HELDIN

Leonie Benesch gewinnt den Bayerischen Filmpreis für HELDIN

Leonie Benesch
Leonie Benesch auf der Berlinale, Foto: Mario Heller

TOBIS gratuliert Leonie Benesch herzlich zum Gewinn des Bayerischen Filmpreises 2025 für ihre herausragende Leistung im Film HELDIN! Die Verleihung fand im Rahmen einer festlichen Gala im Münchner Prinzregententheater statt. 

Benesch sorgte mit ihrer mutigen Dankesrede für einen der emotionalsten Momente des Abends:

„Der reichste Mann der  Welt empfindet Empathie als Schwäche. Unsere eigene Regierung beschäftigt sich gerade mit Bürgergeld und Krankschreibungen und tritt schön nach unten. Hart arbeitende Menschen werden wie unartige Kleinkinder angesprochen, als müssten sich alle nur ein bisschen mehr zusammenreißen. Der Pflegeberuf wird durchschnittlich nach vier Jahren wieder verlassen. Warum? Weil die Bedingungen, unter denen gearbeitet werden muss, einen krank machen, körperlich und psychisch. Der erste und der letzte Mensch, der uns berührt in diesem Leben, ist höchstwahrscheinlich eine Pflegekraft. Und der menschliche Aspekt in der Pflege lässt sich nicht skalieren, berechnen oder wegsparen. [...] Ich hoffe, wir konnten mit unserer Arbeit das Rauschen der Multikrisen ein bisschen durchbrechen. Lasst uns alle empathisch und laut sein. Vielen, vielen Dank.“

Auch der Film HELDIN, geschrieben und inszeniert von Petra Volpe, war als einer der drei besten Filme des Jahres nominiert. In der Jurybegründung zur Auswahl dieser besonders auszeichnungswürdigen Produktion heißt es: 

„In dem Film HELDIN wird der Alltag einer Krankenschwester und der andauernde Ausnahmezustand auf der chirurgischen Station eines Krankenhauses gezeigt. Die beeindruckend realistischen Bilder von Kamerafrau Judith Kaufmann ziehen das Publikum sofort mitten hinein in den hektischen Krankenhausbetrieb, und binnen Sekunden befindet man sich mit der jungen Pflegefachkraft Floria, großartig gespielt von Leonie Benesch, in einem Langstreckenrennen mit der Uhr.“

 

Mit außergewöhnlicher Intensität, Empathie und Präzision verkörpert Leonie Benesch (DAS LEHRERZIMMER, SEPTEMBER 5) in HELDIN die Pflegefachfrau Floria, die während einer herausfordernden Nachtschicht auf der unterbesetzten chirurgischen Station eines Krankenhauses nicht nur um das Wohl ihrer Patient:innen kämpft, sondern auch gegen die strukturellen Belastungen eines überstrapazierten Gesundheitssystems. Ihre Darstellung macht die dramaturgische Kraft von HELDIN unmittelbar spürbar und verleiht dem Film eine emotionale Tiefe, die weit über die Kinoleinwand hinausreicht. 

 

Leonie Benesch, Margherita Schoch
HELDIN, Rechte bei Zodiac Pictures

In der Jurybegründung heißt es: 

„Manchmal […] schafft es eine Figur uns so intensiv auf ihre Reise mitzunehmen, dass wir uns nach dem Film, wenn wir im Flur eines Krankenhauses dem Pflegepersonal begegnen, demütig verbeugen möchten. Danke, dass wir durch die Glanzleistung dieser Figur wieder zu mehr Demut, Menschlichkeit und Dankbarkeit zurückfinden konnten.“

Zuvor wurde Leonie Benesch für ihre Rolle in HELDIN bereits mit dem Hannelore-Elsner-Preis sowie mit dem Günther Rohrbach Filmpreis 2025 ausgezeichnet und für den Europäischen Filmpreis nominiert. Dass sie nun mit dem Bayerischen Filmpreis geehrt wurde, würdigt nicht nur ihre schauspielerische Exzellenz, sondern stärkt zugleich die Relevanz eines Films, der sich einem der drängendsten gesellschaftlichen Themen unserer Zeit widmet: dem globalen Mangel an Pflegefachkräften und den enormen Herausforderungen im Gesundheitswesen.

 

Die beiden TOBIS Geschäftsführer Timm Oberwelland und Magnus Vortmeyer freuen sich:

„Leonie trägt die emotionale Wucht dieses Films mit unglaublicher Kraft und Feinfühligkeit. Diese Auszeichnung ist hochverdient und eine wunderbare Anerkennung ihres außergewöhnlichen Talents.“

Das Schweizer Produzententeam Lukas Hobi und Reto Schaerli von Zodiac Pictures gratuliert ebenfalls: 

„Wir sind unendlich stolz auf Leonie Benesch. Ihre Leistung in HELDIN ist nicht nur künstlerisch beeindruckend, sondern berührt Menschen weltweit.“

HELDIN feierte im offiziellen Programm der 75. Internationalen Filmfestspiele Berlin 2025 in der Sektion „Berlinale Special Gala“ seine Weltpremiere und erreichte allein im deutschsprachigen Raum bisher über 660.000 Kinobesucher:innen.

 

Judith Kaufmann, Leonie Benesch, Petra Volpe
HELDIN auf der Berlinale (v.l.n.r. Judith Kaufmann, Leonie Benesch, Petra Volpe), Foto: Mario Heller

Der dänische World Sales TrustNordisk hat die internationalen Vertriebsrechte erworben und den Film in über 50 Länder verkauft. Die Aufnahme von HELDIN auf die Oscar®-Shortlist festigt darüber hinaus den Status als einer der meistgelobten Independent-Filme des Jahres 2025.

HELDIN ist auch weiterhin in ausgewählten Kinos zu sehen und darüber hinaus digital im Streaming sowie auf DVD und Blu-ray im Handel erhältlich:

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