depps Ehefrau im Mafia-Drama „Donnie Brasco“.

Der Katastrophenfilm „Volcano“ (1997) wurde ihre erste große Hauptrolle. Darin spielte sie eine Geologin, die, gemeinsam mit Tommy Lee Jones, Los Angeles vor einem ausbrechenden Vulkan retten muss. Leider wurde der Film auch selbst eine ziemliche Katastrophe und floppte sowohl an den Kinokassen als auch bei den Kritikern.

Besser lief es mit „Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast", der auf der neuen Horrorwelle Ende der 90er Jahre mitschwamm und überraschend zum Kassenhit wurde.

Auch für die Komödie „Wag the dog – Wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt“ drehte Anne Heche 1997 und stand dafür erstmalig mit den Hollywoodgrößen Dustin Hoffman und Robert De Niro vor der Kamera. Die Satire, die Politik und Showbusiness mit sehr schwarzem Humor aufs Korn nimmt, erhielt zahlreiche Preise und wurde für zwei Oscars nominiert. Heche selbst erhielt eine Nominierung bei den Golden Satellite Awards.

1997 geriet sie aber nicht nur aufgrund ihrer Filmauswahl in den Fokus der Klatschpresse, sondern auch wegen ihres Privatlebens. Sie outete sich, mit Talkmasterin Ellen DeGenres in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung zu leben – absolutes Neuland in den späten 90er Jahren. Das Paar wurde bei jedem ihrer Schritte von Paparazzi verfolgt.

Ihre Beziehung erzeugte viel Wirbel in Hollywood, leider mehr als ihre weitere Rollenauswahl. In der unnötigen Neuverfilmung des Hitchcock-Klassikers „Psycho“ (1998) spielte sie Sekretärin Marion Crane, die auf der Flucht vor ihrem Liebhaber im bekannten Bates-Motel eincheckt und alsbald das Zeitliche segnet. Ein Megaflop und der Beginn einer persönlichen Krise.

Im Jahr 2000 scheiterte zudem noch ihre Beziehung zu DeGeneres. Der nicht allzu große kommerzielle Erfolg ihrer Filme und ihr Liebeskummer stürzten die Schauspielerin in ein tiefes Loch. Sie brauchte einige Zeit, um sich wieder zu berappeln und kehrte schließlich zum Fernsehen zurück. Auch in ihrem Privatleben wurde es wieder ruhiger. 2001 heiratete sie den Kameramann Coley Laffoon. Mit zahlreichen TV-Serien konnte Anne Heche seit Beginn des neuen Jahrtausends an ihre alten Erfolge anknüpfen. Dazu zählen vor allem...

„Ally McBeal“

7 Episoden lang war Anne Heche als Tourette-kranke Melanie West zu sehen, in die sich John Cage (Peter MacNicol) verguckte.

„Everwood"

Von 2004 bis 2005 übernahm sie eine wiederkehrende Rolle in der Emmy-prämierten Serie, die in der fiktiven Bilderbuch-Kleinstadt Everwood in Colorado spielt. Ihre Rolle war zwar nicht allzu groß, aber ein Wegbereiter für das folgende Engagement.

„Men in Trees"

2006 übernahm Anne Heche die Hauptrolle der ABC-Serie „Men in Trees". Die Serie handelt von der Autorin und Lebensratgeberin Marin Frist (Anne Heche), die sich von ihrem untreuen Verlobten trennt und nach Elmo, einer fiktiven Stadt in Alaska, zieht. Am Set lernte sie ihren Kollegen James Tupper kennen und lieben und trennte sich nach 6 Jahren von ihrem Ehemann Coley Laffoon.

„Hung - Um Längen besser"

Die HBO-Serie (2009-2011) handelt von Ray Drecker, einem Lehrer für Geschichte und Sport, der finanzielle Schwierigkeiten hat und deswegen in die Sexbranche einsteigt. „Hung - Um Längen besser" lief hierzulande auf Comedy Central und im Pay-TV bei FOX.

„Saving Me - Nicht schon wieder!"

In der amerikanischen Sitcom spielt Anne Heche die Hauptrolle Beth Harper, die beinahe an einem Sandwich erstickt und danach einen direkten Draht zu Gott hat, gespielt von Betty White :D

„Dig"

Bei RTL Crime lief im letzten Jahr diese US-amerikanische Miniserie mit Jason Isaacs und Anne Heche in den Hauptrollen zweier FBI-Agenten, die während der Untersuchung eines Mordes in Jerusalem auf eine Verschwörung stoßen, deren Wurzeln schon 2000 Jahre zurückreichen.

„Aftermath"

Das aktuellste Serien-Projekt von Anne Heche stammt ebenfalls aus dem letzten Jahr (2016). In „Aftermath" kämpft sie zusammen mit James Tupper, der auch im echten Leben ihr Ehemann ist, in einer postapokalyptischen Welt ums nackte Überleben ihrer Familie.

Außerdem spielte Anne Heche immer wieder in kleinen Independent-Filmen wie EIN TOLLES LEBEN an der Seite von Colin Firth und Emily Blunt mit. Derzeit ist sie vor allem in Theaterproduktionen und am Broadway zu sehen. ZU GUTER LETZT ist ihr erster Kinofilm hierzulande seit „Wild Card" vor zwei Jahren. Immerhin ein Anfang. Dennoch wünschen wir uns deutlich mehr Leinwandmomente mit der kompromisslosen Blondine. Wer kann schon Zähneputzen und Rauchen gleichzeitig? :D

 

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