Der Stern von Indien

Exotisches Indien: Die besten Filme über den Subkontinent

Indien ist mit knapp 1,3 Milliarden Einwohnern das zweitbevölkerungsreichste Land der Erde - ein Schmelztiegel der verschiedensten Kulturen und Religionen. Ein Ort mit vielen Geschichten, faszinierende, bunt schillernd, aber auch düster, tragisch und geheimnisvoll, wie gemacht für das Kino... Filme über Indien erscheinen oft wie Bilderbögen menschlicher Schicksale vor monumentaler Kulisse. Auch jenseits der quietschbunten Musicals aus Bollywood fasziniert uns das Land immer wieder auf der großen Leinwand, bringt uns zum Staunen, Lachen und Weinen. Wir widmen diesen Artikel einem Ranking der besten Filme über Indien von Filmemachern aus der ganzen Welt. Doch zuvor sagen wir dir noch, was dich im neuen Film DER STERN VON INDIEN, der aktuell im Kino läuft, erwartet.

DER STERN VON INDIEN

Delhi, 1947: Lord Mountbatten (Hugh Bonneville, bekannt aus „Paddington" und „Downton Abbey") soll als letzter Vizekönig von Indien die britische Kolonie in die Unabhängigkeit entlassen. Doch das Land wird von schweren Unruhen geschüttelt. Hindus und Moslems begehren gegeneinander auf. Lord Mountbatten und seine engagierte Frau Edwina („Akte X"-Star Gillian Anderson) stehen vor einer schier unlösbaren Mission: einer friedlichen Lösung des Konflikts, an dem die britische Krone selbst Schuld trägt. Die indisch-britische Regisseurin Gurinder Chadha („Kick it like Beckham") schildert mit viel Feingefühl die dramatischen Umstände der Teilung Indiens nach dem Zweiten Weltkrieg und erzählt in opulenten Bildern die Geschichte einer (fast) unmöglichen Liebe. Manish Dayal („Madame Mallory und der Duft von Curry") und Huma Qureshi („Gangs of Wasseypur") spielen das liebende Paar, das genauso auseinandergerissen wird wie das ganze Land.

Platz #9: „Monsoon Wedding“ (2001)

Die indische Regisseurin Mira Nair weiß natürlich, wovon sie spricht, wenn sie in bunten Bildern das Leben verschiedener Charaktere im modernen Indien zeigt, die zwischen Traditionsbewusstsein und Freiheitsdrang schwanken. Im Mittelpunkt steht eine arrangierte Hochzeit, die eine Großfamilie aus dem indischen Staat Punjab in ein Organisations- und Gefühlschaos stürzt, was dem Zuschauer unweigerlich ein Schmunzeln ins Gesicht zaubert.
Eine besondere Bedeutung kommt im Film dem titelgebenden Monsunregen zu, der in der Handlung gewissermaßen als Erlöser fungiert und die Konflikte zwischen den Figuren schließlich wegspült. So enden die Streitereien und der Weg ist frei für Musik und Tanz.
Die Komödie mit klassischen Bollywood-Elementen brachte Regisseurin Mira Nair 2001 den Goldenen Löwen als Bester Film des Filmfestivals in Venedig ein. Bei den Golden Globe Awards wurde das Werk als Bester fremdsprachiger Film nominiert. Die Wertung auf der weltgrößten Filmbewertungsplattform IMDb: 7,4

Platz #8: „The Jungle Book“ (2016)

Viele Puristen zuckten skeptisch zusammen, als Disney den Plan verkündete, eine Real-Neuverfilmung des Zeichentrickklassikers „Das Dschungelbuch“ (1967) auf die große Leinwand zu bringen. Doch die Kritiker verstummten nach Kinostart schnell, denn die Neuauflage von Regisseur Jon Favreau konnte in vielerlei Hinsicht überzeugen.
Besonders die bedeutend ernstere Darstellung der Geschichte um Mogli, Balu und Co. und die atemberaubenden, oscarprämierten Spezialeffekte sorgten für ein unvergessliches Kinoerlebnis. Deutlich wurde das auch am Charakter Shir Khan, der als böser (und perfekt animierter) Tiger dem Menschenjungen Mogli im indischen Dschungel nach dem Leben trachtet.