In einem Land, das es nicht mehr gibt

Das ist der neue Trailer zu IN EINEM LAND, DAS ES NICHT MEHR GIBT

Jeder Mensch hat einen Traum. Und in einer Gesellschaft wie der der DDR muss man manchmal ungewöhnliche Wege gehen, um seine Träume zu erfüllen. Das lernt auch die junge Suzie (Marlene Burow), die in IN EINEM LAND, DAS ES NICHT MEHR GIBT versucht, trotz sozialer Zwänge ihr eigenes Glück zu finden. 

„Entweder du bist frei, dann bist du es überall. Oder du bist es nicht.”

Die Vorschau zu IN EINEM LAND, DAS ES NICHT MEHR GIBT lässt in erstaunlichen Bildern eine untergegangene Welt wieder auferstehen, die fasziniert – und in der es immer auch um die Frage der Freiheit ging: die DDR. Direkt unter der Filmvorschau verraten wir, was dich im Kino erwartet und stellen dir die Schauspieler vor.

 

Darum geht es in IN EINEM LAND, DAS ES NICHT MEHR GIBT

Die junge Suzie (Marlene Burow) will dem grauen Alltag ihrer Fabrikarbeit entfliehen. 

 

Marlene Burow
IN EINEM LAND, DAS ES NICHT MEHR GIBT, Rechte bei Ziegler Film/Tobis/Foto: Peter Hartwig

Da bietet sich ihr eine unverhoffte Chance: der Modefotograf Coyote (David Schütter) bringt sie auf die Titelseite der Zeitschrift „Sibylle”. 

 

David Schütter, Marlene Burow
IN EINEM LAND, DAS ES NICHT MEHR GIBT, Rechte bei Ziegler Film/Tobis/Foto: Peter Hartwig

Plötzlich ist Suzie als Model gefragt. In dem kreativen Rudi (Sabin Tambrea) findet Suzie einen Verbündeten.

 

Sabin Tambrea
IN EINEM LAND, DAS ES NICHT MEHR GIBT, Rechte bei Ziegler Film/Tobis/Foto: Peter Hartwig

Mit ihm entdeckt sie die verborgene, aufregende Seite der Modewelt.

 

Marlene Burow, Sabin Tambrea
IN EINEM LAND, DAS ES NICHT MEHR GIBT, Rechte bei Ziegler Film/Tobis/Foto: Peter Hartwig

Und mit dem unangepassten Coyote findet Suzi die Freiheit, nach der sie gesucht hat.

 

David Schütter, Marlene Burow
IN EINEM LAND, DAS ES NICHT MEHR GIBT, Rechte bei Ziegler Film/Tobis/Foto: Peter Hartwig

Aber schnell stellt sie fest, dass diese Freiheit ihren Preis hat.

 

Marlene Burow, Peter Schneider
IN EINEM LAND, DAS ES NICHT MEHR GIBT, Rechte bei Ziegler Film/Tobis/Foto: Peter Hartwig

Das sind die Stars von IN EINEM LAND, DAS ES NICHT MEHR GIBT

Marlene Burow spielt Suzie, die über Nacht von der Fabrikarbeiterin zum Model wird.

 

Marlene Burow
IN EINEM LAND, DAS ES NICHT MEHR GIBT, Rechte bei Ziegler Film/Tobis/Foto: Peter Hartwig

Marlene Burow startete ihre Schauspielkarriere 2019 mit kleineren Auftritten in beliebten TV-Serien wie „Soko Wismar” und „Löwenzahn”. In der ZDF-Reihe „Fritzie - Schule fürs Leben” und „Fritzie - Der Himmel muss warten” entdeckte sie als essgestörte Schülerin Luna die Licht- und Schattenseiten des Modelbusinesses. Im selben Jahr stand Marlene Burow in ihrem ersten Kinofilm für Karoline Herfurth vor der Kamera. In dem Episodenfilm „Wunderschön” spielt Burow neben Herfurth, Nora Tschirner und Emilia Schüle wieder ein Model, das dem knallharten Geschäft mit der Schönheit standhalten will. 

 

2020 ergatterte sie eine Rolle in der Netflix-Serie „Kitz” und spielt darin Patrizia, ein Mitglied einer der einflussreichsten Familien der High-Society in Kitzbühel.

 

Angesichts ihrer vergangenen Rollen konnte es für die Suzie in IN EINEM LAND, DAS ES NICHT MEHR GIBT nur eine geben: Marlene Burow ist die perfekte Besetzung für die junge Frau, die aus dem Arbeitermilieu plötzlich in die extravagante Modewelt katapultiert wird.

 

Sabin Tambrea
IN EINEM LAND, DAS ES NICHT MEHR GIBT, Rechte bei Ziegler Film/Tobis/Foto: Peter Hartwig

Sabin Tambrea spielt den kreativen Modeschöpfer Rudi. Hochkarätige Serien wie „Babylon Berlin” und die „Ku’damm”-Reihe machten ihn populär. Vor allem als Joachim Franck aus „Ku’damm 56” und den Fortsetzungen wurde Tambrea zu einem der absoluten Publikumslieblinge. Und das, obwohl seine Figur als Vergewaltiger eingeführt wird. Dank Tambreas schauspielerischem Talent macht der konfliktbeladene Fabrikantensohn im Laufe der Filme eine glaubwürdige Wandlung durch, wobei die Zuschauer*innen stets mit ihm mitfiebern und mitleiden.  

Dass er dieses Kunststück auch umgekehrt beherrscht, bewies Sabin Tambrea in Andrina Mračnikars Kinofilm „Ma Folie”. Darin wird er an der Seite von Alice Dwyer vom romantischen Verehrer zum psychotischen Stalker:

 

Mindestens genauso abgründig ging es weiter mit dem Fernsehdrama „Nackt unter Wölfen”. Darin spielt Tambrea einen erbarmungslosen SS-Soldaten.

 

Eine komplett andere Seite zeigte Sabin Tambrea als verträumter „Märchenkönig“ Ludwig II. im gleichnamigen Kinofilm mit Hannah Herzsprung:

 

Für seine Darstellung des jungen Regenten wurde er mit dem Bayerischen Filmpreis, dem New Faces Award und dem Preis als bester Hauptdarsteller beim ersten historischen Filmfestival in Waterloo ausgezeichnet und außerdem für den Deutschen Filmpreis 2013 nominiert. Für seine Rolle als asketischer Mönch in der Hermann Hesse-Verfimung „Narziss und Goldmund” (2020) ließ sich Tambrea eine Tonsur verpassen und entfaltete wieder eine andere Facette von sich:

 

Dass es trotzdem noch mehr an ihm zu entdecken gibt, beweist seine aktuelle Performance als Rudi in IN EINEM LAND, DAS ES NICHT MEHR GIBT. Die Mischung aus zarter, zerbrechlicher Aura und kämpferischer Entschlossenheit, die seinen Rudi umgibt, hätte wohl kein Zweiter so spielen können. Sabin Tambrea sagt: 

 „Diese Figur hat Grenzen gesprengt, von denen ich nicht mal wusste, dass ich sie mir selber gesetzt habe.”

David Schütter spielt den rebellischen Fotografen Coyote.

 

David Schütter
IN EINEM LAND, DAS ES NICHT MEHR GIBT, Rechte bei Ziegler Film/Tobis/Foto: Peter Hartwig

2013 wurde David Schütter direkt nach seinem Abschluss von der Schauspielschule weg für seinen ersten Kinofilm gecastet. In einer Nebenrolle ist er in Gregor Schnitzlers Verfilmung von Juli Zehs Roman „Spieltrieb” zu sehen. Auf den ersten Kinofilm folgte der erste „Tatort” und 2014 schließlich die erste Hauptrolle in einem Spielfilm. „Porn Punk Poetry” zeigte David Schütter als gefühlstauben Stricher, der seine besten Zeiten im Milieu längst hinter sich hat. 

 

Schütter, den stets ein Hauch von Gefahr und Rebellentum umgibt, hinterließ in dieser Rolle einen tiefen Eindruck. Diese Ausstrahlung kanalisierte der Schauspieler in seine Darstellung eines Rechtsextremen in „Wir sind jung. Wir sind stark.” (2014). In dem intensiven Drama spielt er den Nazi Sandro, der an dem Angriff auf ein Asylbewerberheim teilnimmt, der in Rostock-Lichtenhagen 1992 tatsächlich stattfand.

 

Vergleichsweise unbeschwert ging es für David Schütter 2016 in Wolfgang Petersens Gaunerkomödie „Vier gegen die Bank” und dem von der Kritik gefeierten, aber leider wenig beachteten Fernsehfilm „Strawberry Bubblegums” weiter. Ein deutlich größeres Publikum erreicht Schütter seit 2018 mit gleich zwei Erfolgsserien. In „4 Blocks” macht er als Immobilienhai Matthias Keil Toni (Kida Khodr Ramadan) das Leben schwer.

Und in „Barbaren” bekämpft er als Folkwin Wolfsspeer seit 2020 das römische Heer unter Kaiser Augustus.

 

Im Kinofilm IN EINEM LAND, DAS ES NICHT MEHR GIBT weckt David nun als Fotograf Coyote mit seinem verwegenen Blick und seinem Motorrad Suzies Interesse.  

 

Marlene Burow, David Schütter
IN EINEM LAND, DAS ES NICHT MEHR GIBT, Rechte bei Ziegler Film/Tobis/Foto: Peter Hartwig

Claudia Michelsen spielt die „Sibylle"-Chefin Dr. Elsa Wilbrodt.

 

Claudia Michelsen
IN EINEM LAND, DAS ES NICHT MEHR GIBT, Rechte bei Ziegler Film/Tobis/Foto: Peter Hartwig

Dank regelmäßiger Auftritte in beliebten Formaten wie „Tatort” und „Polizeiruf 110” gehört Claudia Michelsen zu den bekanntesten und gefragtesten Schauspielerinnen Deutschlands. Als strenge Matriarchin Caterina Schöllack aus den „Ku’damm”-Filmen, die bei aller Etikette und Sorge um ihre Töchter immer noch ein Mensch mit Gefühlen und eigenen Träumen ist, hat sie sich zuletzt eine große Fangemeinde erspielt. 

 

Bekannt ist die in der DDR aufgewachsene und ausgebildete Schauspielerin allerdings seit mehr als zwanzig Jahren. Nachdem sie 1991 mit niemand Geringerem als Jean-Luc Godard den Kinofilm „Deutschland Neu(n) Null” gedreht hatte, war Claudia Michelsen fast ausschließlich im Fernsehen zu sehen. Das änderte sich 2000 mit ihrer Hauptrolle in der Komödie „Drei Chinesen mit dem Kontrabass” neben Jürgen Tarrach. Dank Dennis Gansels „Napola” (2004) und Kinofilmen wie „Die Päpstin” (2009) oder „Honig im Kopf” (2014) erreichte Michelsen in kleineren Rollen – auch international – ein großes Publikum.

 

Die größten Rollen bot ihr aber weiterhin das Fernsehen. So war sie 2002 neben Heino Ferch und Götz George im hochgelobten Psychothriller „Der Anwalt und sein Gast” zu sehen. Für ihre Darstellung als Dissidentin, die sich im Fernsehdrama „12 heißt: Ich liebe Dich” (2007) in einem DDR-Gefängnis in einen Staatsdiener (Devid Striesow) verliebt, wurde sie mehrfach als beste Schauspielerin nominiert (u.a. für Deutschen Filmpreis und Goldene Kamera). 2012 war Claudia Michelsen in der weiblichen Hauptrolle als Anne Hoffmann in der TV-Verfilmung von Uwe Tellkamps DDR-kritischem Roman „Der Turm” zu sehen. Dafür durfte sie die Goldene Kamera und den Grimme Preis mit nach Hause nehmen. 2015 stand Michelsen neben Henning Baum für Aelrun Goette im TV-Drama „Im Zweifel" vor der Kamera. Goette inszeniert sie darin als Seelsorgerin, deren Leben durch einen Unfall aus den Fugen gerät.

 

Für ihren neuen Spielfilm IN EINEM LAND, DAS ES NICHT MEHR GIBT kehrt Michelsen nicht nur in die DDR und zu Aelrun Goette, sondern auch wieder auf die große Leinwand zurück. In dem Drama spielt Michelsen an der Seite ihres „Ku’damm”-Co-Stars Sabin Tambrea die strenge Chefin des DDR-Modemagazins „Sibylle”.

 

Jördis Triebel
IN EINEM LAND, DAS ES NICHT MEHR GIBT, Rechte bei Ziegler Film/Tobis/Foto: Peter Hartwig

Jördis Triebel spielt die Fabrikarbeiterin Gisela. Als Teil eines deutschen Serien-Phänomens, das international Aufsehen erregte, hat Jördis Triebel geschafft, was nur wenigen Schauspieler:Innen gelingt. Mit der Netflix-Serie „Dark” des innovativen Duos Baran bo Odar und Jantje Friese erreichte Jördis Triebel in der Rolle der Katharina Nielsen ein Millionenpublikum auf der ganzen Welt. 

 

Gleich mit ihrer ersten Hauptrolle als titelgebende Bäuerin in der Tragikomödie „Emmas Glück” (2006) empfahl sich Jördis Triebel als talentierte Schauspielerin, die die Balance zwischen Slapstick und Tiefgang wunderbar halten kann. 

 

Einige Auszeichnungen und Nominierungen als Beste Hauptdarstellerin (u.a. beim Filmfest München und für den Deutschen Filmpreis) bestätigten das. Bis sie dieses Talent wieder in einer Hauptrolle zeigen durfte, vergingen einige Jahre, in denen sie u.a. für Sönke Wortmann „Die Päpstin” (2009) drehte, was ihr eine zweite Nominierung für den Deutschen Filmpreis (Beste Nebendarstellerin) einbrachte. Der Fernsehfilm „Ein guter Sommer” bot Triebel dann 2011 endlich wieder eine Gelegenheit, ihr Können in einer Hauptrolle zu zeigen. Als Physiotherapeutin Hanna, die mit Andreas Schmidt und Devid Striesow in einem Liebesdreieck steckt, erspielte sie sich den Grimme Preis. International erntete Triebel Lob für ihre Darstellung einer Mutter, die mit ihrem Kind aus der DDR in den Westen flieht. 

 

Christian Schwochows Spielfilm „Westen” wurde 2013 auf dem World Film Festival uraufgeführt, welches Jördis Triebel als beste Schauspielerin auszeichnete. In dieser Rolle gelang es ihr auch schließlich, den Deutschen Filmpreis als beste Hauptdarstellerin zu gewinnen. Politisch ging es für Jördis Triebel weiter: als Kommunistin Dr. Völcker ist sie seit 2017 in der Serie „Babylon Berlin” zu sehen und 2018 verhörte sie im DDR-kritischen Drama „Das schweigende Klassenzimmer” im Auftrag der SED-Führung Schüler, die sich mit den Opfern des Ungarischen Volksaufstands 1956 solidarisch erklärt hatten.

 

IN EINEM LAND, DAS ES NICHT MEHR GIBT nähert sich der DDR auf eine ganz neue Weise und zeigt den Zuschauer:Innen dabei die verborgene Welt der Mode. Regie führt Aelrun Goette.

 

Aelrun Goette
IN EINEM LAND, DAS ES NICHT MEHR GIBT, Rechte bei Ziegler Film/Tobis/Foto: Peter Hartwig

Aelrun Goette macht das Unaussprechliche (be)greifbar. In ihrem mehrfach ausgezeichneten Dokumentarfilm „Die Kinder sind tot” behandelt sie den Fall einer Mutter, die ihre Kinder verdursten ließ. Goettes Kollege Fatih Akin nennt diese Regiearbeit einen „überwältigenden Dokumentarfilm“. Auch in ihren Spielfilmen „Unter dem Eis” (2005), „Ein Jahr nach Morgen” (2012) und „Im Zweifel” (2015) schreckt Goette vor dem Themenkomplex Sterben und Mutterschaft nicht zurück. Ihre einzigartige Herangehensweise an diese abgründigen Themen und vor allem der damit verbundene Erfolg, haben ihr zu einer bestimmten Reputation verholfen:

„Ich hab mal flapsig gesagt: Es gibt kein Drehbuch, in dem ein Kind stirbt, das nicht auf meinem Tisch landet." (Aelrun Goette)

Aber:

„[G]enauso möchte ich mal etwas anderes erzählen, mich weiterentwickeln.”

Und das ist ihr gelungen. In ihrem neuen Spielfilm IN EINEM LAND, DAS ES NICHT MEHR GIBT erzählt Aelrun Goette eine Geschichte, die ein Stück weit auch ihre eigene ist. Denn die Regisseurin wurde selbst kurz vor der Wende auf der Straße als Model entdeckt und zierte das Cover der „Sibylle”.

 

Aelrun Goette
Rechte bei Ute Mahler/Ostkreuz

Ihr aktueller Film zeigt nicht nur eine neue Seite der DDR, sondern auch eine neue Seite der Regisseurin: lebensbejahend, hoffnungsvoll und sehnsüchtig. IN EINEM LAND, DAS ES NICHT MEHR GIBT läuft ab dem 6. Oktober im Kino.

Autor/-in: J.Leipnitz

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