PLÖTZLICH PAPA

Ist das nicht Fleur Delacour aus Harry Potter?

Schon im Trailer zu PLÖTZLICH PAPA fiel sie uns wieder auf: Clémence Poésy, die als überforderte Mutter den sorglosen Single Omar Sy einfach mit dem kleinen süßen Baby am Bootssteg stehen lässt. In der „Harry Potter"-Reihe spielte sie noch die französische Hexe Fleur Delacour. Doch auch Fans der Serie „Gossip Girl" dürfte die talentierte Schönheit bekannt vorkommen... 

Was würde wohl Harry Potters Schulfreund Bill Weasley (gespielt von Domhnall Gleeson) sagen, wenn er erfährt, dass seine Partnerin Fleur Delacour ein Baby mit Driss, dem Krankenpfleger aus „Ziemlich beste Freunde" hat? :D Fernab von solch reizvollen Gedankenspielen haben wir die Karriere der jungen Französin einmal unter die Lupe genommen und uns ernsthaft gefragt:

Woher kennen wir eigentlich Clémence Poésy?

In dem französischen 45.000-Seelen-Ort Meudon, der in der Nähe von Paris liegt, ist man vermutlich mächtig stolz auf Clémence Poésy, die dort 1982 geboren wurde und mittlerweile eine beeindruckende Filmkarriere hingelegt hat. Diese machte sie nicht nur zu der wohl berühmtesten Tochter ihrer Geburtsstadt, sondern auch außerhalb Frankreichs weltbekannt.

Der Apfel fällt nicht weit vom Darstellerbaum

Das Schauspieltalent wurde ihr dabei wohl von ihrem Vater in die Wiege gelegt, der als Darsteller und Produzent am Theater arbeitet. Da war es kein Wunder, dass Poésy bereits mit 16 Jahren die Schule beendete, um Schauspiel zu studieren. Ein Schritt, der der hübschen Mimin mit dem klangvollen Namen (Poésy ist eigentlich der Geburtsname ihrer Mutter) bald die ersten Auftritte auf der Bühne und vor der Kamera ermöglichte. So übernahm sie beispielsweise 2002 die Hauptrolle in der deutsch-französischen Produktion „Olgas Sommer" an der Seite von Katja Flint und Wotan Wilke Möhring.

2004 folgte ihre erste englischsprachige Rolle im TV-Zweiteiler „Maria Stuart - Blut, Terror und Verrat" als titelgebende Königin von Schottland.

Ihre Darstellung brachte ihr nicht nur eine Auszeichnung mit dem Goldenen FIPA-Award ein, sondern auch die Erkenntnis, dass sie ein ganz großes Ziel ihres Lebens erreicht hatte:

„Ich habe erkannt, dass ich, seitdem ich ein Kind war, eine Schauspielerin sein wollte, die sich in schwere Stoffe und Korsetts kleidet und Abenteuer auf Pferden erlebt - mit jeder Menge Blut und Action! Und all das und mehr habe ich als Maria bekommen."

Vom Kostümfilm konnte sie erst gar nicht mehr lassen und spielte in der vierteiligen Mini-Serie „Krieg und Frieden" die Rolle der Natasha Rostova.

Ihr Durchbruch

Dem internationalen Publikum wurde sie schließlich durch ihre Mitwirkung in der „Harry Potter"-Filmreihe bekannt. Hier besetzte man sie als umschwärmte Zauberin Fleur Delacour, die erstmals 2005 in „Harry Potter und der Feuerkelch" in Erscheinung trat und rund 5 Jahre später im zweiteiligen Finale „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes" erneut zu sehen war. Zwar markierte Fleur nur eine Nebenrolle für Clémence Poésy, doch das zauberhafte, anmutige Wesen des Charakters war für sie die perfekte Rolle.

Ein weiterer Coup gelang ihr 2008 mit dem schwarzhumorigen Thriller BRÜGGE SEHEN… UND STERBEN?...

 

Niemand konnte ahnen, dass das Regiedebüt des Iren Martin McDonagh, diese kleine Independentperle, einer DER Kultfilme des neuen Jahrtausends unter Cineasten werden würde. Clémence gibt darin die lokale Schönheit Chloë, die einem Auftragsmörder (Colin Farrell) den Kopf verdreht.

Auch in den folgenden Jahren blieb die Französin dem Arthauskino treu und drehte weitere kleine feine Filme wie „Heartless" mit Jim Sturgess oder Danny Boyles „127 Hours", der für Hauptdarsteller James Franco nebst Oscar-Nominierung zum Karrierebooster wurde.

Immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen

2010 wurde Clémence schließlich zum Schwarm von Serien-Figur Chuck Bass in „Gossip Girl".

Zu diesem Zeitpunkt hatte sie schon weltweit in diversen TV-Produktionen mitgewirkt, doch die Serie „Gossip Girl" war definitiv ein anderes Kaliber und verhalf ihr weltweit zu weiterer Bekanntheit - ein wahrer Glücksfall für die junge Schauspielerin aus Frankreich.

Doch nicht nur vor der Kamera begeistert Clémence Poésy ihr Publikum. Sowohl Theaterregisseure als auch Modedesigner haben ihr Talent und ihre optische Präsenz erkannt, weshalb sie nebenbei auf der Bühne spielt und als Model arbeitet.

Dass Poésy auch neben Hollywoodgrößen bestehen kann, bewies sie nicht zuletzt 2013 in dem melancholischen Drama „Mr. Morgan's Last Love", in dem sie an der Seite von Schauspiellegende Michael Caine agierte. Sie spielt in dem Film die lebensfrohe Tanzlehrerin Pauline, die zu dem wesentlich älteren Matthew eine innige Freundschaft aufbaut und damit seinem einsamen Dasein einen Sinn schenkt.

Seit 2013 ist sie auch als Hauptdarstellerin in der Krimi-Serie „The Tunnel - Mord kennt keine Grenzen" zu sehen, die ein Remake der schwedischen Serie „Die Brücke – Transit in den Tod" ist und bislang 2 Staffeln umfasst. Hierzulande ist die Serie frei empfangbar auf Servus TV.

Ihren größten französisch-sprachigen Erfolg feiert Clémence Poésy aktuell mit PLÖTZLICH PAPA.

Der Film lockte bereits mehr als 2 Millionen Franzosen in die Lichtspielhäuser und läuft jetzt auch in den deutschen Kinos.

Hier findest du alle Spielzeiten!

In PLÖTZLICH PAPA spielt Clémence die Mutter der wundervollen Gloria, die sie dem Womanizer Samuel (Omar Sy) in die Arme legt und, mir nichts, Dir nichts, einfach verschwindet. Dieser ist anfangs mit seiner neuen Vaterrolle völlig überfordert und macht sich vergeblich auf die Suche nach Kristin. So wächst seine Tochter in dem Glauben heran, ihre Mutter wäre eine Geheimagentin, die nicht nach Hause kommen dürfe, um ihre Tarnung nicht zu verlieren...

 

Bildrechte: Warner Bros., Bavaria Film, Ascot Elite Home Entertainment, Universal Pictures, Wild Bunch Germany, Studio Hamburg Enterprises

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