Bad Moms

Diese 5 Schultrends treiben Eltern in den Wahnsinn

Es ist Schulanfang und die Eltern unter uns haben wieder alle Hände voll zu tun, Karriere und Kinder unter einen Hut zu bekommen - möglichst ohne eine der beiden Seiten zu vernachlässigen oder selbst völlig überarbeitet unter die Räder zu kommen. Eine Situation, mit der sich auch Mila Kunis in ihrer neuen Komödie BAD MOMS konfrontiert sieht. Der Film wirkt wie ein Spiegelbild unseres Alltags und ist trotzdem oder gerade deshalb zum Brüllen komisch. Wir haben Hollywood mal mit der Wirklichkeit verglichen und stellen fest: nicht der Film, sondern der Anspruch an uns Eltern ist völlig übertrieben!

1. Smartphone, Tablet & Co. – geht’s noch?

Apple stellt ein neues Produkt vor und alle sind heiß drauf. Dieser Technologie-Wahnsinn macht auch vor unseren Kindern nicht halt, ganz im Gegenteil: er potenziert sich auf den Schulhöfen der Republik und landet ungefiltert auf den Wunschlisten für Weihnachten, Geburtstage und alle anderen Gelegenheiten, zu denen die Kids meinen, beschenkt werden zu müssen. Und wenn sie sich noch zusätzliche Feiertage ausdenken könnten, sie würden es tun. Konsolen, Beamer, Tablets und vor allem Handys - die Geißel Gottes. Zugegeben: früher war es viel einfacher, in den Schulpausen zu bestehen. Denn es gab viel weniger Dinge, die man unbedingt haben musste, um dazu zu gehören, mitreden zu können. Aber sollten wir unsere Kinder nicht viel eher zu Demut und Bescheidenheit erziehen? Das wäre nicht nur erschwinglicher ;-) Es würde uns auch etwas die Angst davor nehmen, was dieser ungehinderte Konsum aus unseren Kindern macht, der nur eine Grenze kennt - unseren Kontostand. Auch im Kino treibt er ganz ungeahnte Blüten. Dazu eine Nachricht der BAD MOMS, die uns ganz aus dem Herzen spricht…

2. Müssen wir jetzt auch Helikopter-Eltern werden? 

Die Angst vor der Zukunft unserer Kinder lässt sich wie eine Schraube auch schnell überdrehen. Übervorsichtige Eltern, die ihre Sprösslinge übertrieben behüten, immer an der digitalen Leine halten und sich in deren Angelegenheiten einmischen, werden oft als Helikopter-Eltern bezeichnet. Jeder von uns kennt diese Spezies mit Sicherheit und manchmal müssen wir uns auch an die eigene Nase fassen. Halten wir es doch einfach mal wie Kathryn Hahn in BAD MOMS (vielleicht nicht ganz sooo extrem ^^), lassen auch mal locker und hoffen darauf, dass unsere Kinder später keine Probleme mit Selbstständigkeit haben werden.

3. Wer kommt mit auf Klassenfahrt?

… oder organisiert den nächsten Kuchenbasar? Bei Elternabenden haben sich vor diesen Fragen schon Generationen von Erziehungsberechtigten gedrückt und wir machen es nicht anders. Da kommen uns die überengagierten Eltern plötzlich ganz gelegen. Aber sollten wir diesen „perfekten Eltern“ wirklich kampflos das Feld und damit die Prägung unserer Kinder überlassen? Wer Zeit und Energie hat, sich sozial zu engagieren, sollte dies auch tun. Aber tagsüber Streitschlichter, Clown oder Reiseführer zu spielen und abends aus der Ferne noch die Kollegen zu briefen oder den Chef zu beschwichtigen, ist eher kontraproduktiv.

Warum nicht nach der Devise vorgehen: Wer kann, der macht? Und wenn das heißt, seine Kinder auch mal in die Obhut von Helikopter-Eltern übergeben zu müssen… Andere Eltern sind auch nur Menschen. Und vielleicht bietet der Vergleich für die Kinder auch einen nicht unnützen pädagogischen Effekt ^^ oder anders herum - uns ganz neue Perspektiven.

4. Wer sind die besten Eltern im ganzen Land?

Blinde Kuh und Topfschlagen sind schon seit einer gefühlten Ewigkeit aus der Mode. Wer heute Kinder mit einer Party begeistern will, muss deutlich mehr für die Unterhaltung der spaßverwöhnten Bälger tun. Besonders anstrengend wird es, wenn wir Eltern glauben, darum wetteifern zu müssen, wer die größte, beste und schönste Feier für unsere Kinder veranstaltet. Da können die Vorbereitungen schnell ausarten und uns eine Energie abverlangen, als handele es sich um die Eröffnungsveranstaltung der Olympischen Spiele. Und muss der Kuchen für den Kuchenbasar wirklich vegan, gluten- und zuckerfrei sein UND auch noch gut aussehen und schmecken? Die Liste mit Vergleichen, bei denen wir auf Dauer nur versagen können, ist länger als der Kassenzettel beim Wocheneinkauf. Klar, wir wollen doch alle, dass unsere Sprösslinge eine schöne Kindheit haben. Aber wer ist auf die blöde Idee gekommen, daraus einen Wettbewerb zu machen? 

Auch hierzu ein paar wahre Worte von den BAD MOMS… 

5. Minions & Elsa statt Geist, Cowboy & Indianer

Dank der unermüdlichen Werbeindustrie strahlen uns die kleinen Lachgesichter der Minions oder anderer Filmhelden unserer Kids inzwischen sogar schon von Bananen an. Kein Wunder also, dass zu Fasching, Karneval, Halloween oder den 1.000 anderen Gelegenheiten, bei denen man sich plötzlich verkleiden muss, Kostüme wie Geist oder Cowboy und Indianer längst abgemeldet sind und Kinderherzen bei anderen Idolen aus der Popkultur höher schlagen. Begehrt sind natürlich die quietschgelben Bösewicht-Gehilfen oder die elegant gekleidete Eiskönigin aus dem gleichnamigen Disney-Abenteuer. In Eile dem eigenen Kind ein Bettlaken mit zwei Löchern für die Augen als ideale Geister-Verkleidung überzuwerfen, klappt also leider nicht mehr. Und wer glaubt, die Eiskönigin wäre noch relativ einfach, sollte sich darauf gefasst machen, dass es das Kind im Zweifel besser weiß: „Das sieht aber gar nicht richtig aus!“

Geht es bei Fantasie nicht eigentlich auch um etwas anderes?

Wir möchten diese Liste mit deinem Input noch verlängern. Also schreib uns gern an die Pinnwand vom TOBIS Filmclub, welche Ansprüche ans Elterndasein im Jahr 2016 dich noch nerven oder wann der Film BAD MOMS für dich den Nagel auf den Kopf getroffen hat. Du hast BAD MOMS noch nicht gesehen? Unbedingt nachholen!

 

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