Gringo

Große Verschwörung im Film? Diese Namen bringen Pech!

Daniel Radcliffe

Ist dir bereits aufgefallen, dass der Name „Harry" Glück bringt, während man als „Harold" vom Pech verfolgt wird? Uns auch nicht – bis wir GRINGO gesehen haben. Die derzeit im Kino laufende Actionkomödie erzählt die total absurde Geschichte, wie aus dem Protagonisten Harold „Harry" wird und deckt nebenbei eine der großen (Film-)Verschwörungen unserer Zeit auf.

Ob es sich dabei nur um eine wirre Theorie handelt oder die beiden Vornamen wirklich für Glück bzw. Pech sorgen, erklärt dir Robert vom TOBIS Filmclub in folgendem Clip. Direkt darunter findest du das Ganze wie immer zum Nachlesen.

 

In GRINGO selbst wird die negative Wirkung des Namens Harold ziemlich schnell deutlich. Der gleichnamige Pharmakonzern-Mitarbeiter (David Oyelowo) ist nämlich ein ganz schöner Pechvogel. Seine Frau betrügt ihn, er steht kurz vor dem Bankrott und seine Chefs sehen in ihm nichts weiter als ein armseliges Würstchen, das sie für ihre Zwecke benutzen können. Da überrascht es eigentlich kaum noch, dass Harold während einer Dienstreise nach Mexiko von einem Drogenkartell entführt wird und ihm bald die Kugeln nur so um die Ohren fliegen.

 

Bei so viel Pech gibt es nur einen Ausweg: Ein neuer Name muss her! Sunny (Amanda Seyfried) empfiehlt Harold, sich einfach Harry zu nennen, denn die vielen berühmten und erfolgreichen Harrys beweisen, dass man mit diesem Namen wohl nur Glück haben kann. Beispiele gefällig? Los geht's!

Harrys sind Gewinner

Der weltberühmte Magier Harry Houdini ist der erste erfolgreiche Harry auf unserer Liste. Er wurde für seine spektakulären Zaubertricks bekannt und inspirierte zahlreiche seiner Nachfolger. Unter anderem ließ er 1918 einen Elefanten auf dem Times Square verschwinden.

Harry Houdini

Auch der 33. Präsident der Vereinigten Staaten, Harry S. Truman, ist ein Beispiel für Gewinnertypen namens Harry. Truman war maßgeblich am Wiederaufbau Westeuropas nach dem 2. Weltkrieg beteiligt und gilt heute als einer der beliebtesten US-Präsidenten des 21. Jahrhunderts.

Harry S. Truman
© Edmonston Studio

Darüber hinaus wurde die Biographie „Truman" von Autor David McCullough mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet. So viel Erfolg sagt doch alles, oder?

Truman
© Simon & Schuster

Und wenn wir schon bei beliebten Harrys sind, dann darf einer natürlich nicht fehlen:

Daniel Radcliffe
© Warner Bros.

Die Rede ist selbstverständlich von Harry Potter, dem Roman- und Filmhelden, der Millionen von Fans auf der ganzen Welt hat. Die Buchreihe von Joanne K. Rowling war ebenso ein Verkaufsschlager wie die 8 Verfilmungen, in denen Daniel Radcliffe in der Titelrolle des Zauberers zu sehen war. Da darf man schon mal applaudieren!

Daniel Radcliffe
© Warner Bros.

Doch es gibt noch weitere Harrys, deren Erfolge die These aus GRINGO unterstützen. Der britische Prinz Harry zum Beispiel, denn der hat jüngst seine große Liebe gefunden und heiratet im Mai 2018 die Schauspielerin Meghan Markle („Suits").

Ein Beitrag geteilt von Prince Harry & Meghan Markle (@whenharrymetmeghan) am <time style=" font-family:Arial,sans-serif; font-size:14px; line-height:17px;" datetime="2017-12-21T12:08:52+00:00">Dez 21, 2017 um 4:08 PST</time>

Auch nicht unbedingt vom Pech verfolgt ist der Sänger Harry Styles. Nach mehreren Erfolgen mit der Boygroup One Direction startete er 2017 als Solokünstler durch. Seine erste Single „Sign of the Times" wurde in Großbritannien und den USA mit Platin ausgezeichnet.

 

Doch damit nicht genug: In Christopher Nolans Kriegsfilm „Dunkirk" feierte der Brite 2017 sein Kinodebüt als Schauspieler und konnte direkt überzeugen.

Aneurin Barnard und Harry Styles
© Warner Bros.

Auch der Dichter Heinrich Heine gehört etwas überraschend auf die „Harry-Liste". Dessen eigentlicher Name lautete nämlich Harry Heine. Er war einer der bedeutendsten deutschen Schriftsteller und schuf u. a. das Versepos „Deutschland. Ein Wintermärchen".

Heinrich Heine

Dass der Name Harry auch im Kino gut funktioniert, bewies die Filmgeschichte immer wieder. Ob etwa Clint Eastwood als „Dirty Harry" (1971)...

Clint Eastwood
© Warner Bros.

...oder Billy Crystal in der Komödie „Harry und Sally" (1989),...

Billy Crystal
© 20th Century Fox

...Harrys im Film sind einfach Kult!

Harolds sind Verlierer

Im Gegensatz dazu stehen die Film-Harolds, denen manchmal sogar ein Kinostarttermin in Deutschland verwehrt bleibt. Die Komödie „Harold" (2008) ist hierzulande nicht nur nie erschienen, der gleichnamige Protagonist ist auch noch ein Teenager mit Halbglatze, der daher zum Außenseiter wird. So sorgte der Name sowohl im Film als auch an den Kinokassen für Pech.

Spencer Breslin
© City Lights Pictures

Auch die Kifferkomödie „Harold & Kumar" (2004) konnte - finanziell gesehen - keinen Eindruck im Kino hinterlassen.

 

Selbst das sonst so erfolgreiche Superhelden-Genre fiel dem Harold-Fluch schon zum Opfer. Die Comicverfilmung „Green Lantern" (2011) entpuppte sich an den Kinokassen als ziemlicher Flop. Ein möglicher Grund? Der bürgerliche Name des von Ryan Reynolds gespielten Titelhelden lautet Harold Jordan.

Ryan Reynolds
© Warner Bros.

Der bekannteste Pechvogel namens Harold dürfte aber ein 70-jähriger Elektriker aus Ungarn sein. Dieser arbeitet nebenbei als Model für Symbolbilder und wurde dadurch zu einem Internetphänomen. Sein gequältes Grinsen und die traurigen Augen ließen die Netzgemeinde glauben, der Mann leide unter großen Schmerzen, weshalb er die Bezeichnung „Hide the Pain Harold" bekam.

© Nyul/Dreamstime.com

Ausnahmen bestätigen die Regel

Falls du aber Harold heißt und gerade in Verzweiflung versinkst: Wie bei jeder Verschwörungstheorie gibt es natürlich auch hier Beispiele, die die oben aufgestellte Behauptung widerlegen. Der Film „Harold and Maude" (1971) gilt beispielsweise als absoluter Kult, obwohl die Hauptfigur den unheilbringenden Namen Harold trägt.

Bud Cort
© Paramount

Der Kameramann Harold Rosson war ebenfalls ein Gewinnertyp. Insgesamt wurde er 5 Mal für den Oscar nominiert und bekam 1937 den Ehrenpreis für seine Arbeit. Sein bekanntester Film ist der Musical-Klassiker „Der Zauberer von Oz" aus dem Jahr 1939.

Ray Bolger und Judy Garland
© Warner Bros.

Ebenso unvergessen ist der Komponist Harold Faltermeyer, der für die Actionkomödie „Beverly Hills Cop" (1984) die weltberühmte Titelmelodie „Axel F" schrieb.

Neben erfolgreichen Harolds gibt es natürlich auch Harrys, für die nicht immer alles glatt läuft. Beweise gibt es in der Kultkomödie „Kevin - Allein zu Haus" (1990), in der sich Verbrecher Harry (Joe Pesci) nicht nur die Finger verbrennt,...

Joe Pesci
© 20th Century Fox

...und in Alfred Hitchcocks Krimispaß „Immer Ärger mit Harry" (1955). Hier ist der titelgebende Harry von Anfang an mausetot und keinen seiner Mitmenschen scheint es sonderlich zu interessieren.

Jerry Mathers und Philip Truex
© Universal Pictures

Ob du die Auswirkungen dieser Theorie schon erlebt hast oder nicht, deinen Spaß wirst du mit GRINGO definitiv haben.

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Die starbesetzte Actionkomödie mit David Oyelowo, Charlize Theron, Joel Edgerton und Amanda Seyfried läuft aktuell im Kino und ist nicht nur für alle Harrys und Harolds dieser Welt sehenswert. Aber überzeuge dich am besten selbst!

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