Gringo

Top 7 der skurrilsten Auftragskiller der Filmgeschichte

John Travolta und Samuel L. Jackson

Gute Filme erkennen wir oft an ihren coolen, abgedrehten Figuren. Zu den Charakteren, die definitiv im Gedächtnis bleiben, gehören auch Auftragskiller, die in der Filmgeschichte oft nicht nur ihrer mörderischen Tätigkeit nachgehen, sondern auch herrlich absurde Eigenarten aufweisen. 

Einer dieser sonderbaren Auftragsmörder ist auch in der Actionkomödie GRINGO zu sehen, die aktuell im Kino läuft. Dabei ist der von Sharlto Copley („District 9") gespielte Mitch Rusk gar kein richtiger Killer, sondern ein ehemaliger Söldner, der den glücklosen Pharmakonzern-Mitarbeiter Harold (David Oyelowo) zunächst nur aufspüren soll. Aber bald bekommt Mitch von seinem Bruder Richard (Joel Edgerton) einen weitaus schlimmeren Auftrag. So verlockend die dafür gebotene Summe Geld auch ist, eigentlich kann Mitch den Pechvogel Harold doch ganz gut leiden...

David Oyelowo und Sharlto Copley

Dass also selbst Auftragskiller mit ihren ganz eigenen Problemen zu kämpfen haben, zeigen auch die folgenden 7 skurrilsten Berufsmörder der Filmgeschichte.

Platz #7: Mike Howell in „American Ultra" (2015) - Der bekiffte Killer

Wohl niemand würde beim Anblick von Mike Howell (Jesse Eisenberg) vermuten, dass er jemanden mit nur wenigen Handgriffen außer Gefecht setzen kann – schließlich macht der Kleinstadt-Loser in „American Ultra" den ganzen Tag im Prinzip nichts anderes, als mit seiner Freundin Phoebe (Kristen Stewart) abzuhängen und zu kiffen.

Jesse Eisenberg
© Concorde

Von seinen beeindruckenden Nahkampffähigkeiten weiß nicht einmal Mike selbst etwas. Als er in einer brenzligen Situation gleich mehrere Männer auf einmal ausschaltet, kommt jedoch die Wahrheit ans Licht: Mike ist ein Schläfer-Agent, der von der CIA zum Töten ausgebildet und nun von seiner Betreuerin aktiviert wurde. Das kommt Mike gerade recht, denn die CIA will ihn töten lassen, um das einstige Experiment zu beseitigen. Der dauerberauschte Kiffer entpuppt sich dabei aber immer mehr als unberechenbare Allzweckwaffe.

Jesse Eisenberg
© Concorde

Platz #6: Martin Blank in „Grosse Pointe Blank – Ein Mann, ein Mord" (1997) - Der sinnsuchende Killer

Einen mindestens ebenso schrägen Anblick gibt der Profikiller Martin (John Cusack) in „Grosse Pointe Blank" ab. Dieser ist seinen Job müde und befindet sich in einer Identitätskrise. Schonungslos erzählt er seinem Psychiater ganz offen von seiner Arbeit und hofft, den richtigen Rat zu bekommen.

John Cusack
© Buena Vista

Um einen klaren Kopf zu kriegen - und nebenbei einen Auftragsmord zu erledigen - kommt ihm das 10-jährige Klassentreffen in seiner Heimatstadt Grosse Pointe gerade recht. Leider erwartet ihn dort aber nichts anderes als Chaos. Nicht nur, dass er seine Highschool-Liebe Debi (Minnie Driver) wiedertrifft, die er vor 10 Jahren auf dem Abschlussball sitzengelassen hatte, er muss sich auch noch mit dem Killer-Kollegen Grocer (Dan Aykroyd) herumschlagen, der ihm an den Kragen will. Martin hat also allen Grund zur Sorge.

John Cusack
© Buena Vista

Platz #5: Ray in BRÜGGE SEHEN... UND STERBEN? (2008) - Der gelangweilte Killer

Es ist wohl schon grotesk genug, wenn ein Auftragskiller in der belgischen Kulturstadt Brügge verweilt. Für Berufskiller Ray (Colin Farrell) ist der Titel BRÜGGE SEHEN... UND STERBEN? zudem Programm, da er nach einem missglückten Mord auf der Abschussliste seines Auftraggebers Harry (Ralph Fiennes) steht. Nichtsahnend muss Ray nun mit seinem Kollegen und Freund Ken (Brendan Gleeson) in Brügge warten und langweilt sich dort zutiefst.

Brendan Gleeson und Colin Farrell

Zu sehen, wie Ray zunehmend depressiv wird und die Schönheit der historischen Großstadt so rein gar nicht genießen kann, ist wirklich amüsant für uns Zuschauer. Die Tragik seiner Figur steht dabei im extremen Gegensatz zum zynischen Humor Rays, mit dem er den Einwohnern Brügges begegnet. So hat man einen Auftragskiller noch nie gesehen.

 

Platz #4: Die Tremor-Brüder in „Smokin' Aces" (2007) - Die durchgeknallten Killer

In „Smokin' Aces" wimmelt es geradezu von Killern. Der Grund: Ein Mafiapate hat ein Kopfgeld auf den Magier Buddy Israel (Jeremy Piven) ausgesetzt, weshalb sich eine ganze Schar von Auftragsmördern (u. a. auch GRINGO-Star Joel Edgerton) in dessen Hotel in Nevada einfindet. Ein Trio ragt unter diesen besonders hervor: Die Brüder Darwin, Jeeves und Lester Tremor sind nämlich ebenso wahnsinnig wie brutal.

Kevin Durand, Maury Sterling und Chris Pine
© Universal Pictures

Die drei Verbrecher gehen wenig subtil zu Werke und scheinen direkt aus der Hölle gekommen zu sein. Wer sich ihnen in den Weg stellt, ist praktisch chancenlos. Bei aller Gewaltbereitschaft muss den Tremors (Chris Pine, Kevin Durand, Maury Sterling) aber auch zugutegehalten werden, dass sie auf brüderlichen Zusammenhalt schwören. Das macht sie vielleicht nicht liebenswert, aber immerhin interessant. Skurriler geht es kaum!

Maury Sterling, Chris Pine und Kevin Durand
© Universal Pictures

Platz #3: Machete Cortez in „Machete" (2010) - Der wortkarge Killer

„Machete schickt keine SMS!"

Bei solchen One-Linern ist ziemlich schnell klar, wo die Reise in „Machete" hingeht. Die titelgebende Tötungsmaschine (Danny Trejo) verzieht während des gesamten Films keine Miene, redet relativ wenig, strahlt dafür aber das Doppelte an Coolness aus. Zudem macht er seinem Namen alle Ehre, denn er ist bis an die Zähne bewaffnet.

Danny Trejo
© Sony Pictures

In Robert Rodriguez' ironischem Trash-Feuerwerk soll Machete einen US-Senator (Robert De Niro) töten. Er wird jedoch hintergangen und muss fortan selbst um sein Leben fürchten. Doch Machete wäre nicht Machete, wenn er nicht auf Rache aus wäre - und die serviert er am besten kalt. Zwischen all den blutigen Kämpfen hat der vernarbte Mexikaner sogar noch Zeit, der Damenwelt den Kopf zu verdrehen. Solche Killer gibt's eben nur im Film.

 

Platz #2: Anton Chigurh in „No Country for Old Men" (2007) - Der kaltblütige Killer

Bizarr und bedrohlich wirkt der Auftragsmörder Anton Chigurh in dem mit 4 Oscars ausgezeichneten Thriller „No Country for Old Men" von den Coen-Brüdern. Mit Bolzenschussgerät bewaffnet zieht der irre Killer eine blutige Schneise durch West-Texas und drückt dessen Bewohnern dazu noch seine verquere Lebensphilosophie aufs Auge.

Javier Bardem
© Paramount

Javier Bardem spielt den Fiesling beängstigend gut und bekam dafür den verdienten Oscar als Bester Nebendarsteller. Jede Szene mit Chigurh ist eine Klasse für sich und lässt den Puls stetig ansteigen. Wie ein Besessener verfolgt der Killer seine Zielperson und versprüht dabei eine ganz eigene Art von Humor. Ein typischer Coen-Charakter eben, gleichzeitig aber auch der tödlichste von allen.

Javier Bardem
© Paramount

Platz #1: Vincent Vega & Jules Winnfield in „Pulp Fiction" (1994) - Die ultracoolen Killer

Zu „Pulp Fiction" muss eigentlich nichts mehr gesagt werden. Regisseur Quentin Tarantino schuf ein Meisterwerk, das genauso zum Kult wurde wie die Charaktere des Films. Besonders die Profikiller Vincent Vega (John Travolta) und Jules Winnfield (Samuel L. Jackson) sind aus der Filmgeschichte nicht mehr wegzudenken. Nie zuvor sah man Auftragsmörder, die über banale Themen wie Fußmassagen oder Hamburger reden und fast nebenbei ihren Job erledigen.

John Travolta und Samuel L. Jackson
© StudioCanal

Trotz seines mörderischen Berufs wirkt das Duo ungemein sympathisch, was nicht zuletzt den Darstellern John Travolta und Samuel L. Jackson zu verdanken ist, die die gewitzten Dialoge mit beeindruckender Lässigkeit zum Besten geben und beide für einen Oscar nominiert wurden. Vincent Vega und Jules Winnfield sind die Prototypen der Figur des ebenso skurrilen wie coolen Killers, die in den Folgejahren oft kopiert, aber nie erreicht wurde.

Auf diesen Spuren wandelt auch Mitch Rusk in GRINGO.

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Sein verbaler und körperlicher Schlagabtausch mit Harold bereitet pures Vergnügen und ist jetzt auf der großen Leinwand zu bewundern. Einen Vorgeschmack darauf gibt es in diesem Clip aus dem Film.

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