Gringo

Wenn alles schiefläuft: Die 7 größten Pechvögel im Film

Bradley Cooper, Ed Helms und Zach Galifianakis

Schadenfreude ist bekanntlich die schönste Freude. Wie sonst ist es zu erklären, dass so viele Filmcharaktere ständig vom Pech verfolgt werden? Während im Film ein Schicksalschlag auf den nächsten folgt, ist das Lachpotenzial für uns Zuseher natürlich unverkennbar – und zusätzlich schließen wir die Unglücksraben meistens auch sofort ins Herz.

In seinem neuen Video hat sich Robert vom TOBIS Filmclub die größten Film-Pechvögel angesehen und präsentiert euch direkt seine persönlichen Top 5. Danach stellen wir dann unsere Top 7 vor und verraten, in welchen Filmen das Unglück der Figuren eine besonders große und vor allem unterhaltsame Rolle spielt.

 

Bevor es aber richtig losgeht, müssen wir dem Ursprung der Pechvögel auf den Grund gehen. Dem ersten bekannten Unglücksraben begegnen wir sogar schon in der Bibel. Die Rede ist von Hiob, den der Teufel mehrere Schicksalsschläge erleiden lässt, um seinen Glauben an Gott zu prüfen. Hiob muss schließlich den Verlust seiner Kinder und seines Besitzes sowie eine Erkrankung erdulden, bevor er die Prüfung besteht. Ganz so tragisch erwischt es die folgenden 7 Leinwand-Pechvögel nicht unbedingt, unser Mitgefühl haben sie dennoch sicher.

Harold Soyinka in GRINGO (2018)

David Oyelowo

Das Musterbeispiel eines wahren Pechvogels ist Harold in GRINGO. Der gutmütige Mitarbeiter eines Pharmakonzerns soll für seine Bosse eigentlich nur eine Dienstreise nach Mexiko antreten. Dort angekommen nehmen die Dinge allerdings eine furchtbare Wendung für Harold. Nicht nur, dass seine Chefs ihn hintergehen, zu allem Überfluss erfährt er auch noch von der Affäre seiner Frau. Es kommt jedoch noch schlimmer: Nachdem er seine eigene Entführung inszeniert, um Geld von seinen Vorgesetzten zu erpressen, gerät er in die Fänge des mexikanischen Drogenkartells und damit in Lebensgefahr.

 

Drama-Spezialist David Oyelowo („Selma") spielt in GRINGO den Protagonisten Harold mit sichtlicher Freude und lässt dabei bisher ungeahntes komödiantisches Talent erkennen. Ab sofort kannst du GRINGO im Kino sehen und direkt auf der Leinwand verfolgen, wie Harolds verrückte Odyssee endet.

David Oyelowo

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Larry Gopnik in A SERIOUS MAN (2009)

Die oben bereits erwähnte Hiobsgeschichte diente den Coen-Brüdern als Vorlage für ihre schwarze Komödie A SERIOUS MAN, in der der Physikprofessor Larry Gopnik (Michael Stuhlbarg) eine mehr als schwere Phase in seinem Leben durchmacht. Seine Frau will plötzlich die Scheidung, sein labiler Bruder nervt ihn ständig und seine Kinder machen ebenfalls nur Probleme.

 

Als dann sogar Larrys Karriere auf dem Spiel steht, weil er in anonymen Briefen diffamiert wird, sucht er Rat bei drei verschiedenen Rabbis. Doch selbst die jüdischen Gelehrten scheinen seiner Verzweiflung kein Ende setzen zu können. Kein Wunder, dass sich Larry wie vor den Kopf gestoßen fühlt...

Michael Stuhlbarg und Fred Melamed

Ted Stroehmann in „Verrückt nach Mary" (1998)

Der arme Ted! Da hat er tatsächlich ein Date für den Schulball mit dem hübschesten Mädchen der ganzen Schule und setzt dieses in den Sand, weil er sich sein bestes Stück im Reißverschluss einklemmt. Mehr Pech kann Man(n) nicht haben.

 

Auch 13 Jahre später hat Ted (Ben Stiller) diesen schmerzlichen Vorfall noch nicht verkraftet. Er ist immer noch in die schöne Mary (Cameron Diaz) verliebt und tut wirklich alles dafür, ihr Herz für sich zu gewinnen. Leider schießt er dabei oft über das Ziel hinaus und muss sich bald gegen einen arroganten Detektiv, einen aggressiven Hund und verrückte Nebenbuhler zur Wehr setzen. Und: Die schmerzhaften Erlebnisse bleiben ihm auch als Erwachsener nicht erspart.

Ben Stiller und Cameron Diaz
© 20th Century Fox

Jesse & Chester in „Ey Mann, wo is’ mein Auto?" (2000)

Den Freunden Jesse (Ashton Kutcher) und Chester (Seann William Scott) widerfährt etwas, wovor wir uns alle schon einmal gefürchtet haben: Sie können ihr Auto nicht finden. Die beiden kiffenden Trottel sind allerdings nicht ganz unschuldig daran, da sie die Nacht zuvor ordentlich durchgefeiert und jegliche Erinnerung an die vergangenen Stunden verloren haben. Nun gilt es herauszufinden, was überhaupt geschehen ist und vor allem, wo sich ihr Auto befindet.

Seann William Scott und Ashton Kutcher
© 20th Century Fox

Dies ist der Beginn eines wahnsinnigen Trips, der das Duo auf allerlei skurrile Gestalten treffen lässt. Im Laufe des Films bekommen sie es mit Außerirdischen, einem Strauß-Züchter und eigentümlichen Fanatikern zu tun. Mittendrin in diesem Chaos müssen Jesse und Chester auch noch alles geben, um die Beziehungen zu ihren Freundinnen nicht zu gefährden.

 

Nick Beam in „Nix zu verlieren" (1997)

Das Leben von Werbekaufmann Nick Beam (Tim Robbins) ändert sich von einer Sekunde auf die andere, als er seine Frau beim Seitensprung mit seinem Boss ertappt. Völlig perplex steigt er daraufhin in sein Auto und fährt einfach los. Selbst der Kleinganove T-Paul (Martin Lawrence), der Nick um sein Geld erleichtern will, kann ihn nicht aufhalten.

 

Da Nick ja „Nix zu verlieren" hat, beschließt er, seinen Chef aus Rache zu beklauen. Zuvor geraten er und T-Paul jedoch ins Visier von „echten" Kriminellen, die die beiden Möchtegern-Gauner aus dem Weg räumen wollen. Das Schicksal scheint es mit Nick einfach nicht gut zu meinen...

Tim Robbins
© Touchstone

Slevin Kelevra in „Lucky Number Slevin" (2006)

Es gibt Tage, an denen wäre man besser im Bett geblieben. Der von Josh Hartnett („Pearl Harbor") gespielte Slevin erlebt in „Lucky Number Slevin" genau solch einen Tag. Verweilte er eben noch nichtsahnend in der Wohnung seines Freundes, steht er kurze Zeit später nur mit einem Handtuch bekleidet und mit gebrochener Nase vor einem Gangsterboss.

Josh Hartnett
© Highlight Film

Dieser verwechselt Slevin nämlich mit seinem Freund Nick, der dem Gangster eine hohe Summe Geld schuldet. Doch es nützt nichts, Slevin muss das Geld auftreiben und findet sich bald in einem Bandenkrieg wieder, in dem auch ein abgebrühter Profikiller (Bruce Willis) mitmischt. Das Glück ist also wahrlich nicht auf Slevins Seite.

Josh Hartnett
© Highlight Film

Phil, Stu & Alan in „Hangover" (2009)

Auf der Pechvogel-Skala sind die drei Freunde Phil (Bradley Cooper), Stu (Ed Helms) und Alan (Zach Galifianakis) mit Sicherheit ganz oben zu finden. Nach dem feuchtfröhlichen Junggesellenabschied ihres Kumpels Doug (Justin Bartha) ist dieser nämlich wie vom Erdboden verschluckt und muss schnellstens gefunden werden. Das einzige Hindernis: Das Trio hat keinerlei Erinnerungen an die vergangene Nacht in Las Vegas.

Bradley Cooper, Ed Helms und Zach Galifianakis
© Warner Bros.

Nun müssen sie versuchen, die letzten Stunden zu rekonstruieren, um ihren besten Freund wiederzufinden. Die Suche verwandelt sich jedoch in einen irren Trip durch Las Vegas, bei dem Stus Verlust seines Eckzahns noch das Harmloseste ist. Als die drei Chaoten auch noch den Ärger asiatischer Gangster auf sich ziehen und sich mit Mike Tyson anlegen, wissen sie bald nicht mehr, wie ihnen geschieht. Ob das gut gehen kann?

 

Die witzige und rasante Komödie kam beim Kinopublikum so gut an, dass zwei Fortsetzungen folgten, in denen es allerdings nicht viel besser für die drei Pechvögel lief.

Bradley Cooper, Ed Helms und Zach Galifianakis
© Warner Bros.

Anstatt nach Las Vegas verschlägt es Pechvogel Harold in GRINGO nach Mexiko. Zeit zum Genießen hat er dort zwar nicht, dafür kannst du als Zuschauer deinen Spaß haben. Die wilde Actionkomödie mit David Oyelowo, Charlize Theron, Joel Edgerton und Amanda Seyfried macht nämlich richtig Laune, wie du bald Zuhause erleben kannst.

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