Bad Moms 2

Susan Sarandon - Highlights einer außergewöhnlichen Karriere

Spätestens seit „Thelma & Louise" haben wir Susan Sarandon für immer ins Herz geschlossen. Doch sie musste lange warten, bis Hollywood sie zum Star machte. Dabei zeigte sie schon am Anfang ihrer Karriere vollen Körpereinsatz und scheute keine Tabus.

Obwohl Susan Sarandon erst mit 41 Jahren durchstartete, gehört sie bis heute zu den wenigen Schauspielerinnen jenseits der 30, die sich ihre Rollen aus interessanten und vielseitigen Angeboten auswählen können. Aktuell kann man sie in der Fortsetzung der Erfolgskomödie BAD MOMS bewundern.

Höchste Zeit, sich die Karriere dieser außergewöhnlichen Frau näher anzuschauen...

Aller Anfang... 1970 bis 1979

Eigentlich wollte Susan Sarandon nur ihren damaligen Ehemann, den Schauspieler Chris Sarandon, zu einem Vorsprechen begleiten. Für ihn lief es nicht so gut, sie aber bekam ihre erste Rolle im Film „Joe - Rache für Amerika". Und die hatte es gleich in sich: Sarandon spielt eine junge Drogenabhängige, die nach einer Überdosis fast ums Leben kommt.

Auf lustvollen Pfaden wandelte Susan Sarandon auch 1978. In „Pretty Baby" spielt sie eine Prostituierte, die ihre Tochter (die blutjunge Brooke Shields) im Bordell zurücklässt, um ein neues Leben zu beginnen. Auch in diesem Film beweist Sarandon, dass sie keine Angst vor freizügigen Rollen hat. Gleichzeitig gelingt es ihr erneut, zu zeigen, dass sie mehr zu bieten hat, als ihr hübsches Äußeres.

Die Prinzessin des Indiekinos... 1980 bis 1983

Mit dem Ende ihrer bis heute einzigen Ehe ging 1979 nicht nur eine Phase ihres Lebens, sondern auch ihrer Karriere zu Ende. Denn kurz darauf setzte Susan Sarandon mit dem Krimidrama „Atlantic City, USA" 1980 ein erstes Ausrufezeichen: Für ihre Rolle einer sehnsüchtigen Kellnerin, die dem späten Burt Lancaster den Kopf verdreht, wurde Sarandon für ihren ersten Oscar als Beste Hauptdarstellerin nominiert.

Es folgten „Ein Walzer vor dem Frühstück" an der Seite der großartigen Shirley MacLaine und zwei Jahre später eine Adaption von Shakespeares „Der Sturm". In dem von Tony Scott inszenierten Vampirfilm „Begierde" ergründet Susan Sarandon 1983 die Höhen und Tiefen des ewigen Lebens. Sie beginnt eine Affäre mit der Vampirin Miriam, gespielt von Catherine Deneuve. Die lesbischen Liebesszenen sorgten für Aufsehen, was Sarandon nicht verstehen konnte. In der Dokumentation „The Celluloid Closet" (1995) gibt sie an, dass sie sich gern von Deneuve verführen ließ:

„Man muss nicht betrunken sein, um mit Catherine Deneuve schlafen zu wollen – egal, welche sexuelle Orientierung man vorher hatte."

Hinter der Kamera wurden allerdings David Bowie und Sarandon ein Liebespaar.

Der Durchbruch... 1987 bis 1990

1987, mit 41 Jahren war Sarandon dann endlich reif für den großen Hollywooddurchbruch. Den bescherte ihr „Die Hexen von Eastwick" mit dem teuflisch-genialen Jack Nicholson. Neben Cher und Michelle Pfeiffer wird Sarandon als prüde Lehrerin von Nicholson verführt und entdeckt ihre sinnliche Seite. Für diese Rolle musste sie in kürzester Zeit lernen, Cello zu spielen.

Die Mühe lohnte sich. Susan Sarandon wurde ein großer Name in Hollywood und bekam in „Annies Männer" ihre erste Titelrolle. Darin verführt Sarandon gleich zwei junge Stars: Den neun Jahre jüngeren Kevin Costner und den 12 Jahre jüngeren Tim Robbins, dessen Herz sie auch hinter der Kamera eroberte.

Überhaupt können sich Susans Männer sehen lassen. Vor der Kamera knisterte es bis dahin zum Beispiel schon mit Jack Lemmon („Extrablatt" 1974) oder auch Robert Redford („Tollkühne Flieger" 1975).

Oscar ruft... 1991 bis 1995

Ihre zweite Titelrolle folgte in Ridley Scotts „Thelma & Louise" (1991), in dem sich Susan Sarandon mit Geena Davis auf einen Roadtrip begibt, der immer mehr außer Kontrolle gerät. „Thelma & Louise" setzte dem klassisch männlich besetzten Roadmovie ein unschlagbares Frauenduo entgegen.

Die Academy gab sich beeindruckt. Gleich beide wurden für einen Oscar als Beste Hauptdarstellerin nominiert. Mit diesem Kultfilm hat Susan Sarandon endgültig die Herzen der Zuschauer erreicht. „Thelma & Louise" ist einer der meistzitierten Filme.

Auch mit zwei Filmen der Wachowski-Geschwister wagte Sarandon etwas Neues. Während „Speed Racer" (2008) mit einer außergewöhnlichen Bonbon-Optik aufwartete...

... konnte sie in „Cloud Atlas" dank der einzigartigen Machart gleich drei Facetten in einem Film zeigen.

Nach diesen beiden Filmen, die in Berlin gedreht wurden, verliebte sich Sarandon ein bisschen in Deutschland und kommt seither immer gern zu Besuch.

2012 drehte sie SNITCH - EIN RISKANTER DEAL mit dem Sexiest Man Alive 2016 Dwayne Johnson. Auch hier verlieh sie ihrer Nebenrolle eine starke Präsenz als eiskalte Staatsanwältin, die mit einem verzweifelten Vater einen gnadenlosen Deal eingeht. 

 

Ausflüge ins Fernsehen... immer wieder

TV Movies und Serien waren für Susan Sarandon schon immer und immer wieder eine zweite interessante Spielwiese. So spielte sie im TV-Dreiteiler „Children of Dune" 2003 eine intrigante SciFi-Prinzessin...

... und im selben Jahr im Fernsehfilm „Gefangen im ewigen Eis" eine Ärztin, die am Südpol ihr Leben neu ordnen will und plötzlich an Brustkrebs erkrankt.

In diesem Jahr war Susan Sarandon in der u.a. von Brad Pitt produzierten Serie „Feud" zu sehen. Darin tritt sie als Bette Davis der von Jessica Lange verkörperten Erzfeindin Joan Crawford entgegen.

Es hätte keine bessere Besetzung für die beiden konkurrierenden Diven geben können, werden doch auch Sarandon und Lange gerne miteinander verglichen.

Auch in ALLE FARBEN DES LEBENS durfte Susan Sarandon in die Vollen gehen: Als lesbische Großmutter und Oberhaupt einer ungewöhnlichen New Yorker Familie mit Naomi Watts als Tochter und Elle Fanning als Enkelin. Tolle und irgendwie auch passende Besetzung! 

Ebenso passend wurde Susan Sarandon für die neue Komödie BAD MOMS 2 als Mutter von Kathryn Hahn besetzt. Dass es keine Bessere für diese Rolle gegeben hätte, lässt sich schon am Filmspecial erahnen.

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