Paris kann warten

Haariger als Burt Reynolds? 9 kuriose Fakten über Alec Baldwin

Er verjagte Lottergeist „Beetlejuice“, machte „Jagd auf Roter Oktober“ und dachte sich „Wenn Liebe so einfach wäre“. Alec Baldwin stach schon Burt Reynolds als haarigster Star der 80er-Jahre aus und ist seitdem nicht mehr aus Hollywood wegzudenken. 

Alec Baldwin ist nicht nur der älteste, sondern auch mit Abstand der erfolgreichste Bruder des berühmten Baldwin-Schauspieler-Clans. Neu im Kino darf er in der Romantik-Komödie PARIS KANN WARTEN wieder einmal auf der Leinwand glänzen - neben der wunderbaren Diane Lane.

Abgesehen von seinem wuchernden Brusthaar und dem familiären Hintergrund gibt es jedoch noch weitere interessante Fakten zu dem dreifachen Golden Globe-Preisträger. Die findest du direkt unter dem Trailer...

Fakt #1: Vater werden ist nicht schwer…

Alec Baldwin ist vierfacher Vater, was zunächst nicht ungewöhnlich im polygamen Hollywood ist. Drei seiner Kinder kamen jedoch erst in den letzten vier Jahren zur Welt, was den 59-jährigen auch im fortgeschrittenen Alter noch zum Vater werden ließ. Eine gute Figur macht er dabei aber immer noch: 

Aus seiner ersten Ehe mit Hollywood-Star Kim Basinger entsprang im Jahr 1995 Tochter Ireland. Mit seiner zweiten Frau, der Yogalehrerin Hilaria Thomas, bekam er 2013, 2015 und 2016 noch eine weitere Tochter und zwei Söhne. Für den Namen Ireland hat der Schauspieler heute übrigens eine amüsante Erklärung parat:

„Weil sie wunderschön ist, aber ihre Finanzen nicht regeln kann.“

Fakt #2: Die Stimme kennen wir!

Vielleicht hätte Alec seiner ältesten Tochter etwas mehr von seinem eigenen Geschäftssinn mitgeben sollen, denn der Schauspieler hat gleich mehrere Eisen im Feuer. So verdingt er sich beispielsweise auch als Werbesprecher. Seine markante Stimme war u.a. in TV-Spots für Subaru, MTV, Sony und sogar Disney World zu hören. In Deutschland wird er seit Mitte der 1990er-Jahre von Klaus-Dieter Klebsch synchronisiert, der auch immer wieder noch einigen anderen Hollywood-Gesichtern seine Stimme  leiht...

Außerdem betätigt sich Alec Baldwin noch als Schreiberling. Seit 2005 verfasst er regelmäßig Kolumnen für die US-Onlinezeitung The Huffington Post, in denen er über das Filmbusiness, bekannte Persönlichkeiten oder aber auch die politische Lage der USA schreibt. Auch wenn das manchmal zum Verzweifeln ist, der Frust muss raus.

Fakt #3: Baldwin for President

Schon seit Jahren liebäugelt der studierte Politikwissenschaftler damit, in die Politik zu gehen.

„Ja, das ist etwas, woran ich sehr, sehr interessiert bin."

Da gibt es nur zwei Probleme: Der gebürtige New Yorker will nicht weg aus seiner Heimatstadt und er hat gerade erst verstanden, wie Schauspiel funktioniert:

„Jetzt damit aufzuhören, wo es sich gerade richtig gut anfühlt und Spaß macht, wäre eine enorm schwierige Sache. Wenn du alt genug bist, um Hamlet zu verstehen, bist du zu alt ihn zu spielen."

Vielleicht ist seine regelmäßige Donald Trump-Imitation in der US-Sketch-Show „Saturday Night Live“ daher auch als eine Art Aversionstherapie gegen diese politischen Ambitionen zu verstehen.

Auf jeden Fall ist Alec Baldwin als Trump Kult und so überzeugend, dass sogar eine Zeitung aus der Dominikanischen Republik darauf hereinfiel und statt Donald Trump ihn in einem eigentlich seriösen Artikel abdruckte. Ein weiterer Coup gelang ihm zum amerikanischen Unabhängigkeitstag am 4. Juli: Alec Baldwin gab George Washington, der erschreckend an Donald Trump erinnert :D

Fakt #4: Rekordhalter

Apropos „Saturday Night Live“: In der Sketch-Comedy trat Alec Baldwin bis heute fast 20 Mal als Gastgeber auf, mehr als jeder andere. Damit ist er der Rekordhalter in der langjährigen Geschichte der Show.

Auf Platz 2 in dieser Liste steht übrigens Baldwins guter Freund und Kollege Steve Martin („Im Dutzend billiger“) mit 15 Auftritten als Moderator von „Saturday Night Live“. Beide waren nicht nur zusammen in der 2009er-Komödie „Wenn Liebe so einfach wäre“ zu sehen, sondern moderierten 2010 auch gemeinsam die Oscar-Verleihung.

Fakt #5: Spenderherz

Alec Baldwin spendet einen großen Teil seines Einkommens. Nach einem sehr lukrativen Werbedeal mit dem amerikanischen Finanzdienstleister Capital One spendete er fast jeden Groschen, wie er sagt:

„Das machen die meisten, glaube ich. Deshalb habe ich die Werbespots gedreht. Ich bin davon abhängig geworden, das Geld zu spenden."

Und diese Droge ist wesentlich bekömmlicher als Alkohol.

Fakt #6: Discofieber

Bevor er überhaupt in Hollywood Fuß fassen konnte, war Baldwin im legendären New Yorker Nachtclub Studio 54 angestellt. Dort verdiente er sich als Laufbursche und Bedienungshilfe ein paar Dollar hinzu. Wichtige Kontakte für seine Schauspielkarriere konnte er dort laut eigener Aussage allerdings nicht knüpfen. Ob er damals so auf dem Tanzparkett unterwegs war?

Fakt #7: Wofür sich Alec schämt

„Ich hatte eine sehr durchschnittliche Hollywoodkarriere. Die durchschnittliche Karriere besteht darin, dass 25 Prozent deiner Filme gut oder sehr gut sind. 25 Prozent der Filme, die du machst, sind schrecklich. Und die 50 Prozent in der Mitte sind so 'naja'."

Eher schrecklich findet er seine erste und bislang einzige Regiearbeit „Shortcut to Happiness - Der Teufel steckt im Detail“. Immerhin konnte er für diese 2003 Stars wie Anthony Hopkins und Jennifer Love Hewitt als Darsteller gewinnen. Doch leider ging das Produktionsstudio bankrott und die Komödie anschließend durch viele Hände, weshalb der Film erst 2008 veröffentlicht wurde.

Baldwin war mit der neuen Schnittfassung allerdings so unzufrieden, dass er darauf bestand, das Pseudonym Harry Kirkpatrick anstatt seines richtigen Namens zu verwenden.

Fakt #8: Ein Herz für Tiere

Schon seit dem Teenageralter verzichtet Baldwin darauf, Fleisch zu essen, wie er selbst einmal erklärte:

„Ich hörte damit auf, als ich zwischen 10 und 13 Jahre alt war, weil wir Kühe hatten, die ich mit der Flasche aufzog. Sie waren wie meine Haustiere.“

Als 2011 bei ihm eine Vorstufe von Diabetes diagnostiziert wurde, stieg er sogar von einer vegetarischen auf eine vegane Ernährungsweise um. Darüber hinaus engagiert er sich aktiv für den Tierschutz und ist Unterstützer der Tierrechtsorganisation PETA.

Auch privat umgibt er sich gerne mit Tieren. Gemeinsam mit seiner Ex-Frau Kim Basinger hielt er insgesamt 11 Hunde, 7 Katzen – und einen Wolf! Ein tierisches Chaos. Bald verhielten sich die beiden selbst wie Hund und Katz.

Immerhin hielt die Ehe 9 Jahre lang. Um seine jetzige Frau Hilaria, die 31 Jahre jünger als seine Ex-Frau ist, für immer zu binden, möchte er das Eheversprechen übrigens erneuern:

„Ich brauche Bestätigung. Ich muss wissen, dass du immer noch da bist. Ich muss wissen, dass du nicht weggehst."

Fakt #9: Oscar vs. Himbeere

Das Jahr 2004 wird Alec Baldwin wohl nicht so schnell vergessen. Damals war er nämlich sowohl für den Oscar als Bester Nebendarsteller im Las Vegas-Drama „The Cooler – Alles auf Liebe“...

… als auch für eine Goldene Himbeere als Schlechtester Nebendarsteller in der Fantasykomödie „Ein Kater macht Theater“ nominiert.

Dieses „Kunststück“ gelang erst zwei Personen vor ihm, Amy Irving und Christopher Walken.

Im Kino haben auch wir gerade allen Grund zur Freude, Alec Baldwin neben Diane Lane in PARIS KANN WARTEN als Alter Ego von Francis Ford Coppola sehen zu können, der seine Frau für die Arbeit vielleicht etwas zu sehr vernachlässigt. Pikanter Weise ist der fünfache Oscarpreisträger der Ehemann von Regisseurin Eleanor Coppola :)

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