Ein ganzes Leben

Die besten Rollen von Robert Stadlober

Robert Stadlober
EIN GANZES LEBEN, Rechte bei Tobis

Na, erkannt? In seiner aktuellen Kinorolle ist das Gesicht von Robert Stadlober hinter einem zünftigen Vollbart verborgen.

Seit seiner Jugend verfolgen wir den deutsch-österreichischen Schauspieler auf der Leinwand, der aktuell in EIN GANZES LEBEN wieder im Kino zu sehen ist. Die perfekte Gelegenheit, einmal zurückzublicken. Mit den besten Rollen von Robert Stadlober begeben wir uns auf eine Zeitreise durch sein Leben vor der Kamera.

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Wuschel in SONNENALLEE (1999)

Nomen est omen: Wuschel sieht so aus, wie er heißt – und ist ein hingebungsvoller Fan der Rolling Stones. Die, oder genauer gesagt ihr Album „Exile on Main Street“, retten ihm das Leben, als auf ihn geschossen wird. Aber keine Angst, in Leander Haußmanns DDR-Komödie kommt so leicht niemand um.

 

Wuschel und seine Freunde stehen kurz vor dem Abitur und haben keine Lust, zur NVA zu gehen. Es gibt dringendere Themen: Mädchen zum Beispiel. Robert Stadlober ist hier gerade 17, hat aber schon mehr als ein Dutzend TV-Rollen gespielt. Der insgesamt junge Cast trifft auf Größen wie Katharina Thalbach und Henry Hübchen und liefert hier, zehn Jahre nach dem Mauerfall, einen ebenso liebevollen wie tempogeladenen Kessel Buntes.

Benni in CRAZY (2000)

Sein Durchbruch. Und auch der von Tom Schilling. Die beiden spielen in der Verfilmung des Romans von Benjamin Lebert (wie Stadlober und Schilling Jahrgang 1982) nicht bloß Pubertierende, sie befinden sich selbst gerade mittendrin. Erwartungsgemäß verlaufen die ersten Schritte in Liebesdingen etwas holprig.

 

Leberts halb-autobiografischer Roman-Erstling wurde mit 1,2 Millionen verkauften Exemplaren ein Besteller und die Verfilmung von Hans-Christian Schmid (Regie) mit 1,5 Millionen Besucher:innen ebenfalls ein Kassenschlager. In frühen Rollen zu sehen sind hier auch Karoline Herfurth und Alexandra Maria Lara.

Vince in VERSCHWENDE DEINE JUGEND (2003)

Gleich noch einmal das gut eingegroovte Team Stadlober/Schilling. Der Titel ist einem Song von DAF entlehnt, die in dieser retrospektiven New-Wave-Komödie in München auftreten sollen. Organisiert hat das Konzert Harry (Tom Schilling), der sich davon Werbung für seine eigene Band erhofft. Leider ist sein Budget nicht mit den Gagenvorstellungen des damals sehr angesagten Duos in Einklang zu bringen, sodass Harry einige unkonventionelle Wege der Finanzierung des bereits ausverkauften Konzerts im Circus Krone versucht. Gut gelaunter Eighties-Flashback (Regie: Benjamin Quabeck) mit angemessenem Soundtrack von The Cure, Human League und natürlich: DAF.

Lyschko in KRABAT (2008)

Otfried Preußlers magischer Roman ist die Adaption einer alten sorbischen Volkssage, die nach dem Dreißigjährigen Krieg in einem Dorf in der Lausitz spielt. Waisenjunge Krabat (David Kross) findet Zuflucht bei einem Müller (Christian Redl), der der Schwarzen Magie zugetan ist – und muss einem dunklen Fluch entkommen.

 

Unter der Regie von Marco Kreuzpaintner entstand eine opulente Fantasy-Verfilmung, von der auch Preußler selbst angetan war: „Marco Kreuzpaintner hat tatsächlich das Kunststück fertig gebracht, sowohl dem Medium Film als auch meinem Buch gerecht zu werden“, sagte er. „Ein höchst anspruchsvolles, in sich stimmiges Ganzes.“

Kurt Weill in MACKIE MESSER – BRECHTS DREIGROSCHENFILM (2018)

„Die Dreigroschenoper ist der Versuch der völligen Verblödung der Oper entgegenzuwirken“ sagt Lars Eidinger in der Rolle des Bertolt Brecht, und dieser Film arbeitet ganz im Brechtschen Sinne ausgiebig mit dem Verfremdungseffekt, bei dem die Schauspieler aus ihren Rollen heraustreten und direkt zum Publikum sprechen.

 

„Ihr sollt nicht glotzen, sondern sehen“, spricht der Dichter. Und hören. Nämlich die Songs von Kurt Weill (Robert Stadlober), die sofort nach der Premiere im Jahr 1928 zu Welthits wurden. Leider war es Brecht und dem Publikum bislang nicht vergönnt, eine angemessene filmische Umsetzung der „Dreigroschenoper“ zu sehen. In dieser lustvoll choreografierten und gespielten Annäherung an Brechts Gedankenwelt (Regie: Joachim A. Lang) tanzen Vergnügen und Erkenntnis mühelos miteinander. Denn: Der Haifisch, der hat Zähne!

Hinrich Laudrup in DAS BOOT (2018 - 2020)

Die mittlerweile in der vierten Staffel schwimmende Serie setzt nach den Ereignissen von Wolfgang Petersens Welterfolg nach dem gleichnamigen Roman von Lothar-Günther Buchheim ein.

 

Eine neue, junge Besatzung steuert im Zweiten Weltkrieg durch gefährliche Gewässer. In den ersten beiden Staffeln (Regie: Andreas Prochaska, Matthias Glasner und Rick Ostermann) geht es zunächst an die französische Atlantikküste und dann an die Ostküste der USA. In der Kombüse steht Schiffskoch Hinrich Laudrup (Robert Stadlober). Ahoi!

Konrad Dallmann in SCHWEIGEND STEHT DER WALD (2022)

Eine junge Forstpraktikantin (Henriette Confurius), die nicht zufällig Grimm mit Nachnamen heißt, untersucht in diesem düsteren Märchen einen Wald, in dem ihr Vater spurlos verschwand.

 

Schicht für Schicht gräbt sie sich in den Waldboden – und in ein, wir ahnen es, dunkles Geheimnis. Saralisa Volm führte Regie, August Zirner und Robert Stadlober als Vater und Sohn ermitteln, beziehungsweise: vertuschen hier …

… kurz vor ihrem nächsten Zusammentreffen in Hans Steinbichlers Verfilmung von Robert Seethalers Roman „Ein ganzes Leben“.

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EIN GANZES LEBEN - Jetzt im Kino!

Autor/-in: A. Smithee

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