JACKIE

Ladies first! - Die besten Filme über Frauen, die Geschichte schrieben

Forscherinnen, Künstlerinnen, Freiheitskämpferinnen... Warum wissen wir eigentlich so wenig über die großen Frauen in der Geschichte der Menschheit? Vielleicht auch, weil es viel zu wenige Filme über sie gibt. Mit JACKIE: DIE FIRST LADY läuft aktuell ein außergewöhnlicher Film über eine Frau im Kino, die eigentlich hinter einem erfolgreichen Mann stand... möchte man meinen. Doch weit gefehlt. Er selbst brachte es nach einem Staatsbesuch in Frankreich auf den Punkt:

„Ich bin der Mann, der Jacqueline Kennedy nach Paris begleitete – und ich habe es genossen." - John F. Kennedy

Aber nicht nur die First Lady Jackie Kennedy drückte im geschickten Umgang mit politischen Schwergewichten wie Charles de Gaulle in Paris oder als Hüterin des Vermächtnisses des ermordeten John F. Kennedy der Geschichte ihren Stempel auf... Wir haben im Folgenden die 11 besten Filme über Frauen zusammen getragen, die Geschichte schrieben.

Platz #11: AGORA - DIE SÄULEN DES HIMMELS

Zum Film: Oscar-Preisträgerin Rachel Weisz spielt in diesem historischen Drama Hypatia von Alexandria. Hypatia ist nicht nur wunderschön, sondern auch klug. Als Dozentin unterrichtet sie Schüler in Astronomie und Philosophie. Dabei verbreitet sie teilweise revolutionäre Ideen. Eines Tages wendet sich einer ihrer besten Schüler gegen sie und Hypatia muss ihren Mut, für ihre Thesen einzustehen, teuer bezahlen.

Die Wertung auf dem weltweit größten Filmportal IMDb: 7,2 von 10

 

Zur Person: Hypatia war eine der ersten Frauen der überlieferten Geschichte, die sich als Mathematikerin, Astronomin und Philosophin im antiken Griechenland in absoluten Männerdomänen durchsetzen konnte. Schon ein ganzes Jahrtausend vor Kopernikus wagte sie angeblich die These, dass sich die Erde in elliptischer Bahn um die Sonne dreht und nicht umgekehrt.

Platz #10: „Die Queen"

Zum Film: Stephen Frears Drama „Die Queen" zeigt das Leben der englischen Königin Elisabeth II (Helen Mirren) zur Regierungszeit von Tony Blair (Michael Sheen). Dazu gehört auch der bis dato persönlich wohl schwierigste Abschnitt ihrer langjährigen Regentschaft: Der Tod ihrer Schwiegertochter Prinzessin Diana. Nach dem tragischen Unfalltod der „Königin der Herzen" muss die Queen ihr frostiges Verhältnis zur Presse (und ihrer Schwiegertochter) überdenken.

IMDb-Wertung: 7,3

Zur Person: Niemand saß jemals länger auf dem britischen Thron als Königin Elisabeth II. Die Queen ist auch die derzeit älteste und dienstälteste Monarchin der Welt. Ihre Regentschaft überstand die Entkolonialisierung des britischen Weltreichs, den Kalten Krieg und den Nordirlandkonflikt.

Platz #9: „Das Tagebuch der Anne Frank" (1959)

Zum Film: Die 15-jährige Anne flieht mit ihrer Familie vor den Nazis in ein Versteck. Zwei Jahre lang lebt sie auf dem Dachboden eines Herrenhauses in Amsterdam auf engstem Raum mit weiteren Verfolgten. Endlich landen die Alliierten in der Normandie und der Sieg über Nazideutschland rückt immer näher. Doch die Gestapo ist schneller.

IMDb-Wertung: 7,4

Zur Person: Anne Frank war bereits 1934 mit ihren jüdischen Eltern in die Niederlande ausgewandert. Zu ihrem 13. Geburtstag bekam sie ein Tagebuch geschenkt, das sie von da an gewissenhaft führte. Darin dokumentiert sie mit einem erstaunlichen Schreibstil das Leben im Versteck. Ihr Tagebuch wurde zu einem der wichtigsten historischen Dokumente über die Nazizeit. Anne Frank selbst wurde zur Symbolfigur für die Schreckenszeit des Holocausts.

Platz #8: „Frida"

Zum Film: So nah war Salma Hayek einem Oscar als Beste Hauptdarstellerin noch nie. In „Frida" spielt sie die mexikanische Künstlerin Frida Kahlo, die ihrer Leidenschaft für das Leben und für die Malerei trotz schwerer Schicksalsschläge immer treu bleibt. Der Film von Julie Taymor inszeniert das turbulente Leben der außergewöhnlichen Frau in satten Farben, untermalt von Oscar-gekrönten Kompositionen von Elliot Goldenthal.

IMDb-Wertung: 7,4

Zur Person: Frida Kahlo ist eine der bedeutendsten Künstlerinnen Lateinamerikas. Ihre Malerei hat den volkstümlichen Surrealismus maßgeblich geprägt. Besonders bekannt sind ihre Selbstbildnisse, auf denen sie ihre Markenzeichen, die zusammengewachsenen Augenbrauen und den Damenbart leicht übertrieben in Szene setzte.

Platz #7: „Elizabeth"

Zum Film: Dieser Film war der Durchbruch für Cate Blanchett. In der für den Oscar nominierten Titelrolle spielt sie Königin Elisabeth I... Eben noch sollte Elizabeth auf Anweisung ihrer Halbschwester Queen Mary hingerichtet werden, da wendet sich plötzlich das Blatt. Mary wird zum Tode verurteilt und Elizabeth muss ihren Platz einnehmen. Keine einfache Aufgabe. Ihr Königreich ist gespalten. Katholiken und Protestanten stehen sich unversöhnlich gegenüber. Regisseur Shekhar Kapur gelingt es, diese düstere Zeit in beeindruckenden Bildern zum Leben zu erwecken.

IMDb-Wertung: 7,5

Zur Person: Nach Königin Elisabeth I ist ein ganzes Zeitalter benannt. Das Elisabethanische Zeitalter formte die Anglikanische Kirche und ermöglichte England eine Blütezeit. Shakespeares Werke entstanden, Francis Bacon legte Grundsteine der modernen Wissenschaften und die erste englische Kolonie wurde erobert. Sie liegt heute in den USA und trägt den Namen Virginia - zu Ehren der jungfräulichen Königin Elisabeth I.

Platz #6: „Maria Stuart, Königin von Schottland"

Zum Film: Kopf an Kopf schafft es auch Elizabeths Widersacherin Maria Stuart auf diese Liste. Keine Geringere als die großartige Vanessa Redgrave spielt die von Intrigen und Machtspielchen umgebene Titelfigur. Im Zusammenspiel mit Glenda Jackson als Königin Elizabeth I entwickelt sich eine grandiose Leinwanddynamik zwischen zwei Instanzen des britischen Films.

IMDb-Wertung: 7,5

Zur Person: Das Schicksal meinte es nicht gut mit Maria Stuart. Schon als Teenagerin wird sie zur Witwe und kehrt in ihre Heimat England zurück, nur um dort im Kampf um den Thron von einem Mordkomplott ins nächste zu geraten. Mit 45 Jahren wird sie auf Geheiß der Königin Elizabeth I hingerichtet.

Platz #5: „La Vie en Rose"

Zum Film: „Non, je ne regrette, rien" - Nein, gar nichts, ich bedauere nichts. Mit diesem Satz schrieb Edith Piaf Geschichte. Titelgebend für die Film-Biografie mit Marion Cotillard (ebenfalls bezaubernd in KLEINE WAHRE LÜGEN) wurde aber ein anderer Chanson der französischen Sängerin. Cotillard spielt Edith Piaf in „La Vie en Rose" als gebrochene Frau, die die Tiefen ihres Lebens in ihren Chansons verarbeitet und ihr Herz auf der Zunge trägt. Dafür gab es 2008 den Oscar als Beste Hauptdarstellerin - für eine Französin unter lauter Amerikanerinnen besonders bemerkenswert.

IMDb-Wertung: 7,6

Zur Person: Sie ist der Spatz von Paris - Edith Piaf eroberte sich mit ihrer einzigartigen Stimme weltweit ein Publikum. Sie kämpfte sich durch eine schwere Kindheit, überstand ein Krebsleiden und Alkoholexzesse und sorgte mit ihren Affären für etliche Skandale. All das sang sie sich auf der Bühne in ihren Chansons und Balladen von der Seele und ließ ihr begeistertes Publikum förmlich mitleiden.

Platz #4: „The Hours - Von Ewigkeit zu Ewigkeit"

Zum Film: Die Romanverfilmung „The Hours - Von Ewigkeit zu Ewigkeit" versammelt gleich drei große Hollywood-Grazien vor der Leinwand: Nicole Kidman spielt, kaum wiedererkennbar, Virginia Woolf, deren Roman „Mrs. Dalloway" ihr Leben und das Schicksal zweier weiterer Frauen, gespielt von Julianne Moore und Meryl Streep verbindet. So viel darstellerisches Können überzeugte die Berlinale Jury, die allen drei Damen 2003 den Silbernen Bären für die beste schauspielerische Leistung im Wettbewerb verlieh. Nicole Kidman wurde für ihre außergewöhnliche Darstellung der Virginia Woolf außerdem mit dem Oscar gekrönt.

IMDb-Wertung: 7,6

Zur Person: Virginia Woolf gilt als eine Galionsfigur der Frauenbewegung. In den 20er Jahren mauserte sie sich zu einer internationalen Literaturgröße. Ihr Essay „Ein Zimmer für sich allein" wurde zu einem der meistzitierten Texte des modernen FeminismusDer US-amerikanische Dramatiker Edward Albee schrieb das weltbekannte Stück „Wer hat Angst vor Virginia Woolf" über sie, das 1962 am Billy Rose Theater in New York uraufgeführt und wenig später mit Hollywoods Skandalpaar Liz Taylor und Richard Burton auch verfilmt wurde.

Platz #3: „Sophie Scholl - Die letzten Tage"

Zum Film: Auch Deutschland hat seine Heldinnen. „Sophie Scholl" begleitet die junge Widerstandskämpferin in ihren letzten Tagen vor ihrer Hinrichtung. Julia Jentsch beeindruckte die Berlinale Jury und gewann den Silbernen Bären. Das Drama schaffte es sogar unter die fünf Oscar-Nominierten in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film.

IMDb-Wertung: 7,7

Zur Person: Sophie Scholl wurde mit gerade einmal 22 Jahren hingerichtet. Sie war Mitglied in der Widerstandsgruppe Weiße Rose und verteilte u.a. Flugblätter gegen das Naziregime. Bei einer dieser Aktionen wurde sie aufgegriffen und schließlich zum Tode verurteilt.

Platz #2: „Amy" 

Zum Film: Die Dokumentation über die Ausnahmekünstlerin Amy Winehouse heimste so ziemlich alle Preise ein, die eine Dokumentation überhaupt gewinnen kann, darunter den Oscar, den britischen Oscar BAFTA, einen Grammy und zahllose Kritikerpreise. Der Zuschauer begleitet die Jahrhundertkünstlerin bei ihrem Aufstieg von einer Partysängerin bis hin zu einer der größten Musikerinnen unserer Zeit, deren vielversprechende Karriere ein tragisches und viel zu frühes Ende fand. Was für immer bleibt, ist ihre Wahnsinns-Stimme und ihr eigenwilliger Beehive.

IMDb-Wertung: 7,8

Zur Person: Amy Winehouse konnte singen wie keine Zweite und prägte die Musikwelt nachhaltig. Ihre soulige Stimme verriet nicht selten, wie es in ihrer wunden Seele aussah. Ihrem kometenhaften Aufstieg stand ihr exzessiver Drogenkonsum gegenüber. In ihrer gerade einmal acht Jahre dauernden Karriere sammelte sie sechs Grammys und es wären ohne Zweifel noch einige mehr geworden. Leider schaffte sie es trotz einiger Versuche nicht, ihren selbstzerstörerischen Lebensstil aufzugeben. Amy Winehouse trat dem traurigen „Club 27" bei und starb mit 27 Jahren an einer Überdosis.

Platz #1: „Die Passion der Jungfrau von Orléans"

Zum Film: Ein wahrer Meilenstein der Filmgeschichte ist das Historiendrama um die legendäre Jeanne D'Arc von 1928. Der Stummfilm zeigt die fromme Bauerntochter bei ihrem Gerichtsprozess und der Vollstreckung des Urteils. Der Film von Carl Theodor Dreyer galt schon als verschollen und durchlebte eine wahre Odyssee, bis er 1996 in der restaurierten Fassung in Mainz (erneut) uraufgeführt werden konnte.

IMDb-Wertung: 8,3

Zur Person: Jeanne D'Arc wurde von der auf dem Scheiterhaufen verbrannten Ketzerin zur Märtyrerin, die in Frankreich als Nationalheldin und in der katholischen Kirche als Heilige verehrt wird.

JACKIE: DIE FIRST LADY

Zum Film: Aktuell läuft JACKIE im Kino, der es mit einer IMDb-Wertung von 7,5 ebenfalls in die Top 5 dieser hochkarätigen Liste schaffen würde und mit Jackie Kennedy eine weitere wichtige Frauenfigur unserer Zeitgeschichte ins Zentrum stellt.

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Der 21. November 1963 ging als schwarzer Tag in die Geschichte der USA ein. Das Land verlor seinen Präsidenten, die Welt einen ihrer größten Hoffnungsträger und Jackie Kennedy verlor ihren Mann. Diesen und die darauf folgenden Tage zeigt JACKIE aus der Perspektive von Jackie Kennedy (herausragend gespielt von Natalie Portman). Die First Lady stellt sich in den grausamsten Augenblicken ihres Lebens der Öffentlichkeit und kämpft für das Vermächtnis ihres Mannes.

Zur Person: Jaqueline Kennedy war die meistfotografierte First Lady der USA. Ihr Modestil und ihr kultiviertes Auftreten machten sie zum Medienliebling. Für ihre „White House Tour", in der sie mehr als 50 Millionen Fernsehzuschauer durch das Weiße Haus führt, bekam sie sogar einen Emmy. Kaum jemand prägte das Weiße Haus so sehr wie sie. Jackie Kennedy gilt bis heute als eine der mächtigsten Frauen des 20. Jahrhunderts.

JACKIE: DIE FIRST LADY setzt der wohl bekanntesten und gleichzeitig von Mythen umrankten First Lady ein beeindruckendes filmisches Denkmal. Pablo Larraíns Drama gilt schon jetzt als heißer Oscar-Kandidat. Einige Branchenmedien sehen Natalie Portman bereits als Oscar-Favoritin. Wie ihre Chancen stehen, erfährst du hier.

 

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