Die Farbe des Horizonts

Mensch gegen Meer: Die 9 besten Survivalfilme auf hoher See

Tom Hanks

Hungrige Haie, zerstörerische Flutwellen oder die bittere Kälte des Wassers in der Nacht: Das Meer kann ganz schön gefährlich werden. Der Kampf „Mensch gegen Meer“ fasziniert uns seit es Geschichten gibt. Ohne selbst nass zu werden oder den Strandurlaub zu opfern, nähern wir uns diesem spannenden Thema mit gleich 9 Filmen. 

Im Kino stechen Shailene Woodley („Das Schicksal ist ein mieser Verräter") und Sam Claflin („Ein ganzes halbes Jahr") ab sofort als Tami und Richard im neuen Film DIE FARBE DES HORIZONTS in See, um ein Boot von Tahiti nach San Diego zu überführen. Doch mitten auf dem Pazifik geraten die frisch Verliebten in einen Sturm katastrophalen Ausmaßes...

 

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In der Filmgeschichte kommt es immer wieder zu bedrohlichen Situationen auf dem Meer – und nicht immer enden diese glücklich für die Protagonisten, was dieses Genre zu einem mordsspannenden Überraschungspaket macht. Das findet auch Robert vom TOBIS Filmclub, der euch im Video seine 5 Lieblings-Survivalfilme auf hoher See präsentiert. Direkt danach haben wir die besten Filme aus diesem Genre für dich (nach IMDb-Wertung) geordnet und in eine Top 9 gepackt. 

 

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Bist du bereit? Dann Rettungsweste anziehen und hinein ins kühle Nass!

Platz #9: „Open Water" (2003)

Stell dir vor, du verbringst den ersten gemeinsamen Urlaub mit deinem Schatz, ihr bucht einen kleinen Tauchausflug und findet euch nach dem Auftauchen plötzlich mutterseelenallein auf dem Wasser treibend vor, ohne Hoffnung auf Rettung. Dieses Worst-Case-Szenario wird für das junge Paar Susan und Daniel in „Open Water" zur erschreckenden Realität.

Blanchard Ryan und Daniel Travis
© Universum Film

Durch unglückliche Umstände werden die beiden nämlich von ihrer Tauchgruppe vergessen und schwimmen fortan hilflos auf der Stelle. Zu allem Überfluss lockt das strampelnde Paar auch noch Haie an, die sich zum Angriff bereit machen. Die auf wahren Ereignissen basierende Geschichte wurde komplett mit Handkameras gefilmt, wodurch eine klaustrophobische und authentische Atmosphäre aufkommt. Als Zuschauer ist man mitten im Geschehen und am Ende überlegt man sich sicher zweimal, ob der nächste Tauchgang im Urlaub wirklich sein muss.

IMDb-Wertung: 5,7

Blanchard Ryan und Daniel Travis
© Universum Film

Platz #8: „The Shallows" (2016)

Haie sind es auch, die der abenteuerlustigen Nancy Adams (Blake Lively) im Thriller „The Shallows" zu schaffen machen. Besser gesagt, nur EIN Hai. Dieser ist jedoch von der besonders aggressiven Sorte und will der jungen Surferin ans Leder.

The Shallows
© Sony Pictures

Dabei möchte Nancy an einem Strand in Mexiko einfach nur den Kopf frei bekommen und im klaren Wasser ein paar Wellen reiten. Doch der blutrünstige Raubfisch hat etwas dagegen, verletzt sie am Bein und lauert ihr fortan auf. Nancy rettet sich auf einen herausragenden Felsen und muss sich nun etwas einfallen lassen, wenn sie ihn jemals wieder lebend verlassen will. „The Shallows" überzeugt mit einer steigenden Spannungskurve, tollen Kameraaufnahmen und einer zähen Hauptdarstellerin. Blake Lively liefert sich ein packendes Duell mit dem Weißen Hai und büßt dabei nichts von ihrer Ausstrahlung ein.

IMDb-Wertung: 6,3

Blake Lively
© Sony Pictures

Platz #7: „Der Sturm" (2000)

Regisseur Wolfgang Petersen („Air Force One", „Poseidon") liebt Katastrophenszenarien auf der Leinwand. Sein Faible dafür lebte er auch im Jahr 2000 aus, als er George Clooney und Mark Wahlberg in den Sturm des Jahrhunderts schickte. Die beiden Stars spielen die Fischer Billy und Bobby, die auf den Atlantik fahren, um Schwertfische zu fangen. Was sie stattdessen erwartet, ist die größte Gefahr, die sie sich vorstellen konnten.

Mark Wahlberg und George Clooney
© Warner Bros.

„Der Sturm" hat beeindruckende Spezialeffekte zu bieten, die sogar für einen Oscar nominiert wurden. Wenn die Fischercrew mit der riesigen Flutwelle konfrontiert wird, kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus und weiß sofort, weshalb es der Deutsche Wolfgang Petersen in Hollywood geschafft hat. Auch diese Geschichte beruht erschreckender Weise auf einem wahren Vorfall, der sich im Jahr 1991 zugetragen hat.

IMDb-Wertung: 6,4

 

Platz #6: „The Deep" (2012)

Es scheinen ohnehin die wahren Geschichten zu sein, die das beste Potenzial dafür haben, als Überlebensdramen im Kino zu landen. Eine davon ist die des isländischen Fischers Guðlaugur Friðþórsson, der im Jahr 1984 ein Bootsunglück überlebte und danach als Nationalheld gefeiert wurde. DIE FARBE DES HORIZONTS-Regisseur Baltasar Kormákur verfilmte dieses unglaubliche Ereignis unter dem Titel „The Deep".

The Deep
© MFA+ Filmdistribution

Dass Friðþórsson den Vorfall überlebte, glich einem Wunder, da er eigentlich im kalten Atlantik hätte erfrieren müssen. Ärzte stellten im Nachhinein aber fest, dass er eine besonders dicke Fettschicht besaß, die ihm das Leben rettete. Mit dem Schauspieler Ólafur Darri Ólafsson („Contraband") fand Kormákur die passende Besetzung für seinen ungewöhnlichen Helden, dessen Schicksal auf eindringliche und angenehm zurückhaltende Weise dargestellt wird.

IMDb-Wertung: 6,7

Ólafur Darri Ólafsson
© MFA+ Filmdistribution

Platz #5: „All Is Lost" (2013)

Der alte Mann und das Meer: So könnte man den Film „All Is Lost" mit Robert Redford in wenigen Worten beschreiben. Der Oscarpreisträger ist tatsächlich der einzige Darsteller, der in dem stillen Drama zu sehen ist und zeigt dabei direkt seine großartigen schauspielerischen Fähigkeiten – denn nur mit wenigen Worten schafft es die Hollywoodlegende, das Innenleben der Figur glaubhaft zu vermitteln.

Robert Redford
© Universum Film

Ganz auf sich allein gestellt, erleidet der namenlose Segler im Film Schiffbruch und muss fortan ums Überleben kämpfen. Doch der in die Jahre gekommene Mann beweist Geschick und Köpfchen und will sich seinem Schicksal nicht tatenlos ergeben. Das Kammerspiel auf hoher See ist wahres Filmgold und regt zweifellos zum Nachdenken an.

IMDb-Wertung: 6,9

 

Platz #4: „Captain Phillips" (2013)

Einer ganz anderen Bedrohung sieht sich „Captain Phillips" im gleichnamigen Film ausgesetzt. Der Thriller von Regisseur Paul Greengrass rekonstruiert die Ereignisse, die im Jahr 2009 auf dem Containerschiff Maersk Alabama stattfanden. Damals wurde dessen Besatzung von somalischen Piraten als Geisel genommen. Kapitän Richard Phillips stellte sich den Entführern mutig entgegen und versuchte, zu verhandeln. Verkörpert wird er im Film von Oscarpreisträger Tom Hanks („Sully").

Barkhad Abdi und Tom Hanks
© Sony Pictures

Das Psychoduell zwischen den Piraten und dem Schiffskapitän gehört zu den spannendsten Szenen, die das Kino in den letzten Jahren zu bieten hatte. Das liegt nicht nur an der dichten Inszenierung, sondern auch an den fantastischen Darstellerleistungen. Insgesamt erhielt „Captain Phillips" 6 Oscarnominierungen, ging bei der Verleihung allerdings leer aus. Seinen Platz in den Annalen der Filmgeschichte hat das Werk aber dennoch sicher.

IMDb-Wertung: 7,8

 

Platz #3: „Cast Away - Verschollen" (2000)

Was haben ein Volleyball, ein paar Schlittschuhe und Tom Hanks gemeinsam? Sie alle stranden im Film „Cast Away - Verschollen" auf einer einsamen Insel, nachdem das sie transportierende Frachtflugzeug über dem Südpazifik abstürzt. Hanks' Charakter Chuck Noland ist jedoch der einzige menschliche Überlebende, was den Logistik-Manager zu einem modernen Robinson Crusoe werden lässt, der völlig isoliert auf der Insel leben muss.

Tom Hanks
© Paramount

Während dieser Zeit unternimmt er mehrere Versuche, auf das Meer hinaus zu kommen, um Hilfe holen zu können. Dabei kreierte Regisseur Robert Zemeckis eine der wohl herzzerreißendsten Szenen der Filmgeschichte, als Chuck auf dem Ozean seinen zum Freund gewordenen Volleyball Wilson verliert. Nie wurde eine Beziehung zwischen Mensch und Sportball so ergreifend inszeniert wie in „Cast Away - Verschollen".

IMDb-Wertung: 7,8

Tom Hanks
© Paramount

Platz #2: „Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger" (2012)

Die atemberaubenden und märchenhaften Bilder in „Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger" sind nur für uns Zuschauer eine Augenweide. Im Film selbst geht es für den Protagonisten Pi ums nackte Überleben. Der Frachter, in dem er, seine Familie und die Tiere ihres Zoos transportiert werden, kentert und nur Pi und vier Tiere verschiedener Arten können sich auf ein Rettungsboot retten – unter ihnen der Tiger Richard Parker, der mit Pi bald eine Zweckgemeinschaft bildet.

Suraj Sharma
© 20th Century Fox

Ähnlich wie Robert Redford in „All Is Lost" und Tom Hanks in „Cast Away" zeigt Hauptdarsteller Suraj Sharma eine erstaunliche Präsenz. Mit „Life of Pi" feierte der Inder sogar sein Schauspieldebüt, was seine Leistung nur noch beeindruckender macht. Um den hungernden Schiffbrüchigen Pi überzeugend darzustellen, musste Sharma im Laufe der Dreharbeiten bis zu 15 Kilogramm abnehmen. Das Ergebnis ist - genau wie die genialen Spezialeffekte - absolut bemerkenswert.

IMDb-Wertung: 7,9

Suraj Sharma
© 20th Century Fox

Platz #1: „Das Boot" (1981)

Mit seinem Meisterwerk „Das Boot" ist Wolfgang Petersen zum zweiten Mal in unserer Top 9 vertreten und beansprucht den verdienten Platz 1 für sich. Sein Zweiter Weltkriegs-Thriller gehört auch heute noch zu den besten deutschen Filmen aller Zeiten – nicht zuletzt wegen des hochtalentierten Schauspielensembles, zu dem auch Jürgen Prochnow in seiner Rolle als U-Boot-Kommandant „Der Alte" zählt.

Jürgen Prochnow
© EuroVideo

Was „Das Boot" von den oberen 8 Filmen unterscheidet, ist, dass der Streifen weniger auf dem Wasser, sondern vielmehr darunter spielt, denn die Handlung dreht sich um die Besatzung eines deutschen U-Boots, das englische Handelsschiffe versenken soll. Doch schnell wird klar, dass die Jäger selbst vom Feind gejagt werden. Petersen schafft es, die Todesangst der Männer an Bord zur Essenz seines Films zu machen. Wenn sich die feindlichen Schiffe nähern, steht ihnen die Panik ins Gesicht geschrieben und auch beim Zuschauer sind die Fingernägel längst abgekaut. So werden Filme gemacht!

IMDb-Wertung: 8,4

 

Wie die unglückliche Segelfahrt von Shailene Woodley und Sam Claflin in DIE FARBE DES HORIZONTS endet, erfährst du ab sofort im Kino. Sicher ist schon jetzt, dass uns ein nervenaufreibendes Leinwanderlebnis erwartet, das du dir nicht entgehen lassen solltest.

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