Jagdsaison

15 Film-Trips, die komplett in die Hose gehen

… und uns gerade deswegen so viel Spaß machen! Ganz in deren Tradition steht auch die neue Komödie JAGDSAISON, in der es für drei Frauen auf einem Wellness-Trip erstmal eine Schlammschlacht statt Schlammpackungen gibt!

Pünktlich zur JAGDSAISON unternimmt Eva (Rosalie Thomass) mit ihrer besten Freundin Marlene (Marie Burchard) und Bella (Almila Bagriacik), der Neuen von Evas Ex, einen Wochenendtrip. Was soll in dieser Konstellation schon schiefgehen? Genau: So ziemlich alles! Kleine Kostprobe gefällig? Die gibt's in der Vorschau zum Film, der ab 18. August im Kino zu sehen sein wird. Direkt darunter geben wir dir 15 Film-T(r)ipps, die zu unserer großen Freude ebenfalls komplett in die Hose gehen.

 

„Hangover” (2009)

Ein bisschen Glücksspiel, ein bisschen Alkohol und jede Menge Spaß: so haben sich Doug (Justin Bartha) und seine Freunde Stu (Ed Helms), Phil (Bradley Cooper) und Alan (Zach Galifianakis) Dougs Junggesellenabschied in Las Vegas vorgestellt. Einen Tiger im Badezimmer, einen Fäuste schwingenden (und singenden) Mike Tyson und einen irren Asiaten (Ken Jeong), der nackt aus dem Kofferraum springt, hatte dagegen keiner der vier auf dem Plan. „Hangover” gehört unbedingt auf diese Liste und zog aufgrund seines immensen Erfolgs noch zwei weitere Teile nach sich. 

 

Fun Fact: Der verrückte Trip basiert auf einer realen Sauftour. Ein Freund des Produzenten ging tatsächlich bei seinem eigenen Junggesellenabschied verloren und wachte nach einem Blackout ganz woanders auf.

„Fear and Loathing in Las Vegas” (1998)

Weil Las Vegas so herrlich verrückt ist, bleiben wir gleich da: Auf ihrer Geschäftsreise durch die Wüste von Nevada erleben der Journalist Raoul Duke (Johnny Depp) und sein Anwalt Dr. Gonzo (Benicio del Toro) einen irren Trip nach dem anderen. Denn nicht nur der Kofferraum ihres Chevrolet Cabriolets, sondern auch ihre Blutbahnen sind voll mit Drogen. In Las Vegas angekommen torkeln sie vollkommen zugedröhnt durch Casinos und zerlegen Hotelsuiten, immer auf der Suche nach dem nächsten High. Dabei hatten sie doch eigentlich einen Job zu erledigen… Dass ein von Terry Gilliam inszenierter Trip schräg wird, dürfte klar sein. Mit „Fear and Loathing in Las Vegas” übertraf der Regisseur allerdings all unsere Erwartungen:

 

Als die Verfilmung des Hunter S. Thompson-Romans „Angst und Schrecken in Las Vegas” in die Kinos kam, war sie ein echter Flop. Erst im Heimkino fand der Film ein begeistertes Publikum und entwickelte sich zum Kult.

„Sideways” (2005) 

Der erfolglose Schriftsteller Miles (Paul Giamatti) ist besessen von Wein. Sein Kumpel Jack (Thomas Haden Church) ist besessen von Frauen. Allerdings sind Jacks Tage als Schwerenöter gezählt, denn er will heiraten. Also nimmt Miles ihn zum Junggesellenabschied mit auf eine Reise durch die malerischen Weinanbaugebiete Kaliforniens. Während Miles seine Lebenskrise in Wein zu ertränken versucht, genießt Jack am liebsten die Gesellschaft anderer Frauen und wird bald mit den Folgen seines wilden Playboy-Daseins konfrontiert.

 

Mit einem liebevollen Blick auf die Macken seiner Figuren und dank der großartigen Hauptdarsteller entfaltet Alexander Paynes Film „Sideways” einen ganz eigenen melancholischen Charme. Das Drehbuch von Payne und Jim Taylor gewann 2005 den Oscar.

„Tucker & Dale vs. Evil” (2011)

Wer kennt sie nicht: die typischen Horrortrips in Filmen, in denen ein paar inzest-gestörte Hinterwäldler einer Gruppe Collegestudenten auflauern und einen nach dem anderen meucheln. Dieses Klischee nimmt die Komödie „Tucker & Dale vs. Evil” gekonnt auf die Schippe. Der gutmütige Tucker (Alan Tudyk) und sein etwas tumber Freund Dale (Tyler Labine) genießen die Ruhe in ihrer Waldhütte, während unweit von ihnen eine Gruppe Collegekids ihr Lager aufschlägt. Die rustikale Hillbilly-Optik der beiden Freunde und eine Reihe von Missverständnissen führen dazu, dass die Studenten bald glauben, es mit zwei brutalen Killern zu tun zu haben. Also greifen sie zu den Waffen, um sich vor den vermeintlichen Psychos zu retten. Es kommt zu einem Gemetzel, bei dem — ganz ohne das Zutun von Tucker und Dale — einer nach dem anderen kurios das Zeitliche segnet. Selten hat es so viel Spaß gemacht, anderen dabei zuzusehen, wie sie sich gegenseitig den Urlaub vermiesen!

 

„Tschick” (2016)

Maik (Tristan Göbel) ist ein Außenseiter. Seinem Vater ist er lästig und seine Mutter erträgt das Leben nur im Vollrausch. Für seine Mitschüler ist er Luft. Das ändert sich, als Tschick (Anand Batbileg) — der Neue in seiner Klasse — mit einem „geliehenen” Lada vor Maiks Haus auftaucht und ihn überredet, mit ihm in die Walachei zu fahren. Mit ein paar Konservendosen, aber ohne Plan, ohne Führerschein und vor allem ohne Dosenöffner erobern die beiden Jungs die Brandenburger Landstraßen. Dabei gabeln sie eine Ausreißerin auf, träumen von fernen Welten und erleben den Sommer ihres Lebens.

 

Fatih Akin fing das Lebensgefühl zweier Jungs, die vom Rest der Welt allein gelassen eine ungewöhnliche Freundschaft finden, in wunderbaren Bildern und mit zwei großartig aufgelegten Jungdarstellern perfekt ein. Damit gelang ihm eine würdige Umsetzung von Wolfgang Herrndorfs gefeiertem Jugendroman.

„Immer noch ein seltsames Paar” (1998)

1968 teilten sich Oscar (Walter Matthau) und Felix (Jack Lemmon) in „Ein seltsames Paar” eine Junggesellenbude, wobei der reinliche Felix dem schlampigen Oscar mit seinem Ordnungsfimmel und dem geräuschvollen Belüften seiner Nasennebenhöhlen gehörig auf den Keks ging: 

 

30 Jahre später begegnen sich die beiden als grummelige alte Männer in „Immer noch ein seltsames Paar” wieder, um gemeinsam zur Hochzeit ihrer Kinder zu reisen. Dass das nur in einem Desaster enden kann, war ja klar. Felix’ Nasennebenhöhlen sind immer noch verstopft und Oscar spielt wie einst den sorglosen Lebemann. So oft, wie die beiden sich gegenseitig an die Gurgel springen, fragt man sich schon bald, ob sie es überhaupt lebend bis zur Hochzeit ihrer Kinder schaffen.

Walter Matthau und Jack Lemmon bildeten in zehn Filmen ein absolutes Traumpaar der Comedy. In unterschiedlichen und doch immer gleichen Rollen gingen sie sich unheimlich unterhaltsam gegenseitig auf den Geist. Im wahren Leben waren die beiden beste Freunde und fanden sogar nah beieinander ihre letzten Ruhestätten.

KLEINE WAHRE LÜGEN (2011)

Eigentlich klingt es perfekt: ein Urlaub mit Freunden an der malerischen Atlantikküste Frankreichs in einem großzügigen Feriendomizil und das alles für lau. Denn wie jedes Jahr lädt Max (François Cluzet) seine Freunde Marie (Marion Cotillard), Vincent (Benoît Magimel) und den Rest der Bande zu sich ein. Schnell wird klar, dass jeder seine kleinen und großen Probleme mit in den Urlaub gebracht hat und so ist die Erholung bald dahin.

 

In dieser typisch französischen Melange erlaubt Regisseur Guillaume Canet dem Publikum immer wieder herzliche Lacher, bevor es mit tragischen Momenten in die Tiefe geht. So wahrt KLEINE WAHRE LÜGEN stets die Balance, die eine gelungene Tragikomödie braucht.

„Ein Ticket für zwei” (1988)

Nach einer harten Arbeitswoche will Neal Page (Steve Martin) unbedingt pünktlich zu Thanksgiving bei seiner Familie sein. Dazu muss er von New York nach Chicago. Als sein Heimflug umgeleitet wird, beginnt für den gediegenen Familienvater eine Odyssee durch die halbe USA. Stets an seiner Seite, aber vollkommen unerwünscht, ist der Duschvorhangringvertreter Del Griffith (John Candy), der Neal mit seiner penetranten Art auf die Nerven geht. Die wuchtige Komik des Kanadiers John Candy in Kombination mit dem dauerirritierten Steve Martin, der vergeblich versucht, die Contenance zu bewahren, machen diesen Katastrophentrip zu erstklassiger Komödien-Unterhaltung. Die Idee zum Film war so gut, dass „Hangover”-Regisseur Todd Phillips sie 2010 mit Robert Downey Jr. und Zach Galifianakis erneut umsetzte:

 

BRÜGGE SEHEN… UND STERBEN? (2008)

Die Auftragskiller Ray (Colin Farrell) und Ken (Brendan Gleeson) verschlägt es in das pittoreske Städtchen Brügge. Während Ken die mittelalterliche Architektur bestaunt, ist Ray gefühlt in der Hölle gelandet. Dabei wollte Rays Boss (Ralph Fiennes) ihm eigentlich ein paar letzte schöne Tage bereiten, bevor er ihn von Ken umbringen lässt. Ein Trip, der mit deinem Tod enden soll? Ein totaler Abtörner! Aber als rabenschwarze Komödie mit einem genial aufspielenden Colin Farrell und einem dauerfluchenden Ralph Fiennes ist BRÜGGE SEHEN… UND STERBEN? ein absoluter Filmgenuss!

 

„Dogma” (2000)

Kevin Smith schickt in dieser Satire die gefallenen Engel Loki (Matt Damon) und Bartleby (Ben Affleck) auf eine Reise nach New Jersey. Dort wollen die Verbannten wieder in den Himmel zurückkehren. Aber wenn ihnen das gelingt, wird jegliche Existenz auf der Erde ausgelöscht. Also müssen sie aufgehalten werden. Da Gott gerade nicht abkömmlich ist, schaltet sich dessen Helfer Metatron (Alan Rickman) ein und hetzt den abtrünnigen Engeln eine Nachfahrin von Jesus, eine strippende Muse, einen schwarzen Apostel und zwei notgeile Kiffer-Propheten auf den Hals. Auf der Jagd nach Loki und Bartleby muss der illustre Haufen sich unter anderem gegen einen Exkrementen-Dämon behaupten. Ein echter Scheiß-Trip also! Aber auf seine ganz eigene abgedrehte Weise unterhaltsam.

 

„Jumanji: Willkommen im Dschungel” (2017) 

Für vier Teenager beginnt eine abenteuerliche Reise, als sie von einem geheimnisvollen Videospiel eingesaugt und in einen Dschungel katapultiert werden. Während der Nerd Spencer (Alex Wolff) im Spiel den gestählten Helden Dr. Bravestone (Dwayne Johnson) spielt, steckt die eitle Tussi Bethany (Madison Iseman) im Körper des pummeligen Professors Sheldon „Shelly“ Oberon (Jack Black) fest. Und als wäre das noch nicht schlimm genug, endet ihre Reise, bevor sie überhaupt richtig angefangen hat, im Maul eines angriffslustigen Nilpferds. Zum Glück haben die Spielfiguren mehrere Leben und so einige krasse Skills, sodass aus dem verkorksten Trip ein rasantes Abenteuer wird!

 

„Die schrillen Vier auf Achse” (1984)

Wer glaubt, dass man nur mit Freunden desaströse Trips erlebt, war noch nie mit der eigenen Familie im Urlaub. Oder er ist in seinem Glauben an die heiligen Familienbande genauso unerschütterlich wie Clark Griswold (Chevy Chase). Der kann sich nämlich nichts Schöneres vorstellen, als mit seiner Frau Ellen (Beverly D’Angelo) und seinen Kindern einmal quer durch die USA zu fahren, um Walley World zu besuchen. Diverse Autopannen, ein Besuch bei dem versifften Cousin Eddie (Randy Quaid), mit Hundepisse durchtränkte Sandwiches — das alles erträgt Clark im Wissen um den wahnsinnigen Spaß, den die Familie am Ende der Reise im Vergnügungspark haben wird. Er weiß eben nicht, dass die größte Panne am Ende des Trips auf die Griswolds wartet… Die National Lampoon-Filmreihe um die Familie Griswold war so erfolgreich, dass sie 2015 mit dem fünften Teil „Vacation” bereits die zweite Generation in einen furchtbaren Urlaub schickte:

 

„Wir sind die Millers” (2013)

Damit ein Trip mit der Familie so richtig schief geht, muss es nicht mal die echte Verwandtschaft sein. Das zeigt „Wir sind die Millers” sehr eindrücklich. Darin bilden die Stripperin Rose (Jennifer Aniston), der Dealer David (Jason Sudeikis), der verklemmte Kenny (Will Poulter) und die Ausreißerin Casey (Emma Roberts) zum Schein eine spießige Familie, um Gras über die mexikanische Grenze in die USA zu schmuggeln. Dabei wird der unerfahrene Kenny von einer Spinne in die Weichteile gebissen und „Mama” muss die ganze Bande mit einem Striptease vor einem Drogendealer retten. 

 

Die Komödie war an den Kinokassen so erfolgreich, dass ein zweiter Teil in Planung ist. 

„Mr. Hobbs macht Ferien” (1962)

Auch im Goldenen Zeitalter der Familie, in den 60er Jahren, gingen Familienurlaube schon gründlich in die Hose. Das muss Mr. Hobbs (James Stewart) schmerzlich am eigenen Leib erfahren, als er mit seiner Frau (Maureen O’Hara), den vier Kindern und sämtlichen übrigen Familienanhängseln in ein verkommenes Feriendomizil zieht. Nicht nur das baufällige Haus scheint es auf Mr. Hobbs’ Urlaubsglück abgesehen zu haben. So weigert sich die Wasserpumpe beharrlich, sich seinen Versuchen, sie zum Laufen zu bringen, zu ergeben:

 

Auch die quengeligen Enkelkinder und unwürdigen Schwiegersöhne schmälern den Erholungsfaktor zusehends. Selbst eine scheinbar harmlose Vogelwanderung entpuppt sich für Mr. Hobbs als nervenaufreibende Nahtod-Erfahrung. Der stets würdevolle James Stewart, der bei sämtlichen Versuchen, sich zu erholen, grandios scheitert, macht diesen katastrophalen Familienurlaub zu einer der unterhaltsamsten Komödien aller Zeiten.

„Die Mitchells gegen die Maschinen” (2021)

Horrortrips mit der eigenen Familie werden einfach nie langweilig. 2021 überzeugte der Animationsfilm „Die Mitchells gegen die Maschinen” mit einer großartigen Figurenzeichnung und viel Humor. Darin will Vater Rick seiner Familie mit einer letzten gemeinsamen Reise unvergessliche Erinnerungen verschaffen, bevor seine Tochter Katie auszieht. Da die beiden seit Langem miteinander auf Kriegsfuß stehen, steht der Trip von Anfang an unter keinem guten Stern. Als auch noch Maschinen die Weltherrschaft übernehmen, ist es an den Mitchells, die Menschheit zu retten. Dafür muss die chaotische Familie allerdings an einem Strang ziehen…


In JAGDSAISON haben Eva, Marlene und Bella ihre Familien direkt zu Hause gelassen. Und trotzdem eskaliert ihr Wochenendtrip höchst unterhaltsam! Wozu hat man schließlich Freundinnen?

 

JAGDSAISON, Rechte bei Tobis

JAGDSAISON kannst du am besten zusammen mit deinen Freund(inn)en ab 18. August im Kino erleben.

Autor/-in: J.Leipnitz 

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